Krankenlager

Die Kinder haben in der letzten Woche eine Menge für ihr Immunsystem getan. Vier Tage Fieber, absolute Abgeschlagenheit und wenig Schlaf (auf allen Seiten 😭) liegen nun hinter uns. Zum Glück war mein weltbester Bruder da, der das Osterkind kuschelte und puschelte, während ich das beim Prinz übernahm. Vier Tage haben beide kaum etwas gegessen – nicht die Waffeln, nicht die Brownies. Bei Kindern, die kein Gramm Fett zuviel haben, wird man (ich) da leicht unruhig.

Nun fangen sie wieder langsam an, etwas zu essen. Liegen nicht mehr den ganzen Tag nur auf dem Sofa. Es geht bergauf. Und ich schaffe es vielleicht, mal wieder zu schlafen.

Und ach ja: Eine Woche mit zwei kranken Kindern ist genauso anstrengend wie vier Wochen Krankheit bei allen Familienmitgliedern. 🙄

Geträumt.

Am Wochenende träumte ich, ich hätte 2,5 Wochen Urlaub eingereicht. Ich wollte mit einer Freundin nach Asien fliegen. Alles war geklärt, ich verabschiedete mich im Büro. Und dann, einen Tag vor Start fiel mir ein, dass ich weder den Flug gebucht, noch einen gültigen Reisepass zu Hause hatte. Und dann ist da ja auch die Familie, ohne die ich ja niemals allein in den Urlaub fliegen würde. Also ging ich wieder ins Büro und bat meinen Chef, den Urlaub zu streichen.  Ähem?

Nun bin ich ja jemand, der seine Träume dann immer gleich googelt und die Traumbilder deutet. „Vergessen“ gibt es nicht. „Urlaub“ bedeutet, dass man sich dringend nach Entspannung sehnt. Und diese wohl auch braucht. Aber ich hab ja nun geträumt, dass ich dann doch keinen hatte. Und meine Freundin auch noch alleine fliegen musste… Es ist erstaunlich, was sich mein verschwurbelter Kopf alles ausdenken kann. Ich verstehe es übrigens auch nach zwei Tagen noch nicht.

Die Maschinen müssen draußen bleiben.

Seit einigen Tagen ist es ein wahrer Kampf den Prinz ins Bett zu bewegen. Obwohl er todmüde ist und scheinbar schon im Stehen einschläft, schreit und kreischt wer, wenn wir ihn ins Bett bringen wollen. Dann erzählt er uns, er wolle noch mit seinen Autos spielen und er wäre noch gar nicht müde. Anfang der Woche schob ich es auf die „fremde“ Umgebung, schließlich verbrachten wir zwei Nächte bei meiner Schwester. Aber es war auch schon davor und eben auch danach noch so.

Heute vertraute sich der Prinz dann dem Hauptfreund an. Er wolle nicht schlafen, weil er dann wieder von den Maschinen träumt. Von den Maschinen, die alles kaputt machen. Draußen und drinnen. Und wenn er davon träumt, dann kommen die auch wirklich. Hmpf. Was soll man da machen? Ich bot ihm an, dass er uns sofort holen soll, wenn er wieder davon träumt. Erklärte ihm, dass man nicht jede Nacht den gleichen Traum hat. Aber das alles schien ihm nicht zu helfen.

Und dann erinnerte ich mich an die fünfte Folge des Podcasts von Buntraum. Darin ging es um „Kinderängste“ und genau diese Sachen, die uns jetzt der Prinz erklärte. Und da kam mir die Idee: Wir hängen ein Verbotsschild an die Kinderzimmertür! Der Prinz und ich gingen ins Wohnzimmer, suchten ein Blatt Papier und einen Stift und los ging es. Ich fragte, was ich malen sollte und wie die Maschinen denn aussehen. Am Ende malte ich ein großes X über die Maschinen. Ein Verbotsschild. So können sie nicht ins Kinderzimmer und damit nicht in seine Träume.

