Ein Tag mit Barcamp

Ich glaube, ich habe heute den Prinz zum Klauen angestiftet (wir haben nichts geklaut). Aber der Reihe nach…

Heute war der erste Tag des hannoverschen Barcamps, welches wieder in der Buhmannschule in der Innenstadt stattfindet. Da der Mann ja eher selten (privat) unter Erwachsene geht und uns beide so ein Barcamp interessieren könnte, beschlossen wir, die Kinder mitzunehmen. Geht ja nicht anders, wenn man keine Babysitter vor Ort hat. Der Plan war: Wir wechseln und bei den Sessions ab und gucken mal, wie lange die Kinder das mitmachen.


Was ich leider nicht bedachte: So ein halber Barcamptag geht ja schon mit Orga drauf. Bis die ersten Sessions losgehen, ist es Mittag und da musste ich beruflich nochmal nach Glocksee. Betriebshof ohne Kinder? Niemals, dachte sich der Nachwuchs und so machten wir uns alle auf den Weg. Eine Stunde später merkte man dem Prinz und Osterkind aber an, dass sie müde und überreizt waren. Während das Osterkind einfach auf Papas Schulter einschlief, bekam der Sohn jedoch einen Ausraster. Einen Ausraster, der auch zurück auf dem Barcamp nicht aufhören wollte und uns zwang, das Vorhaben zu canceln. Keine Sessions für uns, dafür aber müde und überreizte Kinder. Wahnsinns Plan.

Auf dem Heimweg machten wir aber noch einen kleinen Abstecher in den nächsten dm. Es standen noch ein paar Kleinigkeiten auf dem Einkaufzettel und auch das Fotobuch vom dritten Osterkind’schen Lebensjahr sollte abgeholt werden. Im dm angekommen mussten wir an den Nagellacken vorbei und irgendwie – total untypisch für mich – verliebte ich mich spontan in „Club night“ von Manhatten. Ich nehme also den Lack aus dem Regal, gebe ihn dem Prinz und sage: Steck den mal ein. Der Sohn gehorcht, steckt den Nagellack in die Hosentasche und fragt verwundert: „Müssen wir den gar nicht bezahlen?!“ Erst da wurde mir klar, dass er ihn nicht in den Wagen gelegt hatte und wie zweideutig meine Aufforderung war. 🙈


Der Tag endete dann noch mit einem Eis und einem kleinen Ausflug auf den Spielplatz. Leider mit zu wenig Barcamp für mich, aber so ist das Leben. Man kann es nicht planen.

#rpTEN

Und auch in diesem Jahr für mich die re:publica Anfang Mai wieder nach Berlin. Das „Klassentreffen“ der Internetmenschen. Früher waren es Blogger, heute sind hier echt alle Vertreten: Blogger, Medienmenschen, Unternehmen aus so ziemlich jeder Branche.


Für mich ist es die dritte re:publica. 2011 kam ich das erste Mal, dann wieder 2015 und heute. Irgendwie ist das „wir“ aber immer geblieben. Sicher, wir leben hier in einer Filterbubble. Diese Internetmenschen kennen sich aus mit den Social Media Gedöns da draußen – oder versuchen es (im Falle von Snapchatten) jedenfalls. Wir reden über Netzpolitik, über Leistungsschutz- und Urheberrecht und vergessen manchmal, dass die große Mehrheit da draußen erstmal „abgeholt“ werden muss. Was ich an dieser Konferenz aber besonders mag: Sie ist schrecklich unkompliziert. Die Sessions haben so viele Themen, manche „seriös“, manche mit Witz. Viele transportieren in der Metaebene eine ernste Warnung. Und wir sitzen immer noch auf dem Fußboden, wenn keine Sitzplätze mehr frei sind.

