Alltag und das Haarexperiment – Woche 4

Heute war ein richtiger Schlumstag. Das lag vor allem daran, dass es die Männer des Hauses ausgeknockt hat. Der Prinz fiebert schon das ganze Wochenende, aber heute endlich nicht mehr über 40 Grad. Deshalb verzog er sich auch nach dem Frühstück direkt wieder aufs Sofa und schlief ein. Und, dass der Prinz am Tag noch einmal schläft, ist wirklich eine Ausnahme.


Ich machte also noch schnell den Haushalt, während sich der Hauptfreund um unser Osterkind kümmerte. Zwischendurch warfen wir immer mal wieder einen besorgten Blick auf unseren Prinz und mir blieb fast das Herz stehen, als er zwischendurch kurz aufwachte, sich hinsetzte, aber nur wirres Zeug redete. Dann legte er sich wieder hin und schlief direkt weiter. Ich denke, er war also gar nicht richtig wach, aber kurzzeitig stand mein Herz still.

Nach dem Mittagessen gönnten wir uns eine Runde „Sendung mit der Maus“ und kuschelten die Kinder. Und dann erwischte es auch den Hauoptfreund. Die Männer der Familie lagen also nun gemeinsam mit 38 Grad Fieber auf dem Sofa. Eigentlich hatte ich deshalb den Plan mit dem Osterkind schwimmen zu gehen, aber die wollte nicht.

Eine Runde Yoga war dann für uns Mädels aber doch drin. Man merkte dem Osterkind schon den ganzen Vormittag an, dass sie um Aufmerksamkeit buhlte. Sie stänkerte, provozierte. Wie konnte ich sie verstehen! Zwei Tage hört sie nun schon „sei bitte leise, der Prinz ist krank“. Rücksicht, immer nur Rücksicht. Deshalb wollte ich mir Exklisivzeit für sie nehmen. Gestern einen ausgedehnten Spaziergang und heute gönnten wir uns ein wenig Welness in der Badewanne. Diese Mama-Tochter-Zeit ist einfach toll. Und ok, ein Kind ist nicht kein Kind. Aber es tut so gut, seine Aufmerksamkeit nur auf einen Schnuffel lenken zu können, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Zu den Haaren gibt es nicht viel zu sagen: Sie fetten immer noch und schuppen weiterhin. Das nervt! Einzig die Wildscheinbürste begeistert mich immer noch. Sie kämmt wirklich den ganzen Schmutz und Staub aus den Haaren. Aber ob ich das jetzt wirklich durchhalte… Man weiß es nicht.


Und nun dröhne ich mich mit Vitaminen voll, damit es mich nicht auch noch dahin rafft. Fieber kann ich nun so gar nicht gebrauchen.