Hamburg, my ❀

Eigentlich wollte ich euch schon lÀngst von unserem Kurzurlaub in Hamburg erzÀhlt haben. Aber leider waren die folgenden Arbeitstage darauf so Àtzend, dass ich abends keinen geraden Satz mehr raus bekommen hÀtte. Deshalb erzÀhle ich euch jetzt einfach, wie wir uns in Hamburg verliebt haben und am Liebsten geblieben wÀren.

Anfang Juni gönnten wir uns drei Tage und zwei NĂ€chte in der Hansestadt. Gebucht hatten wir das Familienpaket im „Junges Hotel“ – 800m vom Hauptbahnhof entfernt. Da es dieses Paket nur mit zwei Übernachtungen, dafĂŒr aber mit Familienzimmer gab, hatten wir genug Zeit, den Kindern die Großstadt zu zeigen.

Angereist sind wir natĂŒrlich mit dem ICE. Zuerst dachten wir, dass die knappe Stunde Reisedauer fĂŒr die Kinder viel zu kurz sein wird, aber sie fragten ca. 400mal, wann wir endlich da sind. Da war die Aufregung auf Hamburg und die ersten Übernachtungen in einem richtigen Hotel wohl doch grĂ¶ĂŸer.


Zuerst mal zum Hotel: Es war toll. Und das sage ich, ohne auch nur einen Cent dafĂŒr zu sehen. Die Mitarbeiter waren nett, neben dem Restaurant gibt es ein Spielzimmer (endlich konnten wir in Ruhe aufessen!), die Zimmer modern und schön eingerichtet. Im Paket waren jeweils ein BegrĂŒĂŸungsgetrĂ€nk fĂŒr jeden von uns (dazu spĂ€ter mehr), jeweils ein 3-GĂ€nge-MenĂŒ, die HamburgCard (u.a. zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel) und ein kleines Spiel (Spielebox mit „Mensch Ă€rgere dich nicht“, Mikado, etc.) fĂŒr die Kids.

In Hamburg sind wir natĂŒrlich die ganze Zeit mit den Öffis unterwegs gewesen und man fĂŒhlt sich als Wahl-Hannoveraner sehr schnell sehr provinziell, wenn man erstmal Doppelgelenkbusse gesehen hat!!EINSELF! Auch dem Prinz sind in der Hochbahn gleich die gepolsterten Sitze aufgefallen und er kommentierte das nur mit: „Mama, guck mal, die Sitze kann man klappen.“ Er meinte wohl streicheln. ;)

Hier auch nochmal ein großes Dankeschön an die Hamburger fĂŒrs Aufstehen, wenn eine vierköpfige Familie in den Wagen kommt und kein Sitzplatz mehr frei ist! Das war gleich die erste Begegnung in einem der Hochbahnwagen und gastfreundlicher kann man im „kĂŒhlen Norden“ ja gar nicht empfangen werden.

Mit der Hochbahn ging es direkt zu den LandungsbrĂŒcken. Alter, was fĂŒr ein Anblick, wenn die U3 aus dem Tunnel direkt auf den Hafen zufĂ€hrt. Allein diese Strecke wĂŒrde einen Umzug rechtfertigen. Am Hafen haben wir uns dann die S67 geschnappt und sind durch den Hafen geschippert. Dort lag auch ein „Mein Schiff“. Leider haben wir nun unsere KreuzfahrtĂŒberlegungen begraben mĂŒssen. Man kann sich nicht ĂŒber Trump und seine Umweltpolitik aufregen, aber gleichzeitig mit so einem Dampfer durch die Meere schippern. Unsere Meinung.

Am nĂ€chsten Tag folgte dann der eigentliche Grund unseres Hamburgbesuchs: Das Miniatur Wunderland. Der Mann und ich waren 2011 das letzte Mal da, leider vor Eröffnung des Flughafens. Daher wurde es allerhöchste Zeit den Besuch nachzuholen. Vor allem, wenn man so bahnverrĂŒckte Kinder produziert hat. ;)

Und wenn man schon nicht in die echte Elbphilharmonie reinkommt, muss es eben die „kleine“ im MiWuLa sein.