Ich mag dieses Klassentreffen für diese Unkompliziertheit. Und ich mag es wegen der Menschen, die man sonst nur im Internet trifft. Auf geht’s in den zweiten Tag…

Wie unsere Babysachen auszogen

Seit einiger Zeit habe ich mir schon vorgenommen, die Babysachen im Keller endlich mal zu sortieren und dann auch wegzugeben. Unser Keller platzt aus allen Nähten und die Sachen werden ja nicht besser, wenn sie noch ein paar Jahre in Kisten im Keller stehen.

Nun, da ein drittes Kind immer theoretischer wird und in weite Ferne rückt, kann ich mich auch endlich von den Babyklamöttchen der Kinder lösen. Schon beim Osterkind habe ich gemerkt, dass das Weitergeben der Sachen ja auch eher theoretischer Natur ist. Ein Kind, welches im Januar geboren hätte werden sollen und eins aus dem März macht das Weitergeben eher schwierig. Egal ob kurze oder lange Sachen, die überschneidende Tragedauer war immer nur kurz. Und deshalb macht es einfach keinen Sinn, diesen Balast wegen einem „eventuell“ und „vielleicht“ immer noch mitzuschleppen.

Doch wohin damit? Alles fotografieren, beschreiben, ins Internet stellen? Dafür sind die Sachen nicht „gut“ genug. Aber 10 Kisten in die Altkleidercontainer stopfen? Wird eher auch nicht klappen. Und dann dachte ich immer wieder an „Sandalen im Schnee“ von Daily Pia. Daran, dass es auch hier in Deutschland mittlerweile viele Kinder gibt, die die Sachen gebrauchen könnten. Die aus Kriegsgebieten flüchten mussten und nun hier gelandet sind. Und ich erinnerte mich an einen Facebookpost von Freunden, die auch schon ihre Kindersachen spendeten.

  
Ich sortierte am Wochenende 15 Kisten – Babysachen, Umstandssachen, Spielzeug. Fünf bleiben bei uns. Zehn brachten wir heute weg, um syrischen Kindern zu helfen. Fühlt sich gut an.

#12von12 im Juni

Heute habe ich mal wieder daran gedacht, 12 Fotos von meinem Tag zu machen. Daher gibt es jetzt meine 12von12 im Juni:

 Der Morgen begann hektisch und gänzlich unentspannt. Der Prinz klagte über Druck in den Ohren (zu viel Ohrenschmalz) und wollte daher nicht in die Krippe. Dort angekommen sollten alle Kinder gleich mit auf den Spielplatz, was für meine „Alles muss genau so sein wie immer“-Kinder eher ungünstig ist. Ich machte mich also 15 Minuten später als sonst auf den Weg zu Arbeit. Dafür durfte ich aber mit unserer ganz neuen und klimatisierten Stadtbahn fahren. Yeah!

  In der Kantine bekam ich dann noch eins von den super-schokoladigen Schokocroissants und zapfte mir den ersten Kaffee des Tages.

  In der Teeküche dann der überraschende Blick in den Geschirrspüler. Schaumparty olé!

  Mahlzeit!

  Kurz vor drei gönnte ich mir dann einen frühen Feierabend. So konnte ich die Kinder noch vor der Teezeit abholen. Sie waren sozusagen Mittagskinder. :)

  Zuhause angekommen, wollten die beiden aber nicht nach oben gehen. Während mir der Prinz aus dem Autofenster heraus Brötchen verkaufte („Ich bin ein Bäcker!), sortierte das Osterkind Kastanienblüten.

  Dann kam auch der Papa nach Hause und – hey – sie hat eine Wassermelone getragen.

  Malzeit.

  In der Wohnung entdeckte ich dann direkt mein verloren geglaubtes Handy. Ich hätte schwören können, dass es heute Morgen nicht da lag!

  Dann öffnete sich die nachträgliche Geburtstagspost von @Kinojunkie und freute mich gar sehr. Tausend Dank!

  Ich schickte die Familie nochmal kurz auf den Spielplatz, saugte schnell die Wohnung und gönnte mir eine Minipause auf dem Sofa.

