Vor ca. zwei Wochen machte ich beim Hohes C Naturelle Gewinnspiel mit. Es ging um einen dreiwöchigen Büro-Bringservice meiner Lieblingssorten Hohes C Naturelle. Und was soll ich sagen – ich hab gewonnen. Heute morgen kamen dann die ersten zwei Flaschen (Apfel/ Birne – semilecker und Apfel/ Grapefruit – superlecker) zu mir nach Hause. [Ich wollte sie nach Hause bekommen.]  Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, was ich mit der dritten Woche mache, da bin ich nämlich eigentlich schon auf Amrum.

Das Wochenende steckt mir noch irgendwie in den Knochen. Nicht nur die Vorwürfe 10 Minuten nach unserer Ankunft, dass man sich nicht auf uns verlassen kann. Das sind wir gewohnt. Auch nicht das nervige Abwinken, weil eh alle keine Ahnung haben und eigentlich stroh doof sind. Auch nicht der stressig Samstag, der mit viel Bowle und Weißwein endete. [Das brach mir aber leicht das Genick.]

Das, was mir noch in den Knochen steckt, ist der Besuch bei einer Freundin. Über deren Ankündigung heiraten zu wollen, ich vor zwei einhalb Jahren noch das schreib. Ich weiß noch genau, wie es mir damals ging. Damals hatte ich wirklich das Gefühl, stehen geblieben zu sein. Einfach nicht weiter zu kommen. Heute – zwei Jahre später – hat sie es perfektioniert einem dieses Gefühl zu vermitteln. Gerade hat sie ihr zweites Kind bekommen. Sie überlegen das Häuschen zu kaufen, in dem die kleine Familie gerade lebt. Und deshalb bemerkt sie immer “ganz nebenbei” und mit einem leicht sarkastischen Unterton, dass manche von uns noch in WGs wohnen. In der traditionellen ostdeutschen Platte, in der die Lebensqualität nun nicht allzu perfekt ist. Ich erzähle von meiner Arbeit und dem Plan, irgendwann auf der Karriereleiter nach oben zu klettern und sie kontert: “Hallo, wir sind fast 30!”

Als wir das Haus verlassen, denke ich die ganze Zeit darüber nach, warum ich es nicht schaffe mit dieser besagten Freundin Kontakt zu halten. Aber langsam wird es mit klar: Ich habe nicht “kein” Leben, so wie sie es mir weismachen will. Mein Leben ist eben nur anders. Und somit klappt das mit uns nun mal nicht. Familie und Kinder kann man doch auch nach 27 bekommen. Auch, wenn sie das nicht glauben will.

So ruhig, wie es in meiner kleinen Onlinewelt gerade ist, ist es in der realen nicht wirklich. Aber von Tag zu Tag, Woche zu Woche, merke ich, wie sehr ich meinen Urlaub brauche. Ich habe das Gefühl nicht mehr in mir zu ruhen, ständig unterwegs zu sein, kaum auszuruhen, macht die Sache nicht besser. Ich bin ausgebrannt, habe das Gefühl so gar nicht mehr kreativ sein zu können. Drei Wochen und vier Tage. Mein Mantra.

In der vergangenen Woche hatte ich ja Besuch von der Lieblingsschwester K. und dem Lieblingsneffen P. Während ich mich jedoch auf der Arbeit rumdrücken musste, durfte die besagte Familie in meiner Wohnung verweilen und – das bekam ich direkt am ersten Abend bei meiner Rückkehr zu spüren – meine Bude auf den Kopf stellen. Nicht nur, dass meine Schwester alle Klamotten – egal ob dreckig oder nur “rumliegend” – die sie in die Finger bekam, in die Waschmaschine steckte. Nein, jetzt wurden auch noch meine Schubladen umsortiert, Handtücher neu gefaltet (weil ihre Art “viel effektiver” ist), die Badutensilien neu geordnet und – das bemerkte ich dann heute – auch noch der Stecker meines CD-Players gezogen, sodass ich die Uhr erstmal neu stellen musste. Und ja, eigentlich ist es toll, wenn “die Heinzelmännchen” die Wohnung aufräumen, während man selbst am Schreibtisch hockt. Aber mal ehrlich – kann ich meinen Haushalt nicht allein recht gut führen? Räume ich sämtliche Klamotten von A nach B, wenn ich bei ihr bin?

