Berlin in Bildern (und mit Text)

Es ist Anfang Mai und daher wieder Zeit, um nach Berlin zu pilgern. Warum? Weil ich als Internetmensch natürlich die re:publica als „Pflichtveranstaltung“ ansehe. Wobei das Pflicht da sehr klein und der Spaß sehr groß ist. Nirgends fühle ich mich so wohl, wie zwischen all den anderen Internetmenschen, die verstehen, warum ich mein Handy in die Hand nehme und die Erlebnisse im Digitalen teile. Denn mein Leben ist eben nicht nur analog oder nur digital.

Egal. Dieses Jahr gibt es nämlich eine kleine Änderung. Die #rp18 startete am Mittwoch, direkt nach dem Feiertag. Und weil der Haupfreund am Montag „Zwangsurlaub“/ Brückentag hatte, nutzen wir das verlängerte Wochenende und fuhren mit den Kindern in die Hauptstadt. Wir wollen ihnen schließlich die Welt zeigen und Berlin ist definitiv ein Stück dieser sehenswerten Welt.

Am Samstag machten wir uns also mit dem IC auf in die Hauptstadt. Und es war ein Doppelstock IC! Leider fuhr dieser durch die brandenburgische Pampa und ist damit locker 1,5 Stunden länger unterwegs als der direkte ICE. Aber was soll’s? Der Wer ist das Ziel. Die Kinder (vor allem der Prinz) sind glücklich Bahn zu fahren und Mama lernt ganz nebenbei, dass Brandenburg nicht nur ein Bundesland, sondern auch eine Stadt ist.

Am Sonntag ging es dann für uns alle in den deutschen Reichstag. (Dank eines Tipps per Twitter – danke @figgerit!) Uff, ich hatte tatsächlich unterschätzt, wie emotional anstrengend diese „Last“ an deutscher Geschichte werden kann. Und ich meine nicht nur die „braune“ deutsche Geschichte, denn immerhin wurde ich in einem Land geboren, dass nicht direkt ein Teil der Geschichte der Bundesrepublik ist. Für die Kinder war das alles natürlich nicht nachzuvollziehen. Für sie war es ein „altes“ Haus und auch was diese „Demokratie“ bedeuten soll, ist mit 5 bzw. 6 Jahren noch nicht zu greifen. Aber vielleicht haben wir ein Pflänzchen gepflanzt, dass nun in ihnen reifen kann.

Danach verbrachten wir den Tag auf einem der drei bis vier (ähem) Berliner Spielplätze und trafen uns – wie sollte es sein – mit Menschen aus dem Internet. Wir fuhren müde und dreckig, aber auch sehr glücklich (und mit einer Kugel Eis im Bauch) wieder ins Hotel.

Am nächsten Morgen setzte ich mich erstmal vor den Rechner, denn ich hatte an diesem Tag „Homeoffice“. Der Mann und die Kinder verschwanden auf den nächsten tollen Berliner Spielplatz („Pippi Langstrumpf“ in Charlottenburg) und ich konnte in Ruhe arbeiten. Den Nachmittag wollten wir aber wieder für Sightseeing nutzen – diesmal aber mit getrennten Wegen. Die Jungs fuhren ins Lego Discovery Center, wir Mädels besuchten das Aquarium.

Am 1. Mai stand dann für uns dass „Museum für Naturkunde“ auf dem Plan. Ich war das letzte Mal vor mehr als 25 Jahren dort – damals selbst noch ein Kind. Aber ich kann mich noch genau an den grauen, regnerischen Tag und die riesigen Dinosaurier erinnern. Und soll ich euch was verraten? Obwohl ich in den Jahren dazwischen gewachsen bin, sind die Dinos trotzdem noch mächtig groß. ;)

Als der Prinz dann vor dem Museum die Straßenbahnen entdeckte, stand auch der nächste Programmplan fest. Schließlich hatten wir in den vergangenen Tagen bereits U-Bahn, S-Bahn und den Bus genutzt. Niemals könnten wir die Hauptstadt verlassen, um nicht auch das letzte öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Also fuhren wir noch einen kleinen Schlenker durch „den Osten“ zum Alex.

Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Ich brachte die Familie zum Bahnhof,  die sich diesmal im ICE auf den Heimweg machten. Ich jedoch blieb für drei spannende Tage auf der #rp18. Aber das ist eine andere Geschichte.