 Und nun: Business as usual. Der Abwasch macht sich nicht von allein.

Stillen in der Stadtbahn. Ein Rant.

Heute erhielt ich eine Anfrage, wie das denn bei meinem Arbeitgeber sei: Würde man auch aus Bus und Bahn geworfen, nur weil man sein Baby stille? So, wie es am Wochenende in Hamburg der Fall gewesen war. Da ich den Fall nicht mitbekommen hatte (Mama-Timeline, wo warst du?!), fragte ich zuerst einmal Google und las nach, was da eigentlich passiert war. Und wirklich, in Hamburg wurde eine stillende Mütter samt Baby aus dem Bus geworfen. Puh. Starkes Stück.

Als ich darüber meinen Unmut kundtat, war die Reaktion hinter meinem Monitor: „Na ich will mir sowas auch nicht ansehen müssen?“ Ähem, wie Bitte?! „Sowas?“ Geht’s noch? Ich erklärte meiner Kollegin also – vielleicht ein bisschen zu energisch – meinen Standpunkt. Denn seien wir mal ehrlich: Jeden Tag sehen wir im TV, in der Werbung, in Serien die Hupen sämtlicher Frauen. Aber wenn es darum geht, ein Kind zu ernähren, dann soll das bitte entweder steril mit einer Flasche oder hinter geschlossenen Türen passieren. Aber solange Stillen in der Öffentlichkeit nicht passiert, wird sich daran auch nichts ändern. Vor 100 Jahren waren auch kurze Röcke verpönt, heute gehören sie zum Alltag. Leider tut die Gesellschaft ja heute immer noch so, als ob stillende Mütter erstmal alles ausziehen, jedem Menschen im Umkreis von 50 Metern ihre Brüste ins Gesicht halten und erst dann das Kind stillen. Als sei das Kind nur „Beiwerk“ und man wolle eigentlich nur mal blank ziehen. Dass diese Einstellung dann aber nur von nicht Betroffenen vertreten wird, wird auch ganz schnell klar.

Und deshalb kann die Kollegin auch für ihre Einstellung nichts. Als ich in ihrem Alter war, fand ich es auch komisch, weil es eben nicht zum Alltag gehört. Und wir nun mal so erzogen wurden, bei „echten“ Brüsten beschämt zu Boden zu gucken. Das jeden Tag viel mehr Nippel auf der Titelseite der BILD zu sehen sind, fällt uns aber gar nicht mehr auf.

  
Ich stillte jedenfalls zwei Jahre erfolgreich in der Stadtbahn und wurde nie rausgeworfen. Auch hat mir niemand gesagt, ich solle mich wieder einpacken oder komisch geguckt. Und wenn, dann ist es mir nicht aufgefallen. Ich kann es nur leider gar nicht haben, wenn Leute angeekelt darüber sprechen, wenn Babys ernährt werden. Denn genau diese Leute verzichten ja auch nicht darauf, vor anderen zu essen. Und ja, meine Kollegin und ich sind mit dem Thema noch nicht durch. Da wird sie sich noch noch ein paar Sprüche anhören müssen. Aber das ist sie von mir ja schon gewohnt. ;)

#rp15

  

Seit gestern Abend weile ich in der Hauptstadt, um heute zum ersten Mal seit vier Jahren wieder auf die re:publica gehen zu können. Die Anreise war okay, der Abschied von der Familie so lala (ich muss das einfach mehr üben!). Über mein Hotelzimmer möchte ich lieber nichts sagen, außer: Es ist kompliziert. Nicht ekelig kompliziert, aber für fast 100€ pro Nacht zu sehr Wohnwagen. Egal!

Ich bin schließlich wegen der re:publica 15 nach Berlin gekommen. Und schon nach den ersten Stunden kann ich sagen: Ich bin zu Hause. Die Sessions sind wahnsinnig interessant, die Themen bunt, die Menschen nett. Ich treffe (bzw. sehe) hier meine halbe Twittertimeline. Und auch ein Teil meiner Mama-Timeline ist hier. Bisher habe ich etwas über Sketchnotes gelernt und gleich geht es mit Storytelling weiter.

