Ein Wochenende voller Selbstständigkeit

Als ich am Freitag zum Hort kam, um dort den Sohn abzuholen, war er wenig erfreut. Es hatte vorher geregnet und wir wollten eh direkt zum Einkaufen starten, also kam ich mit dem Auto. Seinen Roller wollte ich einfach in den Kofferraum werfen. Der Prinz sah das anders: Er wollte mit dem Roller zur Kita, um dort das Osterkind abzuholen. Und weil er das sehr vehement einforderte und er den Weg kennt, dachte ich: Warum nicht? Der Prinz rollerte also ganz allein zur Kita. Ich fuhr mit dem Auto. Als ich dort ankam, war er schon da: Stolz und überglücklich. So stolz, dass er gleich noch mit der kleinen Schwester allein nach Hause fahren wollte – ich sollte doch bitte einen Umweg machen.

Am Samstag ging es dann gleich weiter mit der Selbstständigkeit. Wenn ich bei den Kindern bin, ist der Papa in seiner Wohnung. Die ist im gleichen Ort und nur 10 Minuten von uns entfernt. Und weil der Prinz am Freitag die Freiheit geschnuppert hat und das so gut lief, wollte er am Samstag direkt mal Papa besuchen fahren. Allein. Oder besser gesagt: Mit der kleinen Schwester, aber ohne Begleitung eines Erwachsenen.

Heute Morgen fuhr er dann allein zur Schule. Ich brachte das Osterkind in die Kita, setzte mich danach aufs Rad und war wenig überrascht, dass der Prinz sein Rad ordentlich auf dem Schulhof angeschlossen hatte. Ins Klassenzimmer bin ich nicht gegangen, mir reichte das Rad auf dem Schulhof als Beweis, dass alles in Ordnung war.

Welch Meilensteine, an nur einem Wochenende. Er wird groß und mich macht das unendlich stolz.

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