Zu spät, zu spät…

„Irgendwann werd‘ ich mich rächen, ich werd‘ die Achsen aller Züge brechen…“ Das habe ich zumindest heute gedacht, aber dazu später mehr…

Mein Tag begann eigentlich ganz entspannt und bis ich ins sonnige Hessen kam, war auch noch alles in Ordnung. Die Züge waren relativ leer, pünktlich und meist klimatisiert. Ich nutzte die Zeit also, um Schlaf nachzuholen, denn dieser blieb mir in den letzten Tagen verwährt. Schließlich war Abiball, Grillen bei Freunden, ein paar Tage bei meinem Lieblingsneffen… Ich kuschelte mