Es ist nicht vorbei

Wir beginnen also mit Woche drei im Krankenlager. Während der Prinz die letzte Woche zur Erholung nutzte und eigentlich gar nicht mehr krank war, teilten sich der Mann und ich die Betreuung des Osterkinds. Manchmal denke ich, dass sie dem Virus nur so lange getrotzt hat, damit er sie jetzt so richtig ärgert.

Am Montag wollten wir eigentlich in den Alltag zurück kehren: Die Eltern gehen wieder arbeiten und die Kinder in die Kita. Pustekuchen, das Osterkind bekam am Sonntag wieder Fieber und lag flach. Das ganze zog sich bis Freitag, sodass sich der Mann und ich in die Betreuung der Kinder reingeteilt haben und jeweils eine halbe Woche im Büro bzw. zu Hause verbrachten. Was das für die Kollegen und unsere Arbeitgeber bedeutete, das schoben wir mal ganz weit weg. Hier geht es jetzt mal ums Kind und nicht um den Job.

Nachdem sie am Freitag nochmal fast 40 °C Fieber hatte, war sie am Samstag das erste Mal nach fünf Tagen fieberfrei. Ich schöpfte Hoffnung und wir zwei fuhren zusammen zum Wochenmarkt.

Aber das war dann doch ein wenig anstrengend und sie schlief auf dem Rückweg fast in meinem Arm ein. Zu Hause verbrachte sie dann den restlichen Tag auf dem Sofa – was völlig okay ist, da wir alle noch nicht fit sind. Auch der Mann und ich hängen noch arg durch und spüren ein Kratzen im Hals. Wir sind alle – okay, alle bis auf dem Prinz – schlapp und wollen uns gar nicht mehr als nötig bewegen. Gestern Nacht war dann aber die Hölle, da das Osterkind ständig wegen Ohrenschmerzen aufwachte. Nach einer Dosis Ibusaft ging es dann, aber da war es schon fast Morgen.

Heute fuhr dann der Mann mit ihr in die Kinder-Notambulanz. Die Ohrenschmerzen ließen nicht nach und sie hatte wirklich krass-schlechte Laune. Da kam dann die Gewissheit: Sie steuert auf eine Ohrenentzündung zu. Juhu. Nicht.

Und so trage ich mein krankes Mädchen wieder kilometerweit durch unsere Wohnung, tröste und kuschle sie. Es fühlt sich noch einmal nach der längst vergangenen Babyzeit an und dennoch würde ich ihr diesen Kampf so gern abnehmen. Drei Krankenwochen, das hatten wir noch nie. Und langsam macht mir die Hartnäckigkeit dieses Virus auch echt Angst.

Krankenstand: 4/4 (inkl. Rückfall)

Angefangen hat alles am Freitag, aber darüber habe ich ja schon berichtet.

Am Montag machten sich das Osterkind und ich noch wagemutig auf den Weg in den Alltag. Sie in die Kita, ich zur Arbeit. Aber mir halfen die trölftausend Tassen Ingwer-Zitrone nicht, ich kam mit 39°C Fieber nach Hause. Also lagen am Dienstag 3 von 4 krank auf dem Sofa. Nur das Osterkind war „last woman standing“ und wollte tapfer weiter in die Kita.


Nachdem es uns Eltern heute wenigstens ein bisschen besser ging, machten wir einen Miniausflug zum Spielplatz. Dort saßen die Kinder fünf Minuten auf der Schaukel, fünf Minuten auf der Wippe und dann mussten wir ganz schnell nach Hause, weil der Prinz extrem fror.


Zuhause verschwand er direkt auf dem Sofa und schlief ein und tada – wachte mit 38,6°C auf. Zur Sicherheit haben wir dann auch nochmal beim Osterkind Fieber gemessen. Und obwohl sie singend Lego spielte, verriet uns das Thermometer: 38,4°C. Damit sind wir jetzt zu Viert. Jackpot.

