Hamburg, my ❤️

Eigentlich wollte ich euch schon längst von unserem Kurzurlaub in Hamburg erzählt haben. Aber leider waren die folgenden Arbeitstage darauf so ätzend, dass ich abends keinen geraden Satz mehr raus bekommen hätte. Deshalb erzähle ich euch jetzt einfach, wie wir uns in Hamburg verliebt haben und am Liebsten geblieben wären.

Anfang Juni gönnten wir uns drei Tage und zwei Nächte in der Hansestadt. Gebucht hatten wir das Familienpaket im „Junges Hotel“ – 800m vom Hauptbahnhof entfernt. Da es dieses Paket nur mit zwei Übernachtungen, dafür aber mit Familienzimmer gab, hatten wir genug Zeit, den Kindern die Großstadt zu zeigen.

Angereist sind wir natürlich mit dem ICE. Zuerst dachten wir, dass die knappe Stunde Reisedauer für die Kinder viel zu kurz sein wird, aber sie fragten ca. 400mal, wann wir endlich da sind. Da war die Aufregung auf Hamburg und die ersten Übernachtungen in einem richtigen Hotel wohl doch größer.


Zuerst mal zum Hotel: Es war toll. Und das sage ich, ohne auch nur einen Cent dafür zu sehen. Die Mitarbeiter waren nett, neben dem Restaurant gibt es ein Spielzimmer (endlich konnten wir in Ruhe aufessen!), die Zimmer modern und schön eingerichtet. Im Paket waren jeweils ein Begrüßungsgetränk für jeden von uns (dazu später mehr), jeweils ein 3-Gänge-Menü, die HamburgCard (u.a. zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel) und ein kleines Spiel (Spielebox mit „Mensch ärgere dich nicht“, Mikado, etc.) für die Kids.

In Hamburg sind wir natürlich die ganze Zeit mit den Öffis unterwegs gewesen und man fühlt sich als Wahl-Hannoveraner sehr schnell sehr provinziell, wenn man erstmal Doppelgelenkbusse gesehen hat!!EINSELF! Auch dem Prinz sind in der Hochbahn gleich die gepolsterten Sitze aufgefallen und er kommentierte das nur mit: „Mama, guck mal, die Sitze kann man klappen.“ Er meinte wohl streicheln. ;)

Hier auch nochmal ein großes Dankeschön an die Hamburger fürs Aufstehen, wenn eine vierköpfige Familie in den Wagen kommt und kein Sitzplatz mehr frei ist! Das war gleich die erste Begegnung in einem der Hochbahnwagen und gastfreundlicher kann man im „kühlen Norden“ ja gar nicht empfangen werden.

Mit der Hochbahn ging es direkt zu den Landungsbrücken. Alter, was für ein Anblick, wenn die U3 aus dem Tunnel direkt auf den Hafen zufährt. Allein diese Strecke würde einen Umzug rechtfertigen. Am Hafen haben wir uns dann die S67 geschnappt und sind durch den Hafen geschippert. Dort lag auch ein „Mein Schiff“. Leider haben wir nun unsere Kreuzfahrtüberlegungen begraben müssen. Man kann sich nicht über Trump und seine Umweltpolitik aufregen, aber gleichzeitig mit so einem Dampfer durch die Meere schippern. Unsere Meinung.

Am nächsten Tag folgte dann der eigentliche Grund unseres Hamburgbesuchs: Das Miniatur Wunderland. Der Mann und ich waren 2011 das letzte Mal da, leider vor Eröffnung des Flughafens. Daher wurde es allerhöchste Zeit den Besuch nachzuholen. Vor allem, wenn man so bahnverrückte Kinder produziert hat. ;)

Und wenn man schon nicht in die echte Elbphilharmonie reinkommt, muss es eben die „kleine“ im MiWuLa sein.

Wir verließen das MiWuLa gegen 14 Uhr und befragten Google nach einem Spielplatz in der Nähe. Man schickte uns in die noch nicht ganz fertige HafenCity und belohnte uns mit einem ziemlich grandiosen Spielplatz. Wären die Kinder nicht so müde und kaputt gewesen, wir hätten sie wohl nie wieder von dem Spielplatz runter bekommen. (Und nein, nicht das Gerüst im Hintergrund ist das Highlight, sondern das Piratenschiff davor.)

Am Abend spielten die Kinder noch allein im Spielzimmer während wir in der Hotelbar unseren Begrüßungsdrink aka Mojito zu uns nahmen. Große Kinder fetzten!