Hach. Wie habe ich es vermisst. Und langsam merke ich, wie sehr ich das Internet und die Menschen darin liebe. :)

Auf in ein tamponfreies Leben

[Achtung, trigger-Warnung. In diesem Beitrag geht es um meine ersten Erfahrungen mit einer Mensturationstasse. Wer das nicht lesen möchte, der kann hier direkt wieder aussteigen.]

Vor etwas über einem Jahr laß ich bei ringelmiez das erste Mal von „Ruby Cup“. Das Wort „Menstruationstasse“ hatte ich bis dahin nur einmal gehört und G*oogle hatte mir bereits verraten, dass sowas eigentlich schon ziemlich weit verbreitet war. In meiner Filterbubble waren sie noch nicht angekommen, aber das änderte sich ja mit dem Beitrag von ringelmiez. Darin beantwortete sie alle Fragen, die man sich so stellen kann und irgendwie war das Argument, dass Frau jeden Monat mit den Hygieneprodukten einfach einen riesigen Berg Müll produziert sehr einleuchtend. Mir fiel das ja erst so richtig nach der Geburt vom Osterkind auf. Wenn man gefühlt drei Jahre keine Menstruation hat, dann merkt man erstmal, wie viel man da jeden Monat wegschmeißt. Ich dachte also über Alternativen nach.

Nach einem Jahr hatte ich dann all die alten Tampons aufgebraucht und wollte das Experiment wagen. Also bestellte ich mir eine Ruby Cup. Und testete sie ausgiebig, als ich direkt mal auf Dienstreise fuhr.

Rubycup

Ruby Cup ist eine „Tasse“ aus medizinischem Silikon, die die Menstruation da aufnimmt, wo sie passiert. Also echt jetzt. Der Vorteil: Es handelt sich dabei eben nicht um (wahrscheinlich gespritzte) Baumwolle, die danach unbrauchbar ist. Die Tasse wird einfach ausgeschüttet (ins Klo), mit Klopapier ausgewischt oder – wenn möglich – mit klarem Wasser ausgewaschen und kann dann wiederverwendet werden. Das macht das Ding nicht nur wahnsinnig umweltfreundlich, sondern auch unheimlich praktisch.

Wie gesagt, ich testete meine Menstruationstasse direkt auf einer Dienstreise, die eigentlich ein Barcamp war. Normalerweise hätte ich bei jedem Besuch auf dem Klo vorher umständlich einen Tampon in meine Hosentasche fummeln oder direkt jedes Mal meine Handtasche mitnehmen müssen. Dazu kommt, dass ich vor Antritt der Reise schon hätte abschätzen müssen, wieviele Tampons ich brauche. Oder dann wieder welche nachkaufen, damit sich die Sammlung zu Hause noch mehr erhöht. Das alles fiel weg. Denn ich hatte ja alles direkt – und ohne, dass es irgendeiner sehen konnte – dabei. Das machte die Sache unheimlich entspannt.

Auch die Handhabung ist ziemlich easy. Wer Erfahrung mit Tampons hat, der bekommt auch das mit der Mestruationstasse hin. Beim allerersten Blick dachte ich zwar noch, dass das im Leben nicht funktioniert. Aber diesen Gedanken hatte ich beim ersten Tampontest auch. Im Prinzip ist es auch nichts anderes und nach einem Tag fragte ich mich, warum ich das nicht schon viel früher probiert habe. Klar, ist es am Anfang ungewohnt. Aber im Grunde ist es der Gedanke, der da die treibende Kraft ist. Fühlen tut man da nämlich nix.

Ich kann die Ruby Cup also nur weiter empfehlen. Für mich hat sich der erste Test schon gelohnt. Und ach ja: Durchschnittlich soll sie 10 Jahre halten. Da relativieren sich die 30 Euro auch ganz schnell.