Alltag und das Haarexperiment – Woche 4

Heute war ein richtiger Schlumstag. Das lag vor allem daran, dass es die Männer des Hauses ausgeknockt hat. Der Prinz fiebert schon das ganze Wochenende, aber heute endlich nicht mehr über 40 Grad. Deshalb verzog er sich auch nach dem Frühstück direkt wieder aufs Sofa und schlief ein. Und, dass der Prinz am Tag noch einmal schläft, ist wirklich eine Ausnahme.


Ich machte also noch schnell den Haushalt, während sich der Hauptfreund um unser Osterkind kümmerte. Zwischendurch warfen wir immer mal wieder einen besorgten Blick auf unseren Prinz und mir blieb fast das Herz stehen, als er zwischendurch kurz aufwachte, sich hinsetzte, aber nur wirres Zeug redete. Dann legte er sich wieder hin und schlief direkt weiter. Ich denke, er war also gar nicht richtig wach, aber kurzzeitig stand mein Herz still.

Nach dem Mittagessen gönnten wir uns eine Runde „Sendung mit der Maus“ und kuschelten die Kinder. Und dann erwischte es auch den Hauoptfreund. Die Männer der Familie lagen also nun gemeinsam mit 38 Grad Fieber auf dem Sofa. Eigentlich hatte ich deshalb den Plan mit dem Osterkind schwimmen zu gehen, aber die wollte nicht.

Eine Runde Yoga war dann für uns Mädels aber doch drin. Man merkte dem Osterkind schon den ganzen Vormittag an, dass sie um Aufmerksamkeit buhlte. Sie stänkerte, provozierte. Wie konnte ich sie verstehen! Zwei Tage hört sie nun schon „sei bitte leise, der Prinz ist krank“. Rücksicht, immer nur Rücksicht. Deshalb wollte ich mir Exklisivzeit für sie nehmen. Gestern einen ausgedehnten Spaziergang und heute gönnten wir uns ein wenig Welness in der Badewanne. Diese Mama-Tochter-Zeit ist einfach toll. Und ok, ein Kind ist nicht kein Kind. Aber es tut so gut, seine Aufmerksamkeit nur auf einen Schnuffel lenken zu können, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Zu den Haaren gibt es nicht viel zu sagen: Sie fetten immer noch und schuppen weiterhin. Das nervt! Einzig die Wildscheinbürste begeistert mich immer noch. Sie kämmt wirklich den ganzen Schmutz und Staub aus den Haaren. Aber ob ich das jetzt wirklich durchhalte… Man weiß es nicht.


Und nun dröhne ich mich mit Vitaminen voll, damit es mich nicht auch noch dahin rafft. Fieber kann ich nun so gar nicht gebrauchen.

Auf den Nadeln

Warum erzähle ich hier eigentlich nie, was ich eigentlich gerade so stricke? Jetzt, wo ich abends (meistens) nicht allzu müde bin, habe ich mir mal wieder ein Strickprojekt zugetraut, welches umfangreicher als ein Paar Socken ist. Nachdem ich das letzte Paar Socken dann nach unglaublichen 12 Monaten beendet hatte, kaufte ich mir diese tolle Wolle von der Wollmeise und schlug „Sleeves“ von Martina Behm an.


Sleeves ist ein Dreieckstuch mit Ärmeln. Also quasi eine Mischung aus Bolero und Tuch. Perfekt für jemanden wie mich, die quasi nie genug Strickjacken/ Pullover etc. hat. Den rechten Ärmel habe ich bereits fertig – hat nur drei Monate gedauert 😂 – nun stricke ich am zweiten. Die Wolle ist farblich der Hammer und lässt sich auch prima verarbeiten. 


Leider wird sie mit 2,5er Nadeln verstrickt – und das dauert eben. Aber der Weg ist das Ziel und nächsten Winter werde ich es wohl geschafft haben. Hoffe ich.

