Politisch korrekt!

In Deutschland geht es auf und ab. Die Wirtschaft kränkelt, die Regierung liegt in den letzten Zügen. Zwischen fehlenden Arbeitsplätzen und fehlender Bildung fragen sich die Bürger immer öfter, wie es noch weiter gehen soll. Und dann auch noch das Wahl- Debakel in NRW! Jetzt überlegt Bundeskanzler Schröder angestrengt, wie man Neuwahlen anstreben kann und die CDU lacht sich ins Fäustchen… Klarheit schafft das beim Bürger aber nicht, also wen soll man denn im September wählen? Rot? Schwarz? Oder doch lieber Blau?

Mit einem Politik- Blog könnten wir unserer Leserschaft die Möglichkeit geben, sich unabhängig zu informieren. Weblogs haben ja den Vorteil aktuell und vor allem schnell zu sein. Diese Logbücher des Internets bieten dem Leser Informationen und dazu noch die Möglichkeit der Diskussion. Im Gegensatz zu unseren Politikern, können wir unseren Lesern die Chance geben ihre Stimme zu erheben. Sie werden das Gefühl haben, dass sie gehört und ernst genommen werden und das ist schließlich das Ziel von Demokratie.

Ein politisches Weblog müsste also her…

Was können wir damit erreichen? Zum einen geben wir unserer Leserschaft die Möglichkeit der Information. Die Vorteile: bloggen geht schnell und ist auch kein großer technischer Aufwand. Des Weiteren werden Weblog- Einträge in den seltensten Fällen in dem „trockenen“ Zeitungsstil geschrieben. Wir wären also besonders für Jugendliche und jung Gebliebene interessant und diese bilden schließlich Deutschlands Zukunft. Sollten sie dann nicht besonders gut informiert sein, um diese aktiv mitzugestalten? Das Weblog soll die Berichterstattung unserer Zeitung keinesfalls ersetzen, es soll sie ergänzen. Somit lässt sich vielleicht auch die Abonnentenzahl steigern, denn die jungen Leute kommen durch das Blog auf den Geschmack und wollen sich durch die Printausgabe weiter informieren. Deshalb ist es wichtig, dass die Texte aus der Print- bzw. Online- Redaktion nicht einfach in das Blog kopiert werden. Weblogsprache ist eher kurz, prägnant, aber auch lockerer… Natürlich müssen alle Informationen den Tatsachen entsprechen, aber ein bisschen Kritik oder versteckte Ironie macht den Blog und damit schließlich auch die Zeitung „menschlicher“ und attraktiver.

Der Kreis der Autoren sollte aus einer bunten Mischung bestehen. Natürlich sollte ein Redakteur unserer Zeitung dabei sein. Aber authentisch wird das Ganze erst, wenn auch „normale“ Bürger bloggen. Wie wäre es denn mit einem Arbeiter, der natürlich ein gewisses journalistisches Talent mitbringt? Und einem Jugendlichen, der sich vielleicht nicht ausschließlich mit Politik beschäftigt? Dazu könnte man noch einen oder zwei Kommunalpolitiker ins Boot holen, die aus ihrer Sicht berichten. Damit hätten wir eine ausgewogene Mischung geschaffen, die alle Sichtweisen der breiten Bevölkerung anspricht und somit vertrauenswürdig wirkt. Über die Vergütung müsste man natürlich mit den einzelnen Beteiligten sprechen. Es dürfte aber nicht allzu teuer werden, da der Zeitaufwand nicht sehr hoch ist und wir den Autoren ja auch eine Möglichkeit geben, sich zu äußern und die öffentliche Meinung mit zu beeinflussen. Ich denke, besonders die Kommunalpolitiker werden die Chance nutzen, um die Ansichten ihrer Partei etwas lockerer zu verbreiten…

