Was macht Frau, wenn der Liebste im hessischen Outback und nicht in der niedersächsischen Metropole wohnt? – Richtig, sie holt den neuen Teppich allein von der Post, trägt ihn die drei Straßen bis nach Hause, schleppt ihn die 80 Stufen in den 5. Stock und packt ihn sehnsüchtig – allein – aus. Sie kann sich aber auch als erstes darüber freuen, wie toll das Wohnzimer jetzt aussieht. Und er fand ihn ja eh nicht soooo toll.

So, die Heizung ist seit gestern Abend an. Und die Lebensqualität zurück. Eine warme Wohnung ist schon echter Luxus.

Ich habe heute Nacht geträumt, dass sich der Liebste und ich böse gestritten haben – über das Datum unserer Hochzeit. Er wollte den 20.01.2010 [der 20.10. geht gar nicht - Geburtstag der Lieblingsnichte], ich finde solche “Wunschdaten” voll doof. Was will mir mein Unterbewußtsein nur damit sagen?! Und vor allem: Wir wollen doch gar NICHT heiraten.

Gestern haben der Liebste und ich George Clooneys “Good night, and good luck” gesehen. Ich hatte schon fast vergessen, dass sich die DVD hier noch irgendwo rum trieb, aber dann füllte sie doch noch unseren Sonntagabend.

Vergessen hatte ich fast auch, was für ein toller Film das doch ist. Es geht um die McCarthy-Ära und den damit verbundenen Anti-Kommunismus. Schlimm war das damals. Aber wenn man nur ein kleines bisschen darüber nachdenkt, dann kann man auch zu heute einige Parallelen ziehen: Wer gegen Internetsperren ist, der unterstützt Kinderp*ornografie. Wer Muslim ist, der muss auch ein T*errorist sein. Klar, ne.

Warum lernen wir nicht aus der Geschichte? Und warum kommen diese Filme nicht im ‘populären’ FreeTV?