Das Haarexperiement – Woche 3

Heute ist Sonntag und damit ist heute „Haarwaschtag“. Es wird also Zeit für ein Update an der Water-only-Front. Ich muss sagen, die letzte Woche wart hart. Meine Haare waren einen Tag nach dem Waschen schon so „geht so“. Ich trug sie am Montag offen, aber da fühlte es sich schon sehr grenzwertig ab. Ab Dienstag ging nur Zopf oder Haarklammer. An offene Haare war da nicht mehr zu denken. Ab Freitag fühlte ic mich sichtlich unwohl und versuchte die Situation auf meinem Kopf zu ignorieren. Das gelang mir aber nur bedingt: Meine Kopfhaut ist immer noch sehr unausgeglichen und schuppt. Und sie juckt, was mich wahnsinnig nervt. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass sich das bald reguliert.

Das Nachfetten war diese Woche ein arges Problem. Das liegt aber wahrscheinlich einmal daran, dass es erst die zweite Woche im 7-Tage-Abstand war. Auf der anderen Seite muss ich mir endlich angewöhnen, mir nicht ständig mit den Händen durch die Haare zu fahren. Selbstdisziplin ist eine Tugend, die mir leider verwehrt blieb.

Wenn die Haare so fettig sind, ist das Bürsten mit der Wildschweinbürste leider gar keine Freude. Dann tut mein Haaransatz weh und wenn man dann noch eine Bürste nutzt, die das Bürsten jeder einzelnen Strähne verlangt, wird das nicht besser. Zudem kostet dieses Bürsten Zeit, die ich mir eben jeden Tag nehmen muss. Aber nach dem Bürsten sind meine Haare glänzend und fluffig – juhu!

Außerdem habe ich das Gefühl, dass die Wildschweinbürste bereits unter der Woche alle alten Haare herausbürstet und ich unter der Dusche viel weniger verliere. Früher hatte ich beim Haarewaschen unter der Dusche ganze „Büschel“ in der Hand. Jetzt ist das viel besser. Ich hole die Büschel jedoch nun unter der Woche aus meiner Bürste. ;)

Vor und nach dem Waschen – welches ich ja nur mit Wasser mache – käme ich die Haare auch Strähne für Strähne mit der Bürste. So verteile ich den Talg noch einmal bis in die Spitzen. Unter der Dusche habe ich meine Haare heute zusätzlich mit einem Waschlappen abgerubbelt. Sie fühlen sich jetzt deutlich unfertiger und „gewaschener“ als letzte Woche an. Aber irgendwie scheinen sie jetzt auch strohig. Ich werde sie nochmal gründlich kämmen, wenn sie trocken sind und sehe dann weiter. Nach dem Waschen sehen sie jetz so aus:


Was mich jedoch etwas beunruhigt: Mein Ansatz wird langsam aber sicher sichtbar, was mich vor ein klitzekleines Problem stellt. Soll ich meine Haare weiter färben? Wenn ich so „öko“ bin und nicht mal Shampoo benutzen will, ist Farbe (Elumen) eben eigentlich keine Option. Alternativ mag ich meinen aschigen Naturton so gar nicht. Es bleibt also spannend, wie ich mich entscheiden werde…

Das Haarexperiment – Woche 2

Whoop, whoop, ich habe es geschafft. Die erste Woche ganz ohne Haarwaschen ist geschafft. Ab ca. Donnerstag war es richtig ätzend und ich trage seitdem auch nur Zopf, aber ey – ich habe es geschafft.


Ich muss sagen, dass meine Haare auch gar nicht sooo schrecklich speckig sind, wie ich es erwartet habe. Der Ansatz fettet, aber die Längen sind eher weich und fühlen sich echt gut an. Einen großen Anteil hat daran natürlich auch die Zauberbrüste, wie sie hier nun nur noch genannt wird. (Sogar das Osterkind liebt sie – die ziept nämlich nicht.) Meine Kopfhaut gewöhnt sich langsam an die neue Situation, ist aber aufgrund der Witterung immer noch arg irritiert. Ich versuche mir aber nur selten die komplette Kopfhaut runter zu kratzen. Einzig ätzend waren die fettigen Spitzen in der vergangenen Woche. Kennt ihr das, wenn die Haaransätze dann so sehr weh tun? Aber das hat sich nach dem Kämmen immer wieder relativiert und wird sich hoffentlich bald geben.