Wir verließen das MiWuLa gegen 14 Uhr und befragten Google nach einem Spielplatz in der NĂ€he. Man schickte uns in die noch nicht ganz fertige HafenCity und belohnte uns mit einem ziemlich grandiosen Spielplatz. WĂ€ren die Kinder nicht so mĂŒde und kaputt gewesen, wir hĂ€tten sie wohl nie wieder von dem Spielplatz runter bekommen. (Und nein, nicht das GerĂŒst im Hintergrund ist das Highlight, sondern das Piratenschiff davor.)

Am Abend spielten die Kinder noch allein im Spielzimmer wĂ€hrend wir in der Hotelbar unseren BegrĂŒĂŸungsdrink aka Mojito zu uns nahmen. Große Kinder fetzten!

Am Abschiedstag regnete es leider in Strömen, also erfĂŒllten wir dem Mann seinen Herzenswunsch und fuhren in die Harburg Arcarden. Dort gab es nĂ€mlich eine Legoausstellung (u.a. mit Legosachen von zusammengebaut.com) zu sehen. Die Augen aller mĂ€nnlichen Mitreisenden leuchteten arg. Und ich stellte fest, dass es wahre Liebe wohl nur unter Sturmtrupplern gibt.

Dann hieß es auch schon Abschied nehmen. Aber Hamburg wĂ€re eben nicht Hamburg, wenn es uns nicht noch eine wichtige Info mit auf den Weg geben wĂŒrde:

Unser Wochenende

Da ich an diesem Wochenende verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig viele Fotos gemacht habe, schreibe ich heute eben auch mal unser #wib (Wochenende in Bildern) auf. Ich hatte mir ja eh vorgenommen, mehr zu bloggen. Also muss hier auch mehr Alltag stattfinden.

Das Wochenende begann am Freitagnachmittag mit dem Weg zur Kita. Ich hatte das erstmal seit sehr langer Zeit wieder meine Chucks an und stellte fest, dass ich die viel hĂ€ufiger tragen muss. Und ĂŒberhaupt! Ich brauche mehr Chucks.

Ich holte also die Kinder und fuhr mit ihnen direkt wieder in die Stadt. Der Hauptfreund und der Prinz hatten einen Frisörtermin. Das Osterkind will sich die Haare lang wachsen lassen – genau wie Mama. Aber die Jungs mussten dringend das Winterfell lassen. Das ist ĂŒbrigens das prinz’sche Winterfell. Der Hauptfreund hat aber gewonnen. So mengentechnisch.

Danach gab es fĂŒr alle das erste Eis des Jahres. Mjam. Aber das mit der Rechtschreibung. Naja.

Samstagmorgen gingen das Osterkind und ich dann den obligatorischen Wochenendeeinkauf erledigen. DM, Real. Und wÀhrend das Ostenkind stylisch als stylisch can be loszug, hatte ich nicht mal Make-up aufgelegt.

Die Jungs blieben zu Hause und der Hauptfreund nutzte das schöne Wetter, um das Fahrrad vom Prinz neu zu lackieren. Nachdem wir am letzten WE feststellen mussten, dass man kaum noch ein 14 Zoll Kinderrad bekommt, bekam der der Prinz ein neues (16“) Rad. Er wollte das alte aber nur abgeben, wenn es eine neue Farbe bekommt. Und das Osterkind wollte es nur nehmen, wenn es lila-metallic wird. Tja, also gab der Papa alles und tada:

Damit machten wir dann direkt den ersten Ausflug zum Spielplatz. Das Osterkind fuhr direkt die ersten 20 Meter allein, achtete aber dann immer wider darauf, dass Papa sie auch festhÀlt. Denn wenn sie umfÀllt, dann tut sie sich ja an der Seite weh. Klar, ne?!