  
Dann klebten wir das Verbotsschild an die Tür, kuschelten uns ins Bett und binnen weniger Minuten war der Prinz eingeschlafen. Vorher klärten wir noch, wer denn noch alles ins Zimmer darf. Mama, Papa, das Osterkind, sein Affe und Onkel C. sind ok. Die Maschinen aber nicht. So einfach kann es manchmal sein.

Träum schön, mein Baby!

Befund: positiv

Vergange Woche brachte der Sohn eine Zecke mit nach Hause. Wir bemerkten sie am Abend, als wir eigentlich schon beim Einschlafkuscheln waren. Natürlich entfernten wir das Ding sofort, bewarten es aber auf.

Am nächsten Morgen erzählte mir die liebe @katjagoogoo, dass ich die Zecke in der Tierärztlichen Hochschule auf Borreliose untersuchen lassen könnte. Also schnell Google befragt und das Miststück, welches meinen Sohn gebissen hatte, in die TiHo gebracht. Seit dem Wissen um den Stich beobachten wir die Einstichstelle und ich atme jedes Mal ein wenig erleichterter auf, wenn keine Reaktion zu sehen ist. Aber dennoch ist da dieses mulmige Gefühl und der Gedanke, was denn die Untersuchung ergeben wird.

Heute kam dann das Ergebnis: positiv. Diese blöde Zecke war Borreliose-positiv. Einzig, dass sie jetzt tot ist, befriedigt mich ein kleines bisschen. Ansonsten ist da vor allem dieses Bauchgrummeln, was jetz vorherrscht. Google und Wikipedia sagen was von 6% Erkrankungswahrscheinlichkeit und guten Aussichten, wenn früh erkannt und Antibiotikaeinsatz. Mein Kopf rechnet hin und her, sagt meinem Bauch, dass man jetzt eh nichts mehr ändern kann. Dass meinen Kindern jeden Tag viel schlimmere Dinge passieren können. Dass selbst Ertrinken wahrscheinlicher als eine Erkrankung an Borreliose ist.

Aber ich frage mich jetzt auch, ob wir uns mit dem Test echt einen Gefallen getan haben. Ob es schlau ist, immer alles genau wissen zu wollen. Jetzt betrachte ich den Prinz und die Einstichstelle noch genauer. Frage mich, was ist. Kann die Gedanken noch weniger von mir wegschieben. Ich überlege, ob ich meine Kinder nie wieder in die Natur lassen werde. Ob ich persönlich jede einzelne Zecke auf diesem Planeten möglichst schmerzhaft eliminieren werde. Ich weiß, dass das alles keine realen Optionen sind. Aber ja, jetzt ist das begründete Angst. Also sie ist begründeter als vorher. Als wir noch keine Gewissheit hatten.

Natürlich werde ich das machen, was gute Mütter eben machen: Aufmerksam sein, aber alles andere wegschieben. Alles wird gut. Basta. Ist ja nicht so, als hätte ich diese Lektion nicht schon in den ersten zehn Lebenswochen des Prinzen gelernt. Aber dennoch bleibt da dieser winzige Gedanken in meinem Kopf und die Frage, welche Daseinsberechtigung Zecken eigentlich auf diesem Planeten haben.

Dieses Einschlafding

Einschlafen kann auch bei Zweijährigen so einfach sein. Ganz ohne Weinen, Brüllen, Schreien. Ja, wirklich! Ich habe das für euch getestet. Denn heute habe ich das Osterkind einfach mal machen lassen. Während ich im Bett lag und las, spielte sie ganz ruhig im Zimmer. Las Bücher, verkroch sich ins Spielzelt (wir sind ja gerade im Urlaub und hier gibt es sowas). Zwischendurch kam sie zu mir aus Bett, sagte, ich solle schlafen und gab mir einen Kuss. Dann kam sie irgendwann zu mir ins Bett. Mit einem Buch. Kuschelte sich an mich, las mir eine Gutenachtgeschichte vor, stillte noch ein bisschen und drehte sich dann zur Seite. Kopf an Kopf schliefen wir dann ein. Ohne Weinen. Ohne Schreien. Ohne Kampf.