Ich bleibe als dran. Auf geht’s in Woche 3.

Das Ende der Weihnachtsferien

Ach, wie haben wir die letzten 1,5 Wochen genossen: Familienzeit in ihrer Reinstform, Pancakes an Weihnachten zum Frühstück (dafür liebt mich der Neffe wahrscheinlich immer noch) und ansonsten rumlungern im Schlafanzug und kuscheln, kuscheln, kuscheln.

Diese Ferien taten sooo gut. Wir waren alle zu Hause, haben nur gemacht, worauf wir auch Lust hatten. Haben die Familie und Freunde getroffen, haben Kraft getankt und können nun ins neue Jahr starten. <3

Jahresrückblick 2016

Januar

Der Jahresauftaktworkshop mit meinen Kollegen bringt auch privat eine große Veränderung. Das Osterkind und ich beenden unsere Stillbeziehung. Nachdem sie immer wieder 2-3 Nächte ohne stillen auskam (wenn ich nicht zu Hause war), danach aber immer wieder anfing, als sei nichts gewesen, beendete ich das Ganze diesmal wirklich. Fast drei Jahre wurde das Osterkind gestillt und es war ok, dass es nun ein Ende hatte.

Februar

Das Leben lief so dahin. Wir verrachten ruhige Nachmittage mit den Schnuffels, kauften uns die weltbesten Winterbetten und warteten auf den Frühling.

März

Da die Kinderbetten langsam zu klein wurden und wir auch den Plan hatten, das Osterkind könnte demnächst einmal anfangen in ihrem Bett (und damit in ihrem Zimmer) zu schlafen, zogen wir los und kauften zwei Hochbetten von F*lexa. Die Lieferzeit betrug 10 Wochen, sodass wir noch bis Mitte April Zeit hatten, die Kinderzimmer zu streichen und neue Kleiderschränke etc. zu kaufen. Ostern verbrachten wir bei der Familie und feierten die beiden Geburtstage der Osterkinder.

April

Raten Sie, wann die Zimmer fertig waren. Richtig, ein Wochenende vor Lieferung der Betten. ;) Aber es hat sich gelohnt: Unser Wohnzimmer ist seit Fertigstellung der Kinderzimmer weitesgehendst Spielzeugfrei und das ist dann doch eine ganz neue Lebensqualität. Der Prinz bekam zu Ostern ein Fahrrad und lernt das Fahrradfahren in ca. drei Stunden. Verbissen kämpfte er sich durch das Lernen und gab auch bei kleinen Rückschlägen nicht auf. Das Laufradfahren hat eine gute Grundlage geschaffen, denn Stützräder brauchte der Prinz gar nicht – irgendwann lies Papa den Gepäckträger einfach los und der Prinz fuhr davon.

Mai

Wir verbringen die eineinhalb Wochen Urlaub, die der Mann und ich dieses Jahr gemeinsam haben, bei meinem Schwiegervater an der Ostsee. Ich stelle fest, dass ich ein Ostseekind bin und das auch nicht einfach abschütteln kann. Wir feiern unseren Geburtstag zu Hause mit Freunden und der Familie und genießen den Sonnenschein auf unserem Balkon.

Juni

Im Juni mussten wir unseren Fuhrpark etwas erweitern: Das Osterkind ist so gewachsen, dass sie nicht länger auf dem kleinsten P*uky-Laufrad fahren konnte. Es folgte also das größere. Außerdem sollte nun aber auch ein Roller her. Wir fuhren also zum Fahradtempel unseres Vertrauens und suchten zwei Rolle aus: Das Osterkind bekam einen in lila, der Prinz in pink.