Am Abschiedstag regnete es leider in Strömen, also erfüllten wir dem Mann seinen Herzenswunsch und fuhren in die Harburg Arcarden. Dort gab es nämlich eine Legoausstellung (u.a. mit Legosachen von zusammengebaut.com) zu sehen. Die Augen aller männlichen Mitreisenden leuchteten arg. Und ich stellte fest, dass es wahre Liebe wohl nur unter Sturmtrupplern gibt.

Dann hieß es auch schon Abschied nehmen. Aber Hamburg wäre eben nicht Hamburg, wenn es uns nicht noch eine wichtige Info mit auf den Weg geben würde:

Müde.

Müde bin ich schon den ganzen Tag. Jetzt, da ich knapp 500km und fünf Bundesländer hinter mir gelassen habe, ist es natürlich auch nicht wirklich besser geworden. Ich bin es einfach nicht mehr gewohnt, innerhalb von drei Tagen 800km durch die Weltgeschichte zu fahren, also diesmal selbst und nicht mit der Bahn. Die Einschulung des Großcousins war es zwar wert, aber Urlaub war das dann diese Woche auch nicht wirklich…

Ich vergrabe mich dann mal auf dem Sofa vom Lieblingsbruder.

Berlin, Berlin

Eigentlich wollte ich mit dieser Stadt nie so richtig warm werden. Berlin war mir immer zu groß, zu kalt und eigentlich nichts weiter als eine riesige Baustelle. Aber heute morgen, als ich um 8.30Uhr mit dem ICE in den neuen Hauptbahnhof (den ich ja eigentlich nicht mag, weil er kalt und ungemütlich ist) einfuhr, da dachte ich, ich sollte dieser Stadt mal eine echte Chance geben. Obwohl mich Berlin mit Regen empfing und sich somit nicht gerade von seiner besten Seite zeigte. Aber so langsam steigt die Freude auf die re:publica 2011 und damit auch auf meine Rückkehr nach Berlin. Vielleicht habe ich dann auch Zeit, die Stadt mal von einer anderen Seite kennenzulernen. Eine Chance hat sie auf jeden Fall noch verdient.

Fahrpreisnacherhebung deluxe

… und das, obwohl ich an zwei (!) Automaten versucht habe ein Ticket zu ziehen. Nur leider hatte ich nur einen Zwanziger im Geldbeutel, die Fahrt kostet aber nur 8 Euro. Also wollte ich flux mit EC-Karte zahlen, diese wollte der Automat aber nicht nehmen. Und dann haben die 10 Minuten eher am Bahnhof sein leider nicht mehr gereicht (laut Schaffner hätte ich auch die verbleibenden zwei Automaten ausprobieren sollen) und der A*rsch von Schaffner (der sich heute Abend wahrscheinlich noch ein Bierchen extra aufmachen wird, weil er wieder einen Sch*warzfahrer erwischt hat) stellt mir die „Fahrpreisnacherhebung“ aus. Danke auch.

PS. Ich habe diesen Monat ja nur ca. 90 Euro fürs Zugfahren ausgegeben, da musste ich mir die 8 jetzt definitiv sparen. Ja nee, is klar.

Kleiner Freund

Ja, was guckt denn da aus dem Umschlag? Richtig, es ist der Smoo, der bald der neue Freund vom Babygroßneffen wird. Und ich bin mir sicher, dass die beiden dicke Freunde werden. Ich war gestern jedenfalls beigeistert, als ich den Smoo das erstmal in der Hand hielt. Er ist so liebevoll zusammengenäht (mit kleinen Sternchen um das Gesicht usw.), da sieht man, dass sich Tante Pi Mühe gegeben hat. Kleiner Tipp: Wer auch bald Nachwuchs – in der Familie oder selbst – erwartet, der kann hier viele Smoos finden. ;)

So und nun werde ich endlich mal meine Tasche packen. Der Hauptfreund und ich fahren schließlich nach Hamburg und besuchen das Miniatur-Wunderland. Seit Wochen, Monaten, Jahren liegt er mir nun in den Ohren, dass es da jetzt einen Flughafen gibt, den man(n) einfach gesehen haben muss. Und da hier das Wetter gerade ein-mann-sahne ist, hoffe ich auch auf ein paar Sonnenstrahlen in Hamburg und einen schönen Spaziergang am Hafen. Oder so…

Urlaub, die 2te

Endlich Freitag, endlich Urlaub. Da ich mir dieses Jahr bisher nur einzelne Tage und die zwei Wochen Urlaub auf Amrum gegönnt habe, muss ich jetzt mal noch ein paar Tage der Arbeit fern bleiben. Deshalb habe ich in der nächsten Woche frei.

