So muss es wohl sein, das “wahre Leben”. Ich habe heute, wenn ich nach Hause komme, die erste durchgängige Arbeitswoche – mal abgesehen von den Praktikumsplätzen – hinter mir. Fünf Tage jeden morgen halb sieben aufstehen und abends gegen halb zwölf schlafen gehen. Wow, das schlaucht. Besonders wenn man bis jetzt ein verwöhnter Student war, der die meiste Zeit zu Hause verbringen durfte. Klar mussten wir da auch was tun – aber trotzdem durfte man ja ausschlafen. Nun hat das “süße Studentenleben” ja eh bald ein Ende und trainiere schon mal für das, was danach kommt… 

Also heute hätte das Benzin auch 20€/Liter kosten können, ich hätte trotzdem das Auto dem Bus vorgzogen!! Sorry, aber irgendwann nach acht Stunden Arbeit möchte man einfach nur noch nach Hause und wenn dann der Bus einfach nicht kommt, tendiert meine Stimmung automatisch gen Null. Manchmal denk ich, hier machen die Busfahrer sowieso, was sie wollen.

Für Deutschland. Heute Abend.

Zum Diplomkolloquium, bei dem ich die Note für meine Diplomarbeit bekomme. Ich dachte, schlimmer kann es nach drei Monaten Nervenkrieg (wegen dem Schreiben) nicht mehr werden. Naja, ich lerne immer noch dazu.

Kann mir das mal jemand erklären?? Ich verstehe es nämlich nicht. Und auch, wenn es wieder einmal „das alte Lied“ ist: Studiengebühren sind ätzend und (in Hessen) keinesfalls verfassungskonform – egal was sie Richter sagen!!
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Gestern, Ärzte-Konzert in Hannover. Julia war übrigens auch da. Es war der Hammer! Ich kann mich an kein Konzert erinnern, was so, so geil war. Die Ärzte könnte ich mir glatt vier mal im Jahr ansehen und die 35 Euro waren genau richtig investiert!! Und, dass Farin auf meiner “Liste, der Männer mit denen ich schlafen darf und mein Freund dürfte mich deswegen nicht verlassen” ganz oben steht, hat sich gestern mal wieder bestätigt. :P

PS. Die Vorband “Muff Potter” rockt übrigens auch ziemlich… Sehr, sehr geil!

Es ist geschafft. Heute. 10 vor 12. Wir stehen im Sekretariat unseres Studiengangs und geben unsere Diplomarbeiten ab. Drei Monate Arbeit, vgl., Wein, Angst, Stress und Verzweiflung liegen hinter uns. Die Seiten sind fertig gedruckt und nun liegt es nicht mehr in meiner Hand.

Aber es gibt einige Menschen, die haben mit mir gelitten und ihnen witme ich diese Zeilen.

Danke, C., für das Diplompäckchen ganz am Anfang. Für Telefonate mit aufmunternden Worten. Fürs Durchlesen meiner Hirngrütze, die sich Diplomarbeit nennt. Dafür, dass du die letzten Tage hier neben mir gesessen hast. Dafür, dass du mich bestärkt hast und heute mit uns die Arbeiten von der Druckerei geholt hast. Und das du am Samstag mit uns so prima feiern warst!

Danke, Mama, für die finanzielle und mentale Unterstützung, auch über 400 km hinweg. Danke für die kulinarischen Genüsse, die du hast einfliegen lassen.

Danke, M. für’s Runterholen, wenn ich mich in die Panik reingesteigert habe. Danke für Parties zur Ablenkung. Und danke fürs GG gucken und Weintrinken, wenn ich nicht mehr denken konnte! Danke.

Danke, H. und A. für aufbauende Studi*VZ-Nachrichten, zahlreiche Telefonate, fürs Durchlesen und fachliche Ratschläge (Öhm, wie zitiert man nochmal?!). Danke für das Verständnis zwei Monate auf mich verzichten zu müssen. Danke für alles!

Danke, T., für das Gespräch in Dieburg. Für die Korrekturen und die Tipps, ohne die sicher einiges schwerer gewesen wäre.

Danke, Tiffy, für die Selbstbeschäftigung, wenn “Mama” schreiben musste.

Danke ALDI für den billigen Wein, Fertiggerichte und Kaffeepads im Sortiment.

Danke, Tassilo (mein Laptop) für’s Durchhalten, nicht Abkacken und immer schön Zwischenspeichern.

Danke, G*Mail für das Bereitstellen von genug Webspace um Sicherheitskopien zu speichern.

Und last, but not least, danke liebe Leserschaft für Tipps, Beistand und dafür, dass ihr immer noch vorbeischaut. Der Diplomarbeits-Content hat nun bald ein Ende!