Juli

Der Hauptfreund und ich teilen uns die beiden Wochen Schließzeit der Kinder auf uns machen getrennt von einander Urlaub. Wir genießen die freie Zeit und das schöne Wetter. Damit uns nicht langweilig wird, fahre ich mit den Kindern zu meiner Nichte und wir springen dort in den Pool. Danach hängen wir noch einen Kurzurlaub in meiner Heimat dran. Die Kinder und ich fahren mit den Auto vor, der Hauptfreund kommt mit der Bahn nach. Wir beantragen nach 1,5 Jahren einen Erbschein (juhu!) und besuchen das ganz frische Baby meiner Schulfreundin. <3

August

Der August verfliegt irgendwie. Ich kann mich gerade gar nicht an etwas herausragendes erinnern…

September

Der September ist heiß und wir alle warten auf den Urlaub. Acht Wochen sind auch für die Kinder ganz schön hart, aber da wir die Herbstferien mit dem Lieblingsneffen verbringen wollen, müssen wir uns bis Ende September gedulden.

Oktober

Endlich ist er da: Der Urlaub zusammen mit meiner Schwester und dem Lieblingsneffen. Wir unternehmen gar nichts groß, sondern sind eigentlich nur hier zu Hause. Aber es tut gut, die Familie um sich herum zu haben und die Kinder lieben ihre Tante gar sehr. Ende Oktober feiern wir unseren ersten richtigen Kindergeburtstag – der Prinz wird 5 und die Piratenparty wird ein voller Erfolg. Leider endet die Party mit Magen-Darm für das Osterkind. :(

November

Wir gehen Laterne und kommen ein wenig zur Ruhe. Die ewige Dunkelheit nervt schon ein bisschen, aber die Vorfreude auf Weihnachten steigt. Die Kinder backen mit ihrem Papa unseren allerersten Christstollen und ich verabschiede mich für ein Wochenende in den Harz, um meine alten Schulfreundinnen zu treffen.

Dezember

Der Dezember vergeht – wie immer – viel zu schnell. Mein Bruderherz kommt auf einen Spontanbesuch vorbei uns macht damit seine Nichte und seinen Neffen arg glücklich. Wir fahren am 4. Adventwochenende mit dem Zug nach Leipzig und freuen uns über leuchtende Kinderaugen. Der Doppelstock IC ist der Knaller! Außerdem gehen wir mit dem Prinz zu einer Ex-Frühchen-Nachuntersuchung und erhalten zwei Tage später schwarz auf weiß: Wir haben einen kerngesunden, normal entwickelten 5jährigen zu Hause. Und das ist, wenn man die Statikstik zugrunde legt, mehr als ein Sechser im Lotto. <3

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Das Haarexperiment – Woche 1

Vor ca. zwei Wochen laß ich das erste Mal etwas über „No poo“. Es war ein Artikel der „B*unte“ und er war mit einer dieser Klick-generierenden-reißerischen Überschriften betitelt. Ich klicke nicht darauf, googlete aber „no poo“, weil ich wissen wollte, worum es da geht. Dass es sich um „no shamPOO“ handelt und nicht das andere (hihi), hätte ich tatsächlich nicht gedacht. Ich las‘ mich also ein wenig durch Web (z.B. hier oder hier) und schaute mir das eine oder andere YouTube-Video dazu an.

Aber was ist das?

Die No-Poo-Methode war wohl vor einigen Jahren in den USA der letzte heiße Scheiß. Es geht darum, dass man aufhört sich Chemie in Form von Shampoo in die Haare zu schmieren und stattdessen auf natürliche Wäsche setzt. Es gibt Menschen, die waschen sich die Haare mit Roggenmehl und machen danach eine „sauere Rinse“ (das ist irgendwas mit Wasser und Apfelessig…) oder sie nutzen eben „nur Wasser“. Das Ganze bedeutet eben nicht, dass man seine Haare nicht mehr pflegt. Im Gegenteil: Man gönnt seiner Kopfhaut Ruhe und gibt ihr die Möglichkeit, eben genauso viel Talg zu produzieren, wie man benötigt. Dazu gehört dann aber eben auch eine gewisse Disziplin was das Waschen und die „Fellpflege“ betrifft. Soll heißen: Ich werde meine Haarwäschen jetzt auf einmal die Woche beschränken und meine Haar zukünftig mit einer guten Wildschweinborstenbürtse gründlich – eben die obligatorischen 100 Bürstenstriche – durchkämmen.

