Januar

viel Arbeit | Vorstellungsgespräche | Fahrten quer durch Deutschland | ein Leben, in dem ich mich langsam an die Freiberuflichkeit gewöhne

Februar

stressiger Projektabschluss des W*ettbewerbs – endlich! | zweites Vorstellungsgespräch | der Bruder hat sein 1. und ich denke – er braucht den Job, ich nicht unbedingt | er klappt, bei den Auftraggebern Bescheid geben | erste Gedanken an einen Umzug

März

neuer Arbeitsvertrag unterschrieben und abgeschickt | Wohnungssuche in H | Gedanken an einen Umzug – will ich eigentlich weg?!

April

Mietvertrag unterschrieben | letzte Tage in Hessen, die Arbeitskollegen werden fehlen | Abschiede in allen Formen: Cocktails mit Kollegen, Abschiedsgeschenke, Essen mit Freunden | Kisten packen und 500km weit durch Deutschland ziehen

Mai

1. Arbeitstag – neue Firma, neue Kollegen | 1. Dienstreise am 2. Arbeitstag mit Kollegin S., die mir alles prima erklärte und mich in das Unternehmen einführte | der Freund und ich feiern unseren 1. gemeinsamen Geburtstag in der neuen Wohnung – die Familie ist dabei

Juni

Arbeit, Arbeit, Arbeit

Juli

langsam zeichnen sich Veränderungen ab | vom Chef aber schon mal ein positives Zwischenfeedback zur Probezeit bekommen | Vorbereitungen, denn schließlich kommt Anfang August der Lieblingsneffe zur Schule Kirschen pflücken bei der Schwester | der 1. eigene Kirschschnaps wird angesetzt

August

Hochzeit in T*hüringen | Einschulung von P. | Wochenende in Hessen bei der Lieblingsfreundin M. | Veränderungen stehen bevor | Bauchschmerzen werden größer | “Wissen, was wird” [Silbermond] | ich radele jetzt zur Arbeit | Heimatbesuch zum Schloßfest

September

Tick Tack | Herbst ist da | Arbeit, Arbeit, Arbeit | ich denke viel und kann doch wenig ändern

Oktober

der Wechsel ist perfekt – perfekt? | Kindergeburtstag von P. – der Freund verzweifelt mit 6 Kindern bei Mc*Donald’s | Neuigkeiten, die alles ins neue Licht rücken | durchalten, durchbeißen | Regnet es jetzt eigentlich mehr als sonst?

November

kalt, frostig, irgendwie anders | plane den W*eihnachtskalender für den Freund und hole dann doch alles auf den letzten Drücker | Adventskranz basteln für Anfänger

Dezember

es wird ruhig | Gedanken drehen sich, finden aber keinen Ausweg | Zweifel, am Ende fast verzweifeln | durchhalten | Frühstück und Shoppen am 2. Urlaubstag tut gut

Fazit | Immer wenn ich dachte, ich hab den Weg gefunden, änderte er sich wieder. Ich wollte Klarheit und bekam Verwirrung – aber an den Problemen wächst man ja.

Mantra für 2010 | Allet wird jut, wir finden deine Eltern.

2008

Ich bin.


Als ich hierher gezogen bin, wurde mir ziemlich schnell gesagt, dass es hier keinen richtigen Winter geben wird. Schnee ist nicht drin. Ehrlich nicht. Und nun der Blick nach draußen: Wunder gibt es immer wieder.

Dieses Jahr habe ich mir ein etwas teureres Weihnachtsgeschenk gemacht – und zu früh kam es auch noch. ;) Seit Mitte des Jahres suchten der Freund und ich nämlich nach einem neuen Schlepptop für mich. Tassilou hat zwar in den letzten 5,75 Jahren mehr als gute Arbeit geleistet, hat mit mir das Studium überstanden und meine Diplomphase gemeistert. Dennoch waren die 512 MB Arbeitsspeicher bald etwas wenig und das Upgrade auf 1GB bewirkte nur, dass er plötzlich Zicken machte. Deshalb entschied ich mich für einen neuen Laptop, denn auch S*ims 3 wird auf dem alten Schätzchen nicht laufen.

Und hier ist er, der Acer T*ravelMate, das neue Schätzchen an meiner Seite. Eine gewisse Zeit war ich der Meinung, es sollte jetzt endlich ein Apfel werden, aber mein Verstand siegte und ich dachte mir, dass 1.000 Euro mehr – nur für einen Apfel auf dem Rechner – etwas zu viel seien. Zuerst war ich gar nicht sicher, überlegte den Acer sogar direkt wieder zurück zu schicken und einen Apfel zu bestellen. Aber jetzt kann ich sagen, dass das neue Laptop toll ist. Ich liebe ihn. Jetzt, wo das neue Schätzchen da ist, kann ich mich auch richtig freuen. Nun braucht er/ sie nur noch einen Namen…

Alter, erst schicken sie uns von einem aufs andere Gleis, um dann im IC zu verkünden: “Sorry, aber wir haben ein technisches Problem. Dieser Zug bleibt bis auf unbestimmt Zeit hier stehen.” Ich wechsele also schnell in den ICE und komme dann nur 10 Minuten später in KS an. Im Zuge bettelte ich dann telefonisch den Freund an, er möge mich doch abholen. Bei meinem Glück hätte der nächste Zug nämlich auch Verspätung gehabt und ich wäre nie, nie, nie beim Liebsten angekommen.

Dafür war ich heute mir Lieblingskollegin K.  Weihnachtsgeschenke shoppen und ganz ziemlich zu frieden sein. Die Familie ist es bestimmt auch. ;)

Am Samstag steht mal wieder mein schwarzer Tag an. [Vor genau 11 Jahren - als das alles begann - war es auch ein Samstag, fällt mir gerade ein.] Eigentlich wollte ich mich verkriechen, ausgiebig weinen, rumliegen und einfach nichts tun. Der Freund wird nicht da sein und deshalb gibt es ja auch keinen, für den ich ‘gut drauf” sein müsste.

Tja, da wird aber leider nichts draus. Jetzt werde ich das Hasenkind einpacken und der Lieblingsschwester ihr Auto samt Gast-Hasi zurück bringen. Und damit ich mich ohne Freund nicht langweile, verbringe ich das WE einfach bei der Familie. Vielleicht ist das aber auch der richtige Weg – nach 11 Jahren immer noch depressiv werden ist leicht übertrieben, oder? Und schließlich werden noch eine Menge dieser schwarzen Tage kommen…