Die Macht sei mit euch!

Die deutsche Blogosphäre wächst und wächst. Und damit auch ihr Einfluss. Das ist einer der Gründe, warum immer mehr Journalisten und PR- Agenturen auf die „leichte Art“ publizieren. Ein Weblog- das ist ein ganz persönliches Forum. Man kann schreiben, was einem wichtig erscheint, sollte aber einige Regeln beachten…

Blogs haben eine gewisse Macht. Keine politische wie das Kapital, keine demokratische wie das Volk. Aber eine Macht, Diskussionen ins Rollen zu bringen und fragwürdige Geschäftsmittel anzuprangern.
Zum einen sollte man nicht unterschätzen, dass jeder, der einen Internetzugang hat, auch ein Weblog betreiben kann. Damit ist die unbekannte Komponente des Unwissens schon einmal gegeben. Die gebloggten Meinungen sind subjektiv und müssen nicht auf Tatsachen beruhen. Keiner weiß, ob das Gebloggte vom einem Fachmann/ -frau stammt oder ob „Muttchen“ nur „ihren Senf dazugeben will“. Nicht alles glauben, was da im Web steht. Das Internet hat, wie das Fernsehen, nicht immer Recht.
Schon sind wir bei der zweiten ungewissen Komponente: Nachrichten verbreiten sich in der Blogosphäre in Windeseile. Durch die starke Verlinkung einzelner Blogs, kann eine (Falsch-) Meldung sehr schnell um die Welt gehen. Und dann wird in „klein Bloggersdorf“ genauso getratscht wie in der Stammkneipe nebenan. So kommt es, dass ein Unternehmen wie „Jamba“ ganz schnell auf dem Blogger- Grill landet. Und das kann ganz schön unangenehm werden…

Weblogs werden also auch zu PR- Zwecken eingesetzt. Man kann Werbung machen oder das Produkt der Konkurrenz öffentlich diffamieren. Besonders wirksam wird das, wenn es „undercover“ geschieht. Plötzlich schreiben „ganz normale User“ wie toll ein Produkt ist und wie schlecht das der Konkurrenz. Peinlich wird es erst, wenn die Blogosphäre aufdeckt, dass es sich um Firmenangehörige handelt, die im Auftrag der Chefetage bloggen.
Die PR- Abteilung eines Unternehmens sollte die Blogosphäre aber auf gar keinen Fall ignorieren. Gutes Krisenmanagement hätte Jamba einen enormen Imageschaden erspart…

Noch ist die deutsche Blogosphäre relativ klein und unbekannt. Politische Blogs, wie man sie aus dem USA kennt, gibt es hierzulande (noch) nicht. Aber dennoch vermehrt sich die Zahl der Weblogs kontinuierlich. „Watchblogs“, wie das wohl bekannteste deutsche Weblog bildBlog, übernehmen medien- beobachtende Funktionen und können ganz schöne Wellen schlagen. Aber auch „unterhaltende“ Weblogs, wie das des Shopbloggers, sind eine Bereicherung der deutschen Blogosphäre. Auch die „Zeit“ hat erkannt, dass man als interessierter „Onliner“ an Weblogs nicht vorbei kommt. In ihrer Netz- und Nabelschau werden lesenswerte Blogs vorgestellt, hier kann man also einen guten Überblick gewinnen. So kann sich jeder seinen persönlichen „Lieblingsblog“ heraus suchen, die Auswahl wird ja auch immer größer.

Und last, but not least: Wer sich etwas mehr mit der Blogosphäre beschäftigt, wird an einem Namen nicht vorbei kommen und früher oder später auf blogbar landen. Die Rede ist von DonAlphonso, der mit seinem Buch „Blogs“ eine schriftliche Grundlage zum Thema geliefert hat und einer der „Vorreiter“ der deutschen Blogosphäre ist. Und deshalb möchte ich auch mit einem Zitat zum Thema „Blogosphäre: Welche Blogs sind die besten?“ enden:

„In einem derartig beliebigen und wandelbaren Netzwerk wie der Blogosphäre, wo jeder schreiben und lesen kann, was er will, kann es keine Hierarchien, sondern allenfalls Unterschiede geben.“ (DonAlphonso)

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