Ich musste das mal aufschreiben. Für mich. Für uns. Damit ich nicht vergesse, dass es auch so anders laufen kann und ich öfter auf die Bedürfnisse der Puschels achten sollte. Nicht die Uhr bestimmt, wann die Kinder müde sind. 

Geträumt.

Vor zwei Nächten träumte ich, ich halte eine Neugeborenes im Arm. Ich machte „oh“ und „ah“ und „gnihihi“. Und dann dachte ich an die Nächte. An die Zähne. Und mein Kopf sagte: Schön, dass es nicht deins ist.

Ich glaube, mein Kopf und mein Bauch einigen sich gerade. Zwei gesunde, tolle Kinder sind mehr als genug. Und wir sind glücklich so wie es ist.

Attachment Parenting

Eigentlich sollte das letzte Wochenende ein Wochenende nur für mich werden. Ich wollte mich mit meinen Schulfreundinnen im Harz treffen. Quatschen, relaxen, Wellness. So der Plan.

Schon im September, als wir den Plan schmiedeten, ahnte ich, dass ich die Rechnung ohne das Osterkind gemacht habe. Aber ich war zuversichtlich. Die Krippe wird bewirken, dass sie sich etwas von mir löst. Dass wir nicht mehr jede Nacht stillen. Ja vielleicht auch, dass sie zu ihrem Bruder ins Kinderzimmer zieht und dort schläft. Im Oktober verdeutlichte sich dann aber, dass das wohl nix wird. Die anstrengenden Wochen in der Krippe – beide Kinder sind schließlich den ganzen Tag da – führten dazu, dass ich am Wochenende umso wichtiger wurde. Sie fordert viel Kuscheln und Nähe – und eben auch verstärkt das Stillen. Aktuell kommen noch diese blöden Eckzähne. Oben und unten. Als ich diese entdeckte, schrieb ich „mein“ Wochenende ab. Denn wenn meine Tochter mich braucht, dann bleibe ich natürlich zu Hause. So ist das eben.

Der Hauptfreund und ich leben nämlich dieses „Attachment Parenting“. Aus Überzeugung. Ich wüsste gar nicht, wie ich es anders machen sollte, als auf die Bedürfnisse meiner Kinder einzugehen. Dieses Wochenende war dadurch aber vor allem eins: Anstrengend. Das Osterkind wollte sich quasi nicht von mir lösen. Ab Freitagabend waren wir eins. Wollte sie laufen, dann nur an meinem Finger. Meist wollte sie jedoch getragen werden. Von mir. Auf keinen Fall vom Papa. Sie wollte stillen. Immer und überall. Sie wollte kuscheln. Das alles raubt Kraft. Wenn man nicht mal in Ruhe aufs Klo gehen, geschweige denn sich die Haare föhnen kann. Das zehrt an einem. Unsere Nächte waren kurz. Das Stillen anstrengend und schmerzhaft (das ist es immer, wenn sie Zähne bekommt). Fast freute ich mich ein bisschen auf den Montag, weil ich nun die Bahnfahrten zur Arbeit und zurück „für mich“ habe.

Aber dennoch möchte ich nichts anders machen. Eigentlich schreibe ich das nur auf, um mich bei dem Gedanken an ein evtl. drittes Kind zu erinnern. Ja, es ist anstrengend. Ja, ich könnte Abstillen und hätte meine Freiheit wieder. Aber im Grunde will ich das nicht. Ich will, dass meine Kinder wissen, dass ich immer für sie da bin. Dass sie zu mir kommen können. Ich stecke immer neue Grenzen für mich, weil ich öfter über den Punkt der Erschöpfungen hinaus gehe. Weil ich weiß, dass es sich auch wieder ändert. Dass sie irgendwann, in 10, 20 oder 30 Jahren, nicht mehr nur mit meinem Finger als Sicherheit loslaufen werden. Aber ich möchte, dass sie dann noch nach Hause kommen. Mich an ihrem Leben teilhaben lassen. Und dieses Urvertrauen in uns als ihre Eltern, bekommen sie nun mal jetzt.