Den heutigen Tag starten wir dank der Zeitumstellung erst um halb neun. Whoop! Ich weiß ja auch nicht, warum da immer alle drĂŒber schimpfen, fĂŒr uns Eltern ist das doch prima. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal bis halb neun im Bett bleiben konnte. Hihi.

WĂ€hrend das Osterkind heute mal ausnahmsweise Mittagsschlaf machte, putzten wir die Wohnung. Danach guckten wir alle die aktuelle „Sendung mit der Maus“ und verschwanden dann natĂŒrlich wieder auf dem Spielplatz. Dieses Wetter muss man schließlich auskosten!

Zum Abschluss steckten wir die Kinder noch in die Wanne, wo der Prinz lauthals „Du hast den Farbfilm vergessen“ von Nina Hagen trĂ€llerte. Nicht, dass er wĂŒsste, was eigentlich so ein Farbfilm ist. 🙈

Alles in allem war es ein tolles und ruhiges Wochenende. Morgen hat die Kita Konzeptionstag und ich bin im Homeoffice. Wir gehen die Woche also erstmal ruhiger an.

PS. Hier findet ihr das WIB von Susanne und anderen BloggerInnen.

Ein Hoch auf die Gleichberechtigung

Heute ist #Weltfrauentag und das Internet ist voll mit Infografiken wie „Frauen machen viel mehr im Haushalt“, „Frauen investieren mehr Zeit in unbezahlte Sozialaufgaben“ blablabla… Aber ganz ehrlich? Es geht doch auch anders? Warum redet da denn keiner drĂŒber?

Ich bin ja kein Freund von „die einen sind viel besser als die anderen“. Und schon gar nicht bin ich ein Freund von „Frauen gehören an den Herd“. Nun habe ich das GlĂŒck in einer gleichberechtigten Beziehung zu leben. Also in einer richtig gleichberechtigten.

Wir haben beide einen Vollzeitjob. Deshalb teilen wir uns alles, was sonst noch gemacht werden muss: Ich ĂŒbernehme morgens die Kinder und bringe sie zu Kita, der Hauptfreund holt sie dafĂŒr jeden Tag pĂŒnktlich ab. Wir teilen uns in die Kinderkrankentage und in Elternabende. Er kauft meistens in der Mittagspause ein. DafĂŒr gehe ich am Freitag auf dem Heimweg am Wochenmarkt vorbei oder schnippse noch schnell in den Drogeriemarkt des Vertrauens. Meine Aufgabe ist das Besorgen von Geburtstagsgeschenken, dafĂŒr muss der Mann aber sĂ€mtliche Bastelsachen ĂŒbernehmen.

Okay – die WĂ€sche ist tatsĂ€chlich mein Ding. Aber auch nur, weil er sie einfach nicht so aufhĂ€ngt, wie ich das mache. Ihr wisst, was ich meine, oder? DafĂŒr teilen wir uns das Kochen, putzen, aufrĂ€umen. Ich ĂŒberlasse ihm gern handwerkliche Sachen und er steht am Wochenende viel hĂ€ufiger frĂŒher auf, um sich um die Kinder zu kĂŒmmern.

Apropos Kinder: Auch hier hat der Hauptfreund bisher nur eine einzige Sache allein mir ĂŒberlassen. Aber das ging auch nicht anders, weil er das Stillen echt schlecht hinbekommen hĂ€tte.

Wenn ich jetzt aufrechnen wĂŒrde, hĂ€tte der Mann wahrscheinlich sogar den grĂ¶ĂŸeren Anteil an der Kinderbetreuung. Einmal in der Woche verabschiede ich mich schließlich fĂŒr knapp zwei Stunden zum Yoga – zwei Stunden nur fĂŒr mich allein.

