Gestern habe ich es geschafft. Mit dem Telefon am Ohr (also zwischen Kopf und Schulter geklemmt) will ich das Hasenstreu auf den Boden zurück bringen und *plopp* fällt die Wohnungstür zu. Den Schock – ups, der Schlüssel liegt ja IN der Wohnung und ich bin DRAUßEN – noch nicht ganz verarbeitet, sage ich noch so zur Lieblingsschwester: “Naja, dann muss eben die Lieblingsnichte mit dem Zweitschlüssel kommen.” – “Nee”, sagt die Lieblingsschwester “der liegt schon hier in meiner Küche.” Öhm. Also zum Glück. Weil sie nämlich auch in Niedersachsen wohnt und nicht wie der Freund – der den Schlüssel normalerweise hat – in Hessen. Also musste die Lieblingsschwester samt Lieblingsneffen angeritten kommen, damit ich wieder in meine Wohnung kann. Das Hasenkind hatte natürlich in der verbleibenden Stunde, die ich sitzend VOR meiner Tür verbrachte, sämtliche Kabel in meinem Wohnzimmer probiert. Ihr gehts aber immer noch gut. Und ich habe an diesem einen Abend extrem fürs Leben gelernt: Nimm den Schlüssel mit, wenn man eine Feuerschutztür aus Eisen hat!

- das war eher Tine-typisch -

Heute bin ich mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Das allererste Mal in meinem Leben.

- das ist eher Tine-untypisch -

Mein neuer Arbeitgeber hat für seine Mitarbeiter einen Fitnessraum im Keller. Dienstags ist da Bauch-Beine-Po. Heute war ich das erste Mal da. Morgen werden mich meine Bauchmuskeln umbringen und ich werde höchstwahrscheinlich im Stehen arbeiten. Oh man.

Das bin ich zur Zeit echt. Sollte öfter zum Sport gehen. Mich nicht so hängen lassen. So geht das echt nicht weiter!

Na dann wäre ich diese Woche sicher gestorben. Bin richtig stolz auf mich, denn diese Woche war ich 4 von 5 Mal im Killer… Und das nur durch eiserne Selbstmotivation. Heute muss das Killer leider doch ausfallen, denn es sind noch ein paar Sachen zu erldigen. Aber das Sportprogramm für heute steht trotzdem: 1 h putzen, 20 Min. radfahren (zum Aldi) und heute Abend ca. sechs Stunden tanzen. Das sollte erstmal genügen. (Das neue “Weight Watchers”-Buch sagt mir nämlich auch, dass ich dadurch eine Menge Bonus-Points bekomme.) Aber irgendwie müssen die gefühlten 12 kg, die ich im Urlaub zugenommen habe, auch wieder runter. ;)

Eigentlich sollte dieser Eintrag “Motivationsschub” heißen. Eigentlich wollte ich darüber schreiben, dass eine Frau nichts mehr motiviert ins Fitnessstudio zu gehen als der Satz “Mmmhh, man sieht dir eindeutig an, dass es dir sehr gut geht.” oder “Du hast aber auch zugelegt, siehst deiner Mutter immer ähnlicher.” Und ich wollte darüber schreiben, dass ich gestern im Killer war. Und das ich dank dieser Sprüche, die ich am Wochenende von meiner Familie zu hören bekam (und ich bekomme diese Sachen schon seit ich denken kann von meiner Familie zu hören), einige Nächte wach lag und mir überlegt habe, was ich den ganzen Tag über gegessen habe. Und das ich immer wieder den Gedanken hatte, dass ich das hätte auch lassen können. Schließlich kann sich mein Körper erstmal von seinen Reserven am Leben erhalten.
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Meine Bauchmuskeln. War schon sehr lange nicht mehr im Killer. Zuerst das tolle Wetter, was mich eher an den See als in die Mucki-Bude getrieben hat und dann der Stress, der es nicht erlaubt hat, die Zeit mit Training zu “verschwenden”. Aber gestern waren M. und ich endlich mal wieder da. Und dann auch gleich beim Bauchkiller-Kurs. Heute weiß ich dann auch wieder, dass ich sehrwohl noch Bauchmuskeln habe. Ich kann sie nämlich wieder spüren.

Es war Anfang Februar als ich das erste Mal ins Killer ging. Ich bin also mittendrin im dritten Monat. Und wenn es jetzt nach einige meiner Bekannten und Freunde ginge, würde ich das dann auch Anfang Mai wieder fallen lassen. Deshalb rufe ich euch jetzt mal zu: Nee, ich werde Anfang Mai gar nix fallen lassen. Das Training macht Spaß und die Figur, die ich gern hätte, ist (leider) noch in der Ferne. Sie ist in Sicht, aber doch erst am Horizont.

Als ich dann vor einigen Wochen bei Sero vom Projekt Stahlarsch erfahren habe, musste ich schon etwas schmunzeln. Man könnte fast denken, die Blogosphäre wäre im Fitnessrausch. Bei mir ist aber erstmal Projekt Waschbrettbauch dran, dann kommt der Stahlarsch. ;)

Das war vielleicht ein Tag:

* Mit dem Fahrrad zum Killer.
* 30 Minuten auf dem Stepper (oder wie das Ding auch immer heißt).
* Locker lässiges Training, so wie es vorgeschrieben ist.
* Erholung in der Sauna.
* Zurück nach Hause. Klamotten in die Ecke geschmissen.
* Weiter zu D., natürlich mit Fahrrad.
* Radtour nach Reinheim. Einmal durch den Schlamm um den Teich. Ab zur Eisdiele.
* Zurück nach BR. Und heute weiß ich echt, was ich gemacht habe. ;)

Ja, ich habe es getan. Ab heute gehe ich ins Fitnessstudio. Der Vertrag ist unterschrieben und heute hatte ich dann auch gleich das erste Training. Es hat Spaß gemacht und endlich habe ich nicht mehr dieses schlechte Gewissen vor dem Fernseher zu versauern. Ich tue mal wieder was und das tut gut!!

Und bevor jetzt alle mit dem altbekannten Spruch kommen: “Ich kann dir mindestens 20 Leute nennen, die nach drei Monaten aufgegeben haben…” Ich habe das jetzt mehr als einmal gehört. Aber bei dem Preis verspreche ich euch, dass ich mich hinschleppen werde. Wirklich!!