Seit Freitag habe ich nie länger als eine Nacht in einem Bett geschlafen. Ich hüpfe sozusagen seit Donnerstag durch sämtliche Betten, quer durch Deutschland. Heute Morgen war es dann soweit: Panisch schaue ich mich um, suche nach T. und habe keine Ahnung, wo ich gerade bin. Nach einigen Sekunden fiel mir dann ein, dass ich bei meinem Bruder im Zimmer liege. Und obwohl das hier mein eigentliches Zuhause ist, brauche ich ein wenig um es akzeptieren zu können. Ich sollte zur Ruhe kommen. Das ist ja wie Abenteuerurlaub.

Alle fragen, wie es denn läuft mit den Vorstellungsgesprächen. Wie es in Leipzig bei der Agentur war. Und ob ich jetzt wieder in den Osten ziehe. Ich kann es nicht mehr hören. Und vor allem kann ich nicht darauf antworten. Denn immer wieder zu erklären, was los ist und wie es weitergehen soll, das bedeutet auch, sich damit auseinander zu setzen. Entscheidungen zu treffen. Und zu begreifen, dass sich mein Leben mal wieder ändern wird. Aber eigentlich habe ich da keine Lust drauf. Nicht schon wieder.

Die Bahn zum Frankfurter Hauptbahnhof ist ja immer ziemlich voll. Aber wenn die Herren der Schöpfung es nicht einmal für nötig erachten für eine schwangere Frau ihren Sitzplatz zu räumen, dann frage ich mich, wie es in diesem Land soweit kommen konnte. Männer sind auch nicht mehr das, was sie noch nie waren.


Ich habe ihr dann meinen Platz angeboten. Alles muss man selber machen.

Okay, nachdem wir auf Krabi und Ko Phi Phi mehr als durch den Monsun mussten, haben wir nun auch Phuket hinter uns gelassen. Seit gestern verweile ich wieder in Bangkok, einer Stadt, ueber die ich nicht richtig sagen kann, ob ich sie mag. Eigentlich ist sie zu voll, zu laut, zu stickig, zu Bangkok eben. Das war zumindest gestern noch meine Meinung… Heute habe ich der Stadt ihre zweite Chance gegeben und muss sagen, geht schon. Okay, sie ist immer noch laut und es stinkt an jeder Ecke, aber sie hat ihren Charme. Das muss man ihr lassen. Leider haben wir nur noch morgen hier – dann geht es zurueck ins kalte Deutschland…

Den Abschlussbericht gibt es dann auch wieder von zu Hause aus. Hier in nem Internetcafe kann ich mir keine abschliessende Meinung bilden. ;)

Ich bin wieder auf dem thailaendischen Festland. Nachdem wir zwei Naechte auf Ko Samui verbracht haben (in Huetten direkt am Meer – ein Traum!) haben wir uns heute auf den Weg nach Krabi gemacht. Fuenf Stunden hatte man uns versprochen, gefahren sind wir dann doch den ganzen Tag… Na ja, so ist das eben hier in Thailand.

Ko Samui ist das, was man sich vorstellt: Touristische Hochburg, piek-feine Nobelhotels und naja, den ganz weissen Strand haben wir nicht gefunden. Dafuer haben wir uns einen mumifizierten Moench der eine Sonnenbrille traegt angesehen. Jetzt erkunden wir mal den Nachtmarkt von Krabi und suchen nach etwas Essbaren. Und morgen?? Tja, das weiss ja kein Mensch. ;)

Im Moment sind wir auf Ko Pha Ngan – und nein, wir bekommen hier ueberhaupt nix vom Ausnahmezustand in Bangkok mit – genauer am Hat Rin… Das ist DER Partystrand der Insel, aber mir ist gar nicht nach Party… Egal. Gestern war es viel zu ruhig. Da waren wir am Had Sadet und das kann man wohl als thailaendisches Outback bezeichnen: Winziger Strand, drei Resorts, kein Empfang mit dem Handy. Mein Mitreisender verglich es just mit Dresden und bezeichnete es als “Tal der Ahnungslosen”… ;) Wie gesagt: Heute wieder touristisches Zentrum. Ich habe mir mittlerweile nicht nur in Malaysia, sondern auch in Thailand die Haare schneiden lassen und morgen gehts weiter nach Ko Samui… Das Leben kann so aufregend sein!