Das Studium ist vorbei. Heute war die letzte (mündliche) Prüfung. Alles bestanden. Aus. Vorbei.

Ich checks noch nicht so richtig. Komisches Gefühl. Irgendwie.

Zum Diplomkolloquium, bei dem ich die Note für meine Diplomarbeit bekomme. Ich dachte, schlimmer kann es nach drei Monaten Nervenkrieg (wegen dem Schreiben) nicht mehr werden. Naja, ich lerne immer noch dazu.

Es ist geschafft. Heute. 10 vor 12. Wir stehen im Sekretariat unseres Studiengangs und geben unsere Diplomarbeiten ab. Drei Monate Arbeit, vgl., Wein, Angst, Stress und Verzweiflung liegen hinter uns. Die Seiten sind fertig gedruckt und nun liegt es nicht mehr in meiner Hand.

Aber es gibt einige Menschen, die haben mit mir gelitten und ihnen witme ich diese Zeilen.

Danke, C., für das Diplompäckchen ganz am Anfang. Für Telefonate mit aufmunternden Worten. Fürs Durchlesen meiner Hirngrütze, die sich Diplomarbeit nennt. Dafür, dass du die letzten Tage hier neben mir gesessen hast. Dafür, dass du mich bestärkt hast und heute mit uns die Arbeiten von der Druckerei geholt hast. Und das du am Samstag mit uns so prima feiern warst!

Danke, Mama, für die finanzielle und mentale Unterstützung, auch über 400 km hinweg. Danke für die kulinarischen Genüsse, die du hast einfliegen lassen.

Danke, M. für’s Runterholen, wenn ich mich in die Panik reingesteigert habe. Danke für Parties zur Ablenkung. Und danke fürs GG gucken und Weintrinken, wenn ich nicht mehr denken konnte! Danke.

Danke, H. und A. für aufbauende Studi*VZ-Nachrichten, zahlreiche Telefonate, fürs Durchlesen und fachliche Ratschläge (Öhm, wie zitiert man nochmal?!). Danke für das Verständnis zwei Monate auf mich verzichten zu müssen. Danke für alles!

Danke, T., für das Gespräch in Dieburg. Für die Korrekturen und die Tipps, ohne die sicher einiges schwerer gewesen wäre.

Danke, Tiffy, für die Selbstbeschäftigung, wenn “Mama” schreiben musste.

Danke ALDI für den billigen Wein, Fertiggerichte und Kaffeepads im Sortiment.

Danke, Tassilo (mein Laptop) für’s Durchhalten, nicht Abkacken und immer schön Zwischenspeichern.

Danke, G*Mail für das Bereitstellen von genug Webspace um Sicherheitskopien zu speichern.

Und last, but not least, danke liebe Leserschaft für Tipps, Beistand und dafür, dass ihr immer noch vorbeischaut. Der Diplomarbeits-Content hat nun bald ein Ende!

Wie soll ich eine Einleitung und ein Fazit für meine Diplomarbeit schreiben, wenn ständig das Telefon klingelt?! Wie?

Und auch in dieser Version einzigartig.

[aus der Kategorie: Aufmunterung für Zwischendurch]

Alle, wirklich alle, waren gestern feiern. Nur ich nicht. Ich saß brav zu Hause und habe mich mehr oder weniger meiner Diplomarbeit gewitmet. Aber mal ehrlich: Das hilft mir auch nicht weiter. Klar, beruhigt es mein Gewissen. Aber wenn mir der Lieblingsbruder eineinhalb Stunden am Telefon erzählt, wieviel Spaß die in WSF haben (nicht nur Samstagabends, sondern immer), dann habe ich keine Lust mehr hier zu hocken und nichts berichten zu können, außer: Tja, könnte schon mehr Seiten haben. Und: Ja, war gestern wieder arbeiten. Okay, es ist nur noch eine Woche, also durchaus absehbar. Das Ende der Diplomzeit wird zwar mit einer rauschenden “Geschafft-und-auch-zufällig-Geburtstags”-Party gefeiert, aber ich will jetzt liebe Menschen um mich herum haben. Ich will jetzt mit Freunden weggehen. Aber ohne schlechtes Gewissen, dass eigentlich eine Arbeit geschrieben werden müsste. Ich will das diese komische Arbeit endlich fertig. Sonst raste ich noch aus! Ehrlich!

PS. Ein Lichtblick ist schon mal in Sicht: Freitag, BigCityBeats Vol.8 Abriss-Party. Das muss sein.

Ich werde kein Freund von wissenschaftlichem Arbeiten. Dieses ganze “vgl.”, Fußnoten und Expertengesprächszeug nervt und das braucht kein Mensch. Basta.

… wie ich 60 (sechzig!) Seiten füllen soll. Im Moment krepel ich hier rum und komme nur schleppend voran. Mache erstmal ‘n WordPress-Update. Vielleicht wird es dann besser.

  • Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen: 2,5 Seiten.
  • Ich kann nachts nicht mehr einschlafen.
  • Die Arbeit macht mich leicht depressiv. Zur Selbstberuhigung nehme ich jetzt aber Johanniskrauttabletten.
  • Endlich sind alle 5 Interviews abgetippt. Das sind 104 Seiten, Arial, Schriftgröße 11.
  • Ich bräuchte dringen Abwechslung, kann aber nicht mit dem schlechten Gewissen leben einen Tag zu verschenken, weil ich entweder die Nacht durchgetanzt habe oder einen Tag draußen verbringe.
  • Kann mich vielleicht jemand von euch retten? Danke.

    A:

    Na, wie läuft’s mit der DA?

    ich:

    Na ja, hab mir heute morgen Johanniskrauttabletten gekauft, um meine Stimmung aufzuhellen. Sagt alles, oder?

    A:

    Mmmh, ja.