Der große Prinz

Gestern hatten wir Familienbesuch. Meine Schwester, meine Nichte und meine Großnichte (also die Tochter meiner Nichte), waren zu Kaffee und Kuchen angereist. Es war ein gar zauberhafter Nachmittag. Die Kinder spielten in seliger Ruh (das Osterkind ist ja auch nur 3 Tage jünger als meine Großnichte) und wir verlebten einen schönen Tag.

Als die Kinder dann müde und deshalb auch weinerlich wurden, nahte der Abschied. Meine Schwester und Nichte packten ihre Sachen und verabschiedeten sich von uns, als der Prinz plötzlich verkündete, er wolle mit fahren. Auf die Frage, ob er denn lieber bei Tante K. schlafen will, kam ein deutliches „Ja“. Ich packte also ein paar Sachen in seinen Kindergartenrucksack und fragte beim Schuhe anziehen noch 30 mal nach. Ja, unser Sohn hatte die Absicht heute Nacht außer Haus zu schlafen. 80 km entfernt. Ohne Mama und Papa.

Da wir dem Braten zuerst nicht trauten, gingen meine Schwester und Nichte mit den Kindern erst einmal allein zum Auto. Wir verabschiedeten uns an der Haustür und schlossen diese dann. Daraufhin brüllte das Osterkind – wie kann es sein, dass ihr Bruder einfach ohne uns die Wohnung verlässt?! Wir verzogen uns ans Küchenfenster, aber der Prinz war immer noch Feuer und Flamme. Er wollte mit! Also gingen wir runter und bauten seinen Kindersitz um. Und zack fuhren sie auch schon davon. Und wir blieben mit dem Osterkind zurück.

So richtig konnte es der Hauptfreund und ich nicht glauben. Vor allem er war gar nicht begeistert. Der Prinz sei noch zu klein, um ohne uns irgendwo zu übernachten. Das geht so nicht! Auch mein Herz wusste nicht so recht, für welche Gefühle es sich entscheiden soll: Vermissen oder Stolz?! Ich entschied mich für Stolz. Mein großer Sohn hatte eine Entscheidung getroffen und ich gönnte ihm den Spaß bei Tante K. und Cousin P. Er liebt beide sehr – also warum sollen wir ihn abhalten, dort zu übernachten? Nur weil seine übervorsichtigen Helikoptereltern noch nicht so weit sind? Der Prinz verbrachte schon ganze 70 Nächte ohne uns. Gut, nicht ganz freiwillig und auch nicht so weit weg. Aber er wird groß und das ist nun eben Nacht 71 ohne uns. Er wird selbstständig und wir müssen ihm auch mal was zutrauen.

Der Mann und ich tigerten jedenfalls gestern Abend um unsere Handys. Freuten uns über jedes Bild, welches noch schnell über WA geschickt wurde. Sagten am Telefon „Gute Nacht!“ und schliefen so mittel-gut. ;)

Heute Morgen am Telefon war das Papa-Vermissen auf der prinz’schen Seite dann aber doch sehr groß. Wir fuhren also direkt nach dem Frühstück los, unseren „verlorenen Sohn“ zu holen. So drückte es immer mein Papa aus, wenn ich nach einer Übernachtung bei einer Freundin nach Hause kam. Dann wusste ich, ich bin zu Hause, bei Menschen, die mich lieben und vermissen. Aber auch bei Menschen, die mich ziehen lassen, um selbstständig zu werden. Und genau das soll unser Heim für meine Kinder sein: Die Homebase. Der Platz, an den sie immer wieder zurück kommen und Zuflucht finden können. Der Platz, von dem sie ausziehen, die Welt zu erkunden. Und genau das fängt eben jetzt an.

Nachtschreck deluxe

Gestern Abend, gegen halb 11. Ich stehe gerade im Bad und will mir die Zähne putzen, als das Osterkind anfängt zu weinen. Nein, zu schreien. Kurz denke ich noch: Wie jeden Abend. Seit ein einhalb Jahren habe ich abends keine Zeit mehr meine Zähne ganz in Ruhe zu putzen. Als ich dann ins Schlafzimmer komme, merke ich aber, dass das hier kein „normales“ nach Mama-Rufen ist. Das ist schlimmer.