Ich weiß, dass wir nicht zum Durchschnitt gehören. Dass es in vielen Familien normal ist, dass Papa lange arbeitet und Mama dafĂŒr zu Hause ist. Ich will das gar nicht be- oder verurteilen. Jeder soll sein Leben so leben, wie es ihm oder ihr gefĂ€llt. Ich freue mich aber, dass der Mann und ich da ziemlich gleich ticken. Und wir unseren Kindern zeigen, dass es auch gleichberechtigt geht. So haben es meine Eltern gemacht und so machen es  – vielleicht, wenn sie es wollen – auch unsere Kinder. Ein Hoch auf die Gleichberechtigung!

Allein, allein

Seit fĂŒnf Jahren und vier Monaten bin ich nun Mama. Es waren schön glĂŒckliche, aber auch anstrengende fĂŒnf Jahre. Wie oft habe ich mir gewĂŒnscht, mal einen Nachmittag nur fĂŒr mich zu haben. Serien zu gucken, auf dem Sofa zu liegen. All das habe ich heute exzessiv gemacht. Und genossen!

Der Mann hat am Dienstag die Kinder eingepackt und ist zu seinem Bruder gefahren. Seit Dienstag hab ich also sturmfrei und bin sowas wie solo. Ich nutzte die Zeit, um viel zu arbeiten und habe mich mit meinen Freundinnen getroffen. Es waren schöne drei Tage. Ich suchte jetzt auch diese Teeny-Vampir-Serie und warte auf die RĂŒckkehr der Familie. Denn ganz ehrlich: So oft ich mir auch mal eine Auszeit gewĂŒnscht habe, so langsam wird es Zeit. Die fehlen mir!

Neues von der No Poo-Front

Da die letzten Wochen arg anstrengend waren und wir nach den Krankenwochen auch echt noch irgendwie in den Seilen hingen, habe ich euch noch gar kein Update vom Haarexperiment geschrieben. Nachdem ich dann letzte Woche auch noch ein kleines Haarfail hatte und fast wieder zu Shampoo gegriffen hÀtte, ist das auch nötig.

Nach den ersten fĂŒnf Wochen „nur Wasser“ und der Tatsache, dass mein Immunsystem durch meine ErkĂ€ltung quasi anderweitig beschĂ€ftigt war, blĂŒhte meine N*eurodermitis erstmal so richtig. Dadurch wurde meine Kopfhaut extrem trocken und ich kratzte mir diese quasi komplett runter. Nicht schön und vor allem nicht zielfrĂŒhrend. Ich befragte also das Internet und wurde auch ziemlich schnell fĂŒndig: Eine Ölkur soll Besserung bringen. Stinknormales Olivenöl ins Haar, mit Klarsichtfolie abdenken, einziehen lassen und dann auswaschen. Gesagt, getan.


Leider klappt das ganze nur in der Theorie: Das Öl zog nicht so richtig ein (zuviel?) und naja, nur mit Wasser auswaschen kann geht ja auch nicht. Das bemerkte ich dann auch. Meine Haare sahen am nĂ€chsten Morgen immer noch wie klatschnass – nĂ€mlich total fettig und strĂ€hnig – aus. Ich versuchte es dann noch mit Dinkelmehl, da wir kein Roggenmehl im Haus hatten. Aber auch das brachte nichts, das Öl blieb und ich verzweifelte so langsam.


Eine letzte Chance wollte ich dem „Kein Shampoo“ noch geben. Also googelte ich wieder und stieß dann auf „Lavaerde“. Also fuhr ich zum örtlichen Bio-Supermarkt und kaufte mir Lava-Wascherde, rĂŒhrte diese mit etwas Wasser an und wusch mir die Haare. Sollte das Öl diesmal wieder nicht rausgehen, wĂŒrde ich direkt zu Shampoo greifen. Aber zack: Es half und war fantastisch! Meine Haare wurden sauber und trotzdem nicht so dĂŒnn, wie bei richtigem Shampoo. Zudem haben sie in dieser Woche gar nicht wirklich nachgefettet. Entweder es liegt an der Erde oder mein Kopf hat sich jetzt, nach sieben Wochen, an den Abstand gewöhnt und ich bin jetzt bei „einmal alle sieben Tage waschen“ angekommen.


