Vor einigen Wochen war ich relativ verzweifelt – ich hatte mal wieder einige Bücher nur so verschlungen und stand also wieder vor dem Problem: Und was lese ich als nächstes? Zum Glück hatte ich gerade Freundin H. am Telefon, die mir von dem Buch “Die Bücherdiebin” von Markus Zusak erzählte. Es sei toll. Toll. Toll.

Ich vertraute H., auch wenn ich mir nach den ganzen N*azi-Büchern aus der Schulzeit (haben wir – außer Faust – eigentlich mal ein Buch gelesen, was nicht mit mindestens einem N*azi zu tun hatte?!) geschworen hatte, ein Buch mit N*S-Hintergrund nicht mehr in die Hand zu nehmen.

Heute Nacht habe ich “Die Bücherdiebin” beendet und muss sagen: Sehr, sehr schönes Buch. Jede einzelne Silbe lohnt sich, jede Minute die man investiert. Die Geschichte um die kleine Liesel Meminger, die erst ihren Bruder, dann ihre Mutter verliert und später doch Menschen in ihrem Leben hat, die ihr alles bedeuten. Erzählt wird die Geschichte vom Tod, der Liesel das eine oder andere Mal über den Weg läuft. Während des 2. W*eltkrieges war das ja auch kein Problem – für den Tod. Die 608 Seiten sind eine Liebeserklärung an die Worte – und an das Leben. U N B E D I N G T lesen. Echt.

Hier habe ich die Liste der 100 beliebtesten Bücher der ZDF-Zuschauer gefunden. Und jetzt werde ich euch teihaben lassen, welche ich davon schon gelesen habe (fett markriert). Bin selbst gespannt, wieviele es werden…
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Sie findet einfach immer die richtigen Worte.

Wenn dunkle Wolken den Horizont bedecken,
und wilde Stürme Ängste wecken.
Wenn plötzlich alles verloren scheint,
dann bist du da für mich, mein Freund.

Wenn es keinen Ausweg gibt
und ich fühl mich ungeliebt.
Wenn man von Sonnenschein nur träumt,
dann bist du da für mich, mein Freund.

Doch zwischen all den bösen Geistern,
werden wir schon alles meistern.
Denn nicht nur, wenn die Freude schäumt,
bin ich da für dich, mein Freund.

© CW

ODER: Sinnlos abhocken

Drei Hohlfrüchte sitzen zusammen. Wenig bis gar nicht geschlafen und das kommt dabei raus:

“Die haben mich angefratzt!” (M³)

Und jetzt gucken wir auch noch hr… Roy Black! Dabei kann M³ ihn nicht erkennen.

“Er kann nur farbig sehen, bei grau geht nix.” (C)

Oh man, das kann heute nur böse enden. Aber bald hat das auch ein Ende. Und morgen bringt man mir bestimmt mein Hirn zurück. Das ist gestern im Club irgendwie verloren gegangen.

—-

* O-Ton C

Auch heute haben ich noch einen Klos im Hals, wenn ich an die letzte Nacht denke. So gegen 1 Uhr las ich die letzten Zeilen von “B:Seite – dahinter alles anders” und es stimmt: dahinter ist wirklich alles anders!

Dabei war ich nicht besonders schnell im Lesen. Das hat zwei Gründe. Zum einen wollte ich mir bewusst Ruhe gönnen. Die letzten Bücher habe ich nur so verschlungen, aber die “B:seite” muss man genießen. Man muss sich ganz mit diesem Buch auseinander setzen , etwas anderes hätte es nicht verdient. Zum zweiten war ich beim Lesen sehr egoistisch. Ich wollte nicht, dass es vorbei ist. Und habe es deshalb auch mal schwerenherzens zur Seite gelegt. Gestern ging es aber nicht mehr. Und nun ist es vorbei.

Knapp einen Monat habe ich mit Lasse, Finn, Malte, Florian und natürlich Lena verbracht. Ich habe mit ihnen gelitten und ich habe auch manchmal nicht verstanden, warum die Figuren Dinge nach einem bestimmten Muster machen. Dass das am Ende alles ein Rundes Bild ergibt, konnte ich ja am Anfang noch nicht wissen. Jetzt – im Nachhinein – ist mir einiges klar. Und ich kann nicht mehr sagen, als: Tolles Buch! Ich habe selten etwas gelesen, in dem die Figuren so gut ausgearbeitet und mit so viel Liebe vorgestellt werden. Die Autorin hat mir ihrem Erstlingswerk eine bezaubernde Geschichte geschaffen, die kein Auge trocken lässt. Und deshalb auch die Warnung: “B:Seite – dahinter alles anders” macht süchtig und noch gibt es ja keinen Nachschub… ;)

“Hiiilllllfffeee!!!” Da war er wieder: Dieser schmerzverzerrte Schrei. Woher er kam, konnte er nicht orten. Noch nie hatte er einen Menschen so schreien hören. Und doch konnte er nicht erkennen, wo sich die Person befindet.

Er stand auf der Straße, direkt unter einer Laterne. Viel Zeit hatte er nicht mehr, denn wer so verzweifelt um Hilfe schreit, der hat ein echtes Problem.
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Finde, heute ist der richtige Tag um das Buch zu kaufen. Passt irgendwie.

“Ich bin nicht tot,
ich tausche nur die Räume.
Ich bin in euch
und geh durch eure Träume.”

Michelangelo

Es war ein wunderbarer Morgen: Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten. Es war ihr Morgen, denn heute war ihr Geburtstag. Soviel würde sich ändern und doch würde alles irgendwie gleich bleiben. 18, endlich 18.

Als sie die Augen aufschlug war es schon da. Das gelbe Päckchen lag zwischen den anderen Geschenken und wirkte doch irgendwie verloren. Es kam mit der Post, nicht durch freundschaftliche Hände ins Haus. Es war schon weit gereist, um ihr heute eine Freude zu bereiten. Fragend schaut sie sich um. Von wem ist das? Doch es ist keiner da, der ihr eine Antwort geben kann.

Die Antwort kommt mit dem Öffnen, denn die Geschenke sind so einmalig und doch nichts besonderes. Es sind Sachen, die man zum Geburtstag verschenkt, wenn man das Geburtstagskind nicht kennt. Er kannte sie auch nicht. Nicht persönlich. Die einzige Zeit, die sie mit einander verbrachten war virtuell oder am Telefon. Aber heute war es anders. Zwischen den Sachen lag ein Brief. Vier Seiten voller Glückwünsche und Tiefsinnigkeit.

Sie zog sich zurück, faltete die Seiten auseinander und begann zu lesen. Die Worte standen blau auf weiß vor ihr, aber es war so, als wäre er da. Als würde er ihr sagen, was er vor ein paar Tagen aufgeschrieben hatte. Als könnte sie ihm die Zigarette wegnehmen und selbst daran ziehen. Als könnte sie ihn in den Arm nehmen, obwohl sie das noch nie gemacht hatte. Diese einfach Zeilen verbreiteten Wärme, Verständnis. Verständnis für einen Menschen, den man nicht kannte. Diese Zeilen gaben Halt und Mut und Vertrauen in die Zunkunft. Davon hatte sie nämlich in diesen Tagen zu wenig. Und gerade er, der eigentlich nichts machen konnte, setzte ihre Welt wieder zusammen.

Sie redet heute noch manchmal von ihm. Auch wenn sie schon so lange nichts mehr von ihm gehört hat. Seine Zeilen spenden immer noch Kraft. Und wenn ich sie treffe kann ich spüren, dass er immer noch ein Teil ihres Lebens ist.