Warum ist das mache? Nunja, durch meine Neurodermitis habe ich schon immer eine problematische Kopfhaut. Es ist schwierig für mich, das richtige Shampoo zu finden. Kauf ich die „guten“ aus der Apotheke, werden meine Haare trocken und stumpf. Kaufe ich welche aus der Drogerie könnte ich mir häufig nach dem Waschen die Kopfhaupt mit bloßen Nägeln vom Kopf kratzen. Es ist kompliziert. Häufiges Waschen macht es schlimmer. Das krasse austrocknen der Kopfhaut und Haare begünstigte das schnelle Nachfetten, was einen Waschdrang auslöst und so weiter und so fort. Mittlerweile lagen zwischen meinen Haarwäschen immer so vier Tage. Bei mehr fühlte ich mich unwohl, bei weniger rebellierte mein Kopf.

Jetzt habe ich mich jedoch für das „Only Water“-Programm entschieden. Alle, die es ausprobiert und im Netz darüber berichtet haben, erzählen, ihre Haare werden stärker, robuster und glänzender. Mir ist klar, dass jeder einen anderen Haartyp hat. Aber dennoch will ich es ausprobieren. Acht Wochen soll ich meiner Kopfhaut mindestens geben, dann sollte sich die Talgproduktion eingependelt haben. Bis dahin versuche ich meine Haarwäschen auf ca. einmal die Woche zu reduzieren.

So sahen meine Haare zu Beginn des Experiments vier Tage nach dem Waschen aus:

Da waren sie schon etwas fettig und ich band sie danach direkt zum Zopf. ;) Die Bürste ist jedoch der Hammer. Sie macht die Haare sehr glänzend und verteilt den Talg bis in die Spitzen. Auch die Haare der Kinder, die wir eh nur einmal die Woche waschen (und die fast ganz nicht nachfetten), sehen nach dem Bürsten wie nach einer tollen Haarkur aus.

Nach fünf Tagen habe ich es erstmal nicht mehr ausgehalten. Ich habe meine Haare gestern Abend also nur mit Wasser gewaschen. Das Ergebnis: Sie fühlen sich lange nicht mehr so fettig an, wie vor dem Waschen. Aber „frisch shampooniert“ war auch anders. Jetzt ist das Ergebnis eher so, wie zwei bis drei Tage nach dem eigentlichen Waschen mit Shampoo. Sie sind nicht fettig oder ekelig, aber eben auch nicht fluffig. Ich finde es aber gar nicht schlimm, wenn „fluffig“ nervte mich bisher eh immer. Meine Kopfhaut juckt jedoch gerade sehr. Keine Ahnung, ob das jetzt an der Kälte& Heizungsluft liegt, oder an „nur Wasser“. Ich werde das beobachten.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie meine Kopfhaut und meine Haare das Experiment annehmen. Und ich habe noch keine Ahnung, was ich mache, wenn meine derzeitige Farbe rausgewachsen ist und ich eigentlich nachfärben müsste.

Das Geburtstagswochenende

Uff, das war vielleicht ein Wochenende. In unserer Wohnung befanden sich insgesamt 11 Kinder, 4 Teenager und 13 Erwachsene. Verteilt auf zwei Tage. Und das kam so.