Heute war dann wieder Haarwaschtag und ich nahm diesmal Kaffeesatz von heute Nachmittag. Das geht nĂ€mlich auch ziemlich gut und danach riechen die Haare nach Kaffee… Mmmmhhh.

Es ist nicht vorbei

Wir beginnen also mit Woche drei im Krankenlager. WÀhrend der Prinz die letzte Woche zur Erholung nutzte und eigentlich gar nicht mehr krank war, teilten sich der Mann und ich die Betreuung des Osterkinds. Manchmal denke ich, dass sie dem Virus nur so lange getrotzt hat, damit er sie jetzt so richtig Àrgert.

Am Montag wollten wir eigentlich in den Alltag zurĂŒck kehren: Die Eltern gehen wieder arbeiten und die Kinder in die Kita. Pustekuchen, das Osterkind bekam am Sonntag wieder Fieber und lag flach. Das ganze zog sich bis Freitag, sodass sich der Mann und ich in die Betreuung der Kinder reingeteilt haben und jeweils eine halbe Woche im BĂŒro bzw. zu Hause verbrachten. Was das fĂŒr die Kollegen und unsere Arbeitgeber bedeutete, das schoben wir mal ganz weit weg. Hier geht es jetzt mal ums Kind und nicht um den Job.

Nachdem sie am Freitag nochmal fast 40 °C Fieber hatte, war sie am Samstag das erste Mal nach fĂŒnf Tagen fieberfrei. Ich schöpfte Hoffnung und wir zwei fuhren zusammen zum Wochenmarkt.

Aber das war dann doch ein wenig anstrengend und sie schlief auf dem RĂŒckweg fast in meinem Arm ein. Zu Hause verbrachte sie dann den restlichen Tag auf dem Sofa – was völlig okay ist, da wir alle noch nicht fit sind. Auch der Mann und ich hĂ€ngen noch arg durch und spĂŒren ein Kratzen im Hals. Wir sind alle – okay, alle bis auf dem Prinz – schlapp und wollen uns gar nicht mehr als nötig bewegen. Gestern Nacht war dann aber die Hölle, da das Osterkind stĂ€ndig wegen Ohrenschmerzen aufwachte. Nach einer Dosis Ibusaft ging es dann, aber da war es schon fast Morgen.

Heute fuhr dann der Mann mit ihr in die Kinder-Notambulanz. Die Ohrenschmerzen ließen nicht nach und sie hatte wirklich krass-schlechte Laune. Da kam dann die Gewissheit: Sie steuert auf eine OhrenentzĂŒndung zu. Juhu. Nicht.

Und so trage ich mein krankes MĂ€dchen wieder kilometerweit durch unsere Wohnung, tröste und kuschle sie. Es fĂŒhlt sich noch einmal nach der lĂ€ngst vergangenen Babyzeit an und dennoch wĂŒrde ich ihr diesen Kampf so gern abnehmen. Drei Krankenwochen, das hatten wir noch nie. Und langsam macht mir die HartnĂ€ckigkeit dieses Virus auch echt Angst.

Krankenstand: 4/4 (inkl. RĂŒckfall)

Angefangen hat alles am Freitag, aber darĂŒber habe ich ja schon berichtet.

Am Montag machten sich das Osterkind und ich noch wagemutig auf den Weg in den Alltag. Sie in die Kita, ich zur Arbeit. Aber mir halfen die trölftausend Tassen Ingwer-Zitrone nicht, ich kam mit 39°C Fieber nach Hause. Also lagen am Dienstag 3 von 4 krank auf dem Sofa. Nur das Osterkind war „last woman standing“ und wollte tapfer weiter in die Kita.


Nachdem es uns Eltern heute wenigstens ein bisschen besser ging, machten wir einen Miniausflug zum Spielplatz. Dort saßen die Kinder fĂŒnf Minuten auf der Schaukel, fĂŒnf Minuten auf der Wippe und dann mussten wir ganz schnell nach Hause, weil der Prinz extrem fror.