Februar #12von12

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Der Tag beginnt mit den Müsli-Vernichtungsmaschinen, die ihr Frühstück auf der Arbeitsplatte in der Küche zu sich nehmen.

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Auf dem Weg zur Arbeit lese ich schnell mal die Zeitung als ePaper.

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Mein Arbeitstag startet am Kröpcke, denn dort fing heute unsere Fotobox-Aktion an. Nach dem Aufbau machten wir auch erstmal Spaßfotos von uns.

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Danach ging es zurück ins Büro – ein bisschen arbeiten.

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Am Nachmittag halfen nur noch Kekse. Und Kaffee.

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Nochmal schnell bei der Fotoaktion vorbeischauen und beim Abbau helfen.

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Jetzt aber schnell nach Hause! Ist schon spät!

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Schnell noch Abendessen, während alle anderen im Bett liegen.

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Danach kommt – wie jeden Abend – der Abwasch.

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Die neue Winterjacke ist da, juhu!

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Wäsche aufhängen. Der Mann ist mal wieder eingepennt. Hachjanun.

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Couching mit Podcast. Und dann Bett.

#12von12 im Januar

#1von12

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Der Morgen begann mit den Brotdosen der Kinder. Da der Prinz noch schlief, fraß mir nur das Osterkind die frisch gefüllten Dosen wieder leer. ;)

#2von12

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Leider gab es heute einen Stau auf der A2, sodass _jeder_ durch Hannover gefahren ist. Ergo brauchte ich ewig um auf den P+R Parkplatz zu kommen und verpasste die Bahn um 8.20 Uhr. Aber zum Glück musste ich nur 1 Minute auf die nächste warten.

#3von12

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Vor der Arbeit machte ich noch einen Abstecher zu dm. So Sparte ich mir die Warterei an der Kasse, als wenn ich abends einkaufe. Und ich konnte mir direkt das Fotobuch vom Prinz über sein drittes Lebensjahr ansehen.

#4von12

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Um kurz vor 9 schaffte ich es dann auch ins Büro. Kaffee und Mails. Und los!

#5von12

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Mittagessen. Dönerstag an einem Montag.  Hihi.

#6von12

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Am Nachmittag erstmal einen Latte. Dieser war so lecker, dass er das Foto leider nicht erlebte.

#7von12

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Kurz vor 17 Uhr sprang ich dann in die Bahn nach Hause.

#8von12

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Unterwegs checkte ich nochmal meine letzte Amtshandlung, die ich im Büro vollzog: Licht aus für Rassisten.

#9von12

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Die Reste der Brotdosen und Abendbrottisch decken. Wir haben alle Hunger!

#10von12

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Weil Stillen aber schneller geht als schnödes ‚richtiges‘ Essen, wird erstmal gestillt.

#11von12

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Nach dem Abendbrot Sandmann für alle. Und dann Bett für die Kinder.

#12von12

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Und final: Abwasch für Mama. Like every day.

Habt Dank!

Heute möchte ich einmal Danke sagen. Danke an die Mamas aus dem Internet, die mich nun schon seit mehr oder weniger drei Jahren begleiten. Bei der Sache mit dem Prinz mit uns gelitten und sich dann mit uns über jeden Entwicklungsschritt gefreut haben. Die sich freuten und gratulierten, als sich das Osterkind ankündigte. Die irgendwie ein Teil meines Lebens geworden sind, obwohl ich kaum eine von ihnen im „echten Leben“ kenne.