Das Osterkind hockt im Bett und weint bitterlich. Normalerweise lege ich mich neben sie und sie darf stillen. Aber gestern war daran nicht zu denken. Ich nahm sie also hoch und hielt sie erstmal fest. Sofort klammerte sie sich an mich, stieß sich wieder ab, um mich kurz danach wieder festzuhalten. Sie Strecke sich durch, kuschelte sich an mich und schrie, schrie, schrie. Irgendwann ging ich mit ihr ins dunkle Wohnzimmer und summte vor mich hin. Sie beruhigte sich immer wieder kurz, um dann wieder zu weinen. Erst als wir am Küchenfenster standen und die Straßenlaterne uns etwas Licht spendete, wurde sie ruhiger. Und klarer. Bis dahin hatte sie wirklich die Augen geschlossen und ich musste davon ausgehen, dass sie schläft. Und so stand ich mit meiner kleinen, aber gar nicht mehr so leichten, Tochter am Küchenfenster, sie kuschelte sich an mich heran, ich vergrub mein Gesicht in ihren Haaren. Und ich dachte: Irgendwann werde ich ihr davon erzählen, wir oft ich nachts mit ihr durch die dunkle Wohnung gewandert bin. Früher mit Tragetuch, heute mit ihr auf dem Arm.

Heute steckt mir der Schreck noch etwas in den Knochen. Beim Prinz hatten wir das in der Krippen-Eingewöhnungsphase auch öfter. Und da steckt das Osterkind ja auch gerade mitten drin. Aber souveräner wird man auch nicht, je öfter man den Nachtschreck im Haus hat. Ich habe das für Sie getestet. Puh.

Keine Zeit. Keine Zeit.

Seit Wochen nehme ich mir vor, abends mal wieder zu bloggen. Oder zu stricken. Oder mal ganz in Ruhe mit dem Hauptfreund auf dem Sofa abzuhängen und Paarzeit zu verbringen. Stattdessen pendle ich zwischen Sofa und Schlafzimmer und stille immer wieder das Osterkind in den Schlaf. Ja, wir stillen. Seit 14 Monaten.

Und dann lese ich heute auf Nestling.org „Warum Kleinkinder nicht durchschlafen„. In teilweise epischer Länge – sorry – aber meiner derzeitigen Situation sehr ähnlich, beschreibt die Autorin die „Schlafprobleme“ ihrer Tochter. Ich komme immer noch abends zu nichts. Keine 30 Minuten kann ich auf dem Sofa sitzen, dann werde ich wieder ins Schlafzimmer gerufen. Ich traue mich nicht, das Strickzeug auszupacken, weil ich nach drei Reihen eh unterbrechen muss. Ich schaue ungern den Tatort im richtigen TV (und nicht über die Mediathek), weil ich immer wieder raus bin und dann die Geschichte nicht checke. Und ich komme eben auch nicht richtig zum bloggen. Weil ich nie zum Punkt komme, immer wieder unterbrochen werde. Also lasse ich es.

Aber dennoch hat der Artikel mir Mut gemacht. Denn auch ich glaube an mein Bauchgefühl und dass sich das Schlafverhalten des Osterkinds eines Tages bessern, ändern wird. Irgendwann ruft sie nicht mehr halbstündlich nach mir. Irgendwann will sie dann wahrscheinlich auch nicht mehr in meinem Bett schlafen.

Und bis dahin habe ich eine tolle Lösung gefunden. Seit in den Kindle Paperwhite habe, ist das stundenlange Stillen (und damit das frühe zu Bett gehen, obwohl ich noch nicht müde bin) keine verlorene Zeit mehr. Derzeit lese ich pro Woche durchschnittlich ein Buch. Der Kindle macht mich arm, aber entführt mich endlich wieder in Fantasiewelten. Ich liebe Bücher und habe das Lesen in den letzten beiden Jahren schmerzlich vermisst. Und jetzt habe ich so viel Lesezeit, eben weil mein Kleinkind (noch nicht) durchschläft.