Zuhause verschwand er direkt auf dem Sofa und schlief ein und tada – wachte mit 38,6°C auf. Zur Sicherheit haben wir dann auch nochmal beim Osterkind Fieber gemessen. Und obwohl sie singend Lego spielte, verriet uns das Thermometer: 38,4°C. Damit sind wir jetzt zu Viert. Jackpot.

Alltag und das Haarexperiment – Woche 4

Heute war ein richtiger Schlumstag. Das lag vor allem daran, dass es die MĂ€nner des Hauses ausgeknockt hat. Der Prinz fiebert schon das ganze Wochenende, aber heute endlich nicht mehr ĂŒber 40 Grad. Deshalb verzog er sich auch nach dem FrĂŒhstĂŒck direkt wieder aufs Sofa und schlief ein. Und, dass der Prinz am Tag noch einmal schlĂ€ft, ist wirklich eine Ausnahme.


Ich machte also noch schnell den Haushalt, wĂ€hrend sich der Hauptfreund um unser Osterkind kĂŒmmerte. Zwischendurch warfen wir immer mal wieder einen besorgten Blick auf unseren Prinz und mir blieb fast das Herz stehen, als er zwischendurch kurz aufwachte, sich hinsetzte, aber nur wirres Zeug redete. Dann legte er sich wieder hin und schlief direkt weiter. Ich denke, er war also gar nicht richtig wach, aber kurzzeitig stand mein Herz still.

Nach dem Mittagessen gönnten wir uns eine Runde „Sendung mit der Maus“ und kuschelten die Kinder. Und dann erwischte es auch den Hauoptfreund. Die MĂ€nner der Familie lagen also nun gemeinsam mit 38 Grad Fieber auf dem Sofa. Eigentlich hatte ich deshalb den Plan mit dem Osterkind schwimmen zu gehen, aber die wollte nicht.

Eine Runde Yoga war dann fĂŒr uns MĂ€dels aber doch drin. Man merkte dem Osterkind schon den ganzen Vormittag an, dass sie um Aufmerksamkeit buhlte. Sie stĂ€nkerte, provozierte. Wie konnte ich sie verstehen! Zwei Tage hört sie nun schon „sei bitte leise, der Prinz ist krank“. RĂŒcksicht, immer nur RĂŒcksicht. Deshalb wollte ich mir Exklisivzeit fĂŒr sie nehmen. Gestern einen ausgedehnten Spaziergang und heute gönnten wir uns ein wenig Welness in der Badewanne. Diese Mama-Tochter-Zeit ist einfach toll. Und ok, ein Kind ist nicht kein Kind. Aber es tut so gut, seine Aufmerksamkeit nur auf einen Schnuffel lenken zu können, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu mĂŒssen.

Zu den Haaren gibt es nicht viel zu sagen: Sie fetten immer noch und schuppen weiterhin. Das nervt! Einzig die WildscheinbĂŒrste begeistert mich immer noch. Sie kĂ€mmt wirklich den ganzen Schmutz und Staub aus den Haaren. Aber ob ich das jetzt wirklich durchhalte… Man weiß es nicht.


Und nun dröhne ich mich mit Vitaminen voll, damit es mich nicht auch noch dahin rafft. Fieber kann ich nun so gar nicht gebrauchen.

Auf den Nadeln

Warum erzĂ€hle ich hier eigentlich nie, was ich eigentlich gerade so stricke? Jetzt, wo ich abends (meistens) nicht allzu mĂŒde bin, habe ich mir mal wieder ein Strickprojekt zugetraut, welches umfangreicher als ein Paar Socken ist. Nachdem ich das letzte Paar Socken dann nach unglaublichen 12 Monaten beendet hatte, kaufte ich mir diese tolle Wolle von der Wollmeise und schlug „Sleeves“ von Martina Behm an.