Gestartet wird morgen 7.41Uhr mit dem ICE nach Frankfurt. Das Wochenende wird dann die neue Wohnung der Lieblingsfreundin begutachtet und ganz viel gequatscht. Nebenbei lassen wir uns das Sushi schmecken und genießen die Zeit… Dann fällt auch schon die Family ein und wir feiern den Geburtstag der Lieblingsnichte. Und dann – wenn das Wetter mitspielt – machen wir noch einen Abstecher in den Zoo… Der Urlaub kann also kommen.

Abschied von Amrum


So langsam aber sicher kommt er, der Abschied von Amrum. Die zwei Wochen sind nun fast vorbei, der Erholungspegel in mir wieder fast voll. Und doch würde ich gern bleiben.

Die Insel ist toll. Hier gibt es genug, damit einem nicht langweilig wird, jedoch nicht so viel, dass man sich stressen müsste. So wie es aussieht, werden wir zwar doch keine Wattwanderung machen und auch nicht den Leuchtturm besteigen (das Wetter macht uns seit gestern einen großen Strich durch die Rechnung), aber dennoch haben wir viel gesehen und die Zeit sehr genossen.

Es reicht vollkommen aus, einfach nur stundenlang barfuss durch den Sand zu laufen. Die Füße in der eiskalten Nordsee. Danach heißen schwarzen Tee in einer dieser bezaubernden friesischen Teestuben trinken, um die Füße und das Hirn wieder aufzutauen. Oder lecker Latte Macciato im Strand 33 – mit Blick Strand auf Amrumaufs Meer. Zwischendurch machten wir einen Abstecher ins Amrumer Museum oder besuchten die zahlreichen Teeläden.

Da wir ja die Räder dabei hatten, konnten wir die Insel erkunden. Dabei genossen wir es sehr, direkt am Meer entlang zu fahren. [Auch, wenn dann immer wieder Ebbe war.] Jetzt sind die zwei Wochen jedoch schon wieder vorbei und in knapp 48 Stunden machen wir uns wieder auf den Rückweg. Sicher ist jedoch, dass wir zurück kommen werden. Denn selbst Regen und Sturm wirken auf Amrum beruhigend und erholsam. Und bis dahin bleiben die vielen Fotos, die wir gemacht haben.

Online – Offline

Heute haben wir uns entschieden den ersten Tag online zu gehen – mit Hilfe des Vodafon-UMTS-Sticks. Den ganzen Vormittag sitze ich nun berufsbedingt am Telefon und bin nebenbei online. Dabei merke ich erst, dass mit das Web in den letzten drei Tagen irgendwie gefehlt hat. Nicht schlimm und auch nicht schmerzhaft, aber irgendwie gehört es dazu. Es gehört dazu schnell online nachzusehen, wann der Leuchtturm auf Amrum geöffnet ist. Obwohl ich die Zeit draußen an der frischen Luft viel mehr genieße als die hier am PC.

Inselgrüße I

Die ersten beiden Tage Amrum liegen also hinter uns. Nachdem wir im strömenden Regen einmal quer über die Insel geradelt sind – dabei zweimal an unserer Ferienwohnung vorbei – genießen wir nun die Ruhe, den Wind, das Meer. Die Nordsee hat schon was tolles: Von blauen über grauen Himmeln, eisigen Wind, wärmenden Sonnenschein hatten wir in zwei Tagen schon alles dabei.

Aber vor allem können wir hier schlafen. Und das tun wir auch. Morgens, mittags, abends. Was kann es schöneres geben? Zwischendurch laufen wir über den Deich, lesen (Danke K. für den prima- tollen Schafskrimi – ich schmeiß mich ständig beim lesen weg), genießen das Nichtstun.

Die Wohnung ist übrigens toll und bald gibt es auch ein Foto von unserem Ausblick. Jetzt genießen wir erstmal wieder die Insel…

Urlaubsvorbereitungen

Woran erkennt man einen echten Digital Native? – Er (oder besser: Sie) kann nicht ohne den Draht zum Internet in den Urlaub fahren. Deshalb haben der Freund und ich auch beschlossen, den Laptop inkl. UMTS-Stick mit nach Amrum zu nehmen. Nicht, dass wir da den ganzen Tag online sein wollen. Aber irgendwie ist es ungemein beruhigend zu wissen, dass nicht nur mein Handy herhalten muss…

Außerdem kommen aber auch die Fahrräder mit. Deshalb habe ich heute auch das erste Mal in meinem Leben ein Fahrrad gewachst. Als Schutz gegen die Meerluft. Jetzt geht es also langsam los. Juhu!