Alles begann mit Mama Miez. Ich kannte sie bereits einige Jahre – zumindest „virtuell“. Irgendwann postete sie bei Facebook eine dieser Kinder-Alltagsgeschichten. Irgendwas belangloses, was man aber eben auch nur mit Kindern erlebt. Ich kommentierte mit „Das hättest du mir aber auch mal vor 12 Wochen verraten können“ und sie verriet mir ihr damals noch ‚geheimes‘ Blog. Seitdem lese ich mit, erfreue mich an den Geschichten und lerne so einiges über das Leben mit Kindern, weil sie mir ja einige Jahre im Mamasein voraus ist. Danke, dass du mich damals eingeweiht und mitgenommen hast. Ich weiß noch, dass ich dich am Anfang für den Altersabstand deiner Jungs für verrückt erklärte. Dann war ich selbst schwanger, las deine Geschichten und hab jetzt ja fast den gleichen Abstand zwischen dem Prinz und dem Osterkind. ;)

Sie war es auch, die nach meinem Blasensprung beim Prinz bei Twitter um Däumchen bat. Und plötzlich kamen immer mehr Mamas in meine Timeline. Damals war das für mich noch eine komplette Parallelwelt von der ich ja noch keine Ahnung hatte. Aber einige von ihnen blieben. Und waren da, wenn ich nachts allein im Wohnzimmer saß und Milch abpumpte, während der Prinz noch im Krankenhaus war. Ich konnte um Rat fragen und mir Ideen/Anregungen holen. Frau Blümel gehört zu einigen dieser Mamas. Frau BHK auch.

Irgendwann kam dann jademond in meine Timeline. Und sie bereichert sie so sehr! Durch jademond mache ich viele Dinge anders, denke über Nachhaltigkeit und „Öko“ nach. Ich höre ihren Podcast so gern (nicht nur, weil ich ihre Stimme sehr mag), sondern vor allem, weil sie mich in so vielen Punkten zum Nachdenken bringt. Weil sie in vielen Punkten einen anderen Weg wählt und ich meinen dann und wann auch einmal überdenke. Ob man einen Weihnachtsbaum kaufen muss, der nur für diese paar Tage gewachsen und abgeholzt wurde, zum Beispiel. Ob man jeden Tag Fleisch essen muss. Oder ob man von vegetarischen Sachen auch satt werden kann. Und dafür danke ich ihr. Weil es mich wachsen lässt.

Dann ist da noch die Frau buntraum, der ich seit einem (?) Jahr folge. Auch sie hat ein tolles Blog und einen tollen Podcast, der sich mit Erziehung in all ihren Facetten auseinandersetzt. Sie zeigt mir Wege in der Erziehung und Entwicklung der Kinder, auf die ich so nicht gekommen wäre. Eben weil es kein ‚Vorbild‘ hier in meiner Nähe gibt und meine Mutter – sollte ich sie um Rat fragen – eher von der ‚alten Schule‘ wäre. Sie bringt mich zum Nachdenken, dazu, dass ich reflektiere und Dinge aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachte.

Auch Susanne von Geborgen Wachsen ist mittlerweile ein fester Teil meiner Timeline und Bloglesegewohnheiten. Und auch ihren Podcast höre ich sehr gern. (Auch wenn die Hinweise auf den Kuchen ein bisschen fies sind, wenn man selbst gerade Hunger hat.) Auch sie bloggt logischerweise über Familienthemen und betrachtet vor allem die bindungsorientierte Elternschaft.

Ihr alle – und noch viele mehr, die ich jetzt wohl vergessen habe – helft mir durch meinen Alltag. Nicht nur als Mama, sondern auch als Frau, denn ihr erinnert mich daran, dass ich nicht nur Mama bin. Ihr zeigt mir neue Wege, beschreibt euren Alltag, der sich in so vielen Punkten dann doch mit meinem deckt und ich merke, dass das alles ganz normal ist. Ihr habt bei den prinz’schen Nachuntersuchungen genauso mitgefiebert, wie bei dem Schwangerschaftstest vom Osterkind. Ihr alle seid mehr oder weniger seit drei Jahren durch eure Blogs und Podcasts (die ja alle auch Zeit fressen) ein Teil meines Lebens. Und dafür möchte ich heute einmal Danke sagen. Habt Dank!