Weihnachten in Familie 2014

Die Weihnachtsfeiertage habe sich schon wieder verabschiedet, da finde ich endlich mal ein paar Minuten ebendiese zu verbloggen. Dieses Weihnachtsfest war nämlich nicht nur wundertoll und mit viel Liebe gespickt, sondern in einem Punkt auch sehr überraschend und erkenntnisreich. Aber dazu später mehr.

Heiligabend begann, wie wohl in vielen Familien, mit der Zubereitung des Kartoffelsalates. Da die Feierlichkeiten in diesem Jahr bei meiner Nichte stattfanden, brauchten wir uns um einen Baum keine Gedanken zu machen. Ich stelle mir nämlich keinen Baum ins Wohnzimmer, wenn an Heiligabend nicht mal Geschenke drunter liegen werden. Den Kartoffelsalat schnippelten dann aber auch wir alle: Die Kinder schnitten mit ihrem Papa die Gurken, Eier und Kartoffeln und ich fügte noch Äpfel und Zwiebel hinzu (nebenbei hatte ich die Macht über den Herd und beaufsichtigte das Kochen jener Zutaten). So waren wir gut beschäftigt und die Kinder waren von dem blöden Regenwetter nicht allzu genervt. Nach dem Mittagessen ging es für den Prinz und das Osterkind dann auch schnurstracks ins Bett, wo wir Eltern auch gern gewesen wären. Wir mussten aber das Auto beladen, die Küche aufräumen und alles das machen, was Eltern eben so vernünftigerweise vorbereiten, wenn die Kinderlein schlafen. Zudem telefonierte ich nochmal ausgiebig mit meinem Bruder, der arbeiten musste und deshalb nicht mit uns feiern konnte. So hatte ich ihn wenigstens am Telefon bei mir.

Zum Kaffee fielen wir dann bei der Nichte samt ihrer Familie ein. Meine Schwester war auch schon da, den Neffen hatten wir im Schlepptau. Bei lecker Kuchen und Keksen läuteten wir die besinnliche Stimmung ein und die Kinder kochten in der Ikea-Kinderküche des Großneffen einen Kaffee nach dem anderen. Gegen 17 Uhr klopfte es dann an der Tür und der Weihnachtsmann stand draußen. Im Wohnzimmer waren bereits alle versammelt (noch dazu die Schwiegerfamilie meiner Nichte, sodass eine stattliche Anzahl an Personen und eben auch Geschenken zusammen kam). Dann kam der Weihnachtsmann herein und mein Sohn verblüffte mich total. Aufgeschlossen und total neugierig stand der Prinz mitten im Raum und bot lautstark seine Hilfe an, als der Weihnachtsmann darum bat. Hätte man mich vorher um eine Einschätzung gebeten, ich hätte wetten können, dass sich der Prinz bei Papa oder Mama verkriecht und der Sache „Weihnachtsmann“ erstmal skeptisch entgegen tritt. Aber nein. Mein Sohn war vollkommen selbstbewusst, offen und neugierig. Verteilte Geschenke und ermahnte die kleine Schwester, wenn die ihre vorschnell öffnen wollte. Zum Schluss sagen wir alle gemeinsam „Oh Tannenbaum“ und auch da war der Prinz der Lauteste. Hach. Dazu die leuchtenden Kinderaugen beim Öffnen der Geschenke. So macht Weihnachten erst richtig Spaß.

Den ersten Feiertag verbrachten wir dann ganz unter uns zu Hause. Die Kinder bespielten die Parkgarage (große Liebe bei beiden!), schoben den Puppenwagen samt Puppe durch die Wohnung (vor allem der Prinz) und rollten eine Kugel nach der anderen über die neue Kugelbahn (vor allem das Osterkind). Es tat gut, einen ganzen Tag nur für uns zu haben und den Kindern die Möglichkeit zu geben, ihre neuen Spielsachen direkt auszuprobieren.

Am zweiten Feiertag machten wir uns dann auf den Weg in hessische Outback zur Familie des Hauptfreundes. Dort war großes Mittagessen (Gans, Rotkohl, Klöße!) und Kaffee trinken vorgesehen. Zuerst befürchtete ich, dass die Essenszeit (13 Uhr und damit 1,5 Stunden später als ’normal‘) der Laune unserer Kinder nicht zuträglich sein würde. Aber das zweite Frühstück im Auto und das direkte Essen nach Ankunft, belehrten mich eines besseren. Die Kinder genossen das Spielen mit ihren Cousins und Cousinen und wir Erwachsenen genossen es sehr, uns alle mal wieder zu sehen. Denn leider, leider ist das Aufgrund von Entfernungen nicht mehr allzu oft der Fall.

Und nun ist Weihnachten schon wieder vorbei, wir haben noch knapp eine Woche Urlaub und genießen die Exklusivfamilienzeit. Denn eins haben wir uns für die Zeit zwischen den Jahren vorgenommen: Kein Stress und endlich mal wieder nur wir vier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich stimme zu.