Und während ich mich wieder abrege – meinen Unmut darüber hat sie schon abbekommen – begebe ich mich auf die Suche, was denn noch alles anders ist, in meinen vier Wänden.

Zwei Tage mit den Freundinnen: Emily Bronte, Jane Austen, Shopping, Beautyabend, Wein und Reden – bessers gehts nicht. Und auch wenn ich in Wuppertal nicht in der Schwebebahn gesessen habe, sondern die Geschäfte der Innenstadt zu Fuß erkundete, so genoß ich doch jede Minute.

Zwei Nächte habe ich jetzt in meinem Bett geschlafen, aber nun ist schon der nächste Kurztrip geplant. Das Wochenende wird nämlich spontan mit dem Lieblingsneffen verbracht. Zudem muss ja auch das Häschen wieder aus dem Urlaub abgeholt werden. Lieblingsneffe P. kümmert sich ja seit zwei Wochen ganz liebevoll um das Hasi.

Der Plan für’s WE: Spaß haben, Gardinen anbauen und am Montag noch ein leckeres Geburtstagsfrühstück abstauben. ;)

Eigentlich lassen sich die Menschen ja eher zu negativen Berichten über Dienstleistungen hinziehen, aber heute muss ich mal ein Loblied singen. Denn obwohl eine Freundin letztens noch darüber wetterte, wie schlecht der Service der P*ackstation ist, muss ich heute mal sagen: Danke, dass bei der P*ackstation so nette Menschen arbeiten. Ich finde den Service nämlich toll – er ist genau so, wie er sein muss.

Angefangen hat alles am Sonntag, als der Freund und ich vor der P*ackstation standen und ich eigentlich mein Päckchen abholen wollte. Leider war das Fach leer. Zuerst wollte ich mich künstlich aufregen, warum an man an der P*ackstation nur eine Service-Hotline-Nummer (die Geld kostet) findet und nicht direkt über Knopfdruck mit einem Menschen verbunden wird (heute weiß ich, dass ich den Knopf nur übersehen habe). Aber ich entschied mich, meine Nerven zu schonen und von zu Hause einfach eine Mail zu schreiben. Dies tat ich auch. Und dann hieß es warten.
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Ich hasse es. Werde hin und her gereicht. Keiner sagt, wie. Keiner sagt, wo. Sitze zwischen den Stühlen. Aber wenigstens weiß ich, dass ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen kann. Richtig entschieden.

Heute wohne ich genau 1 Jahr in H*annover. Die Bilanz sieht aber eher mau aus: Noch nicht im Zoo gewesen, noch nicht im S*eaLife, aber dafür mal beim Fußball und öfters im I*kea. Diesen Sommer muss ich natürlich noch viel mehr entdecken… Ick freu mir.

Derzeit könnte man ja denken, das Leben wäre viel leichter, wenn man nur F*acebook-Mitglied wär. Man müsste nur Fan einiger Unternehmensseitenwerden und hätte fast ausgesorgt. Da wimmelt es schließlich in letzter Zeit nur so von “Gutscheinen”, “Gewinnspielen” und sonstigem Extra-Kram.

Manchmal frage ich mich aber, ob diese Vergünstigungen (sofern es wirklich welche sind) die Sache mit dem D*atenschutz eigentlich aufwiegen. Wenn F*acebook aus meinem Mail-Account sämtliche Adressen zieht, um diese mit gefakten Einladungen zu zuspamen und dann noch auf Handynummern zurückgreift, um “gemeinsame Freunde” zu finden, ist mir das echt ein bisschen zu viel. Da helfen auch keine Angebote, mich dahin zu locken. Und die nervenden Mails meiner Freunde – naja, eigentlich die nervenden Mails von F*acebook – werden mich auch nicht umstimmen. Die landen eh direkt im S*pam-Ordner.

Dennoch scheint das ja ziemlich viele Menschen gar nicht zu jucken. Also fange ich an, an mir zu zweifeln. Ist das Ver*folgungswahn? Oder werde ich in einigen Jahren sagen: Tja, ich habs gleich gewusst? Oder? Oder? Oder?