Das Weblog an sich wird wohl das kleinste Problem. Anbieter wie Twoday, Blogger.com oder 20six stellen das Layout und eine begrenzte Anzahl von Optionen kostenlos zur Verfügung. Schon nach wenigen Klicks hat man das Weblog erstellt und kann es mit den Inhalten füllen. Wenn unser Polit- Blog dann erst einmal angelaufen ist und den erwarteten Zuspruch gefunden hat, können wir immer noch über eine erweiterte Version nachdenken. Für diese würde dann jedoch ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben, der bei Erfolg jedoch leicht über die Werbung finanzierbar ist. Programmieren muss man also nichts, was auch den Zeitaufwand und damit verbundene Kosten enorm verringert.

Da Politik ein immer aktuelles Thema ist, brauchen wir auch keine genaue Dauer für unseren Weblog festlegen. Wir könnten uns zwar auch auf das Thema „Neuwahlen“ beschränken und dann nach den Wahlen abbrechen. Aber vielleicht wird es auch erst dann richtig spannend. Die Probleme werden schließlich auch mit einer neuen Regierung nicht von heute auf morgen gelöst und wir könnten das nutzen!

Natürlich sind für uns Nutzerzahlen und Bekanntheitsgrad besonders interessant. Dies lässt sich auch ganz leicht nachprüfen. Es gibt zahlreiche Websites, die ein Tool anbieten, was die Zugriffe der Seite zählt. Bei Blogcounter kann man sich zum Beispiel ein solches herunterladen und auf dem Blog einbinden. Wir können dann genau nachvollziehen, wie viele Nutzer wann auf dem Blog waren und welche Berichte sie besonders oft angeklickt haben. Die Spielerei geht sogar so weit, dass ich ihnen sagen kann, welches Betriebssystem unter unseren Usern besonders verbreitet ist, aber man muss es ja nicht übertreiben. Unseren direkten Erfolg können wir dann auch bei Blogstats erfahren. Auf dieser Seite findet man die „Top 10“ der Weblogs, dabei wird auf die Anzahl der Verlinkungen Bezug genommen. Ein wichtiges Zeichen für den Erfolg ist aber immer noch die Kommentarfunktion. Hieran lässt sich wohl am Besten ablesen, wie die Leser unser Blog annehmen und welchen Kreis von Lesern wir ansprechen.

Publik machen wir unser Weblog natürlich über Anzeigen in der Zeitung und das Internet. Nicht nur unsere Online- Redaktion kann da eine Rolle spielen. Die Blogosphäre, also die Blogger- Gemeinschaft, ist schließlich schon beträchtlich gewachsen und die Verlinkung unseres Blogs auf angesehenen, themennahen Blogs steigert zudem noch unsere Glaubwürdigkeit. Unsere Autoren müssten also nur fleißig in der Blogosphäre kommentieren und unseren Blog dabei erwähnen. Qualität spricht schließlich für sich und so werden wir bald eine kleine Fangemeinde haben.

Diese Qualität kann uns dann auch bei der Anzeigengewinnung im Print- und Onlinebereich behilflich sein. Wir bauen schließlich auch mit diesem Blog ein gutes und vor allem modernes Bild unserer Zeitung auf. Werbekunden werden schnell erkennen, dass dieses jugendliche und moderne Image auf junge Leser wirkt und gerade diese zählen meist zur Zielgruppe der Unternehmen.

Jetzt müssen wir dem Kind nur noch einen Namen geben. Diesen sollte man sich gut durch den Kopf gehen lassen, muss er doch einige Kriterien erfüllen. Zum einen sollte er seriös, aber nicht langweilig sein und zum anderen muss man ihn sich leicht merken können. Der Leser soll schließlich noch wissen wohin er surfen soll, auch wenn er die Zeitung schon weggelegt hat.
Einige Vorschläge: „regierbar.de“, „Reichstagsblog“, „Nacht über Berlin- das PolitBlog“

Mit freundlichen Grüßen,

die Redaktion.

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