Gestern wurde der Prinz fünf Jahre alt und das musste natürlich gefeiert werden. Er wünschte sich eine Piratenparty und so bestellt ich Mitte Oktober bei Party Princess das nötige Zubehör (Pappteller, Pappbecher und -strohhalme, usw) und wir machten uns eine ganze Woche vorher an die Partyplanung. 🙈

Am Freitag fing dann das große Backen an. Es musste natürlich ein Piratenschiffkuchen sein, den ich aus dem Rührkuchenrezept meiner Mutter mit zusätzlich Schokolade und Halsnüssen zauberte.


Aber weil Kinder ja eher Dinge essen wollen, die man in die Hand nehmen kann, gab es als Alternative noch Zimtschnecken und Regenbogenmuffins.


Am Abend deckten wir noch den Geburtstagstisch – mit Blumen und natürlich all den Geschenken. Wir haben uns bewusst dazu entschieden, dem Kind nur „wenig“ zu schenken, da er die Sachen ja auch noch bespielen will. Und da für Samstag – also seinen richtigen Geburtstag – auch seine Freunde aus der Kita eingeladen waren, kamen eh noch einige dazu. Das Geburtstags-T-Shirt durfte aber natürlich nicht fehlen und weil Lego (also das „richtige“ kleine Lego) gerade hoch im Kurs steht, hat der Prinz jetzt ein Lego-Pirat-Geburtstagsshirt.


Die Party mit den Kindern war dann richtig toll. Insgesamt waren acht (inkl. unserer eigenen) Kinder anwesend, aber es gab keinen ernstzunehmenden Streit, keine Tränen, nur viel Spaß. Nachdem sich die Kids an Kuchen und Kakao gestärkt hatten, durften die kleinen Piraten auf Schatzsuche gehen. Doch der Weg dahin war steinig: Sie mussten Aufgaben lösen, bekamen als Belohnung aber immer einen Stempel (ich hatte einen Piratenschiffstempel bestellt) auf ihre Schatzkarte. Am Ende fanden sie den Schatz und waren alle begeistert. Zurück zu Hause gab es dann noch Nudelauflauf für alle und schon war es Abholzeit.

Der Prinz hatte es sichtlich genossen, seine Freunde um sich zu haben und war ein hervorragender kleiner Gastgeber. Er genoss es, im Mittelpunkt zu stehen, drehte aber nicht vollkommen ab. Am Ende des Tages war ich überrascht, wie wenig Nerven ich verloren hatte. Aber wir hatten auch tatkräftige Unterstützung: Drei Mamas, die nicht gehen durften, meinen Bruder, der die weltbeste Küchenhilfe gab und natürlich der Hauptfreund, der wahrscheinlich genauso viel Spaß an den Spielen hatte, wie die Kinder.


Spaß hatten Vater und Sohn aber auch beim Zusammenbauen des Geburtstagslego. (Ich glaube ja, da freut sich der Mann drauf, seit ich ihm sagte, dass er Papa wird.)

Heute stand dann noch der Familiengeburtstag auf dem Plan. Ich bereitete also heute morgen noch einen riesigen Topf Kürbissuppe vor, der Mann backte noch einen Kuchen und zack war unser Wohnzimmer wieder voller Menschen. Ich habe tatsächlich die Größe unseres Wohnzimmers maßlos unterschätzt, wenn man erstmal die Zimmerpflanzen hinaus räumt. Und so fanden wir alle Platz zum quatschen und spielen und ließen uns den Kuchen schmecken.

Wenn da nicht ein winziger Wermutstropfen wäre: Das Osterkind klagte nämlich seit dem Nachmittag über Bauchschmerzen und verwand gegen 18 Uhr freiwillig im Bett. Um 20 Uhr fing sie dann bitterlich an zu weinen und spukte erstmal ihr ganzes Bett, sich selbst und ihren Schlafanzug voll. Wir stellten sie also kurzerhand unter die Dusche, zogen ihr neue Sachen an und kuschelten sie ins Elternbett ein. Das Bettzeug dreht eine Runde in der Waschmaschine und ich nehme alle Daumen, dass das „zuviel Kuchen“und nicht Magen-Darm war/ist. Vielen Dank.