Sleeves ist ein Dreieckstuch mit Ärmeln. Also quasi eine Mischung aus Bolero und Tuch. Perfekt fĂŒr jemanden wie mich, die quasi nie genug Strickjacken/ Pullover etc. hat. Den rechten Ärmel habe ich bereits fertig – hat nur drei Monate gedauert 😂 – nun stricke ich am zweiten. Die Wolle ist farblich der Hammer und lĂ€sst sich auch prima verarbeiten. 


Leider wird sie mit 2,5er Nadeln verstrickt – und das dauert eben. Aber der Weg ist das Ziel und nĂ€chsten Winter werde ich es wohl geschafft haben. Hoffe ich.

Das Haarexperiement – Woche 3

Heute ist Sonntag und damit ist heute „Haarwaschtag“. Es wird also Zeit fĂŒr ein Update an der Water-only-Front. Ich muss sagen, die letzte Woche wart hart. Meine Haare waren einen Tag nach dem Waschen schon so „geht so“. Ich trug sie am Montag offen, aber da fĂŒhlte es sich schon sehr grenzwertig ab. Ab Dienstag ging nur Zopf oder Haarklammer. An offene Haare war da nicht mehr zu denken. Ab Freitag fĂŒhlte ic mich sichtlich unwohl und versuchte die Situation auf meinem Kopf zu ignorieren. Das gelang mir aber nur bedingt: Meine Kopfhaut ist immer noch sehr unausgeglichen und schuppt. Und sie juckt, was mich wahnsinnig nervt. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass sich das bald reguliert.

Das Nachfetten war diese Woche ein arges Problem. Das liegt aber wahrscheinlich einmal daran, dass es erst die zweite Woche im 7-Tage-Abstand war. Auf der anderen Seite muss ich mir endlich angewöhnen, mir nicht stÀndig mit den HÀnden durch die Haare zu fahren. Selbstdisziplin ist eine Tugend, die mir leider verwehrt blieb.

Wenn die Haare so fettig sind, ist das BĂŒrsten mit der WildschweinbĂŒrste leider gar keine Freude. Dann tut mein Haaransatz weh und wenn man dann noch eine BĂŒrste nutzt, die das BĂŒrsten jeder einzelnen StrĂ€hne verlangt, wird das nicht besser. Zudem kostet dieses BĂŒrsten Zeit, die ich mir eben jeden Tag nehmen muss. Aber nach dem BĂŒrsten sind meine Haare glĂ€nzend und fluffig – juhu!

Außerdem habe ich das GefĂŒhl, dass die WildschweinbĂŒrste bereits unter der Woche alle alten Haare herausbĂŒrstet und ich unter der Dusche viel weniger verliere. FrĂŒher hatte ich beim Haarewaschen unter der Dusche ganze „BĂŒschel“ in der Hand. Jetzt ist das viel besser. Ich hole die BĂŒschel jedoch nun unter der Woche aus meiner BĂŒrste. ;)

Vor und nach dem Waschen – welches ich ja nur mit Wasser mache – kĂ€me ich die Haare auch StrĂ€hne fĂŒr StrĂ€hne mit der BĂŒrste. So verteile ich den Talg noch einmal bis in die Spitzen. Unter der Dusche habe ich meine Haare heute zusĂ€tzlich mit einem Waschlappen abgerubbelt. Sie fĂŒhlen sich jetzt deutlich unfertiger und „gewaschener“ als letzte Woche an. Aber irgendwie scheinen sie jetzt auch strohig. Ich werde sie nochmal grĂŒndlich kĂ€mmen, wenn sie trocken sind und sehe dann weiter. Nach dem Waschen sehen sie jetz so aus:


Was mich jedoch etwas beunruhigt: Mein Ansatz wird langsam aber sicher sichtbar, was mich vor ein klitzekleines Problem stellt. Soll ich meine Haare weiter fĂ€rben? Wenn ich so „öko“ bin und nicht mal Shampoo benutzen will, ist Farbe (Elumen) eben eigentlich keine Option. Alternativ mag ich meinen aschigen Naturton so gar nicht. Es bleibt also spannend, wie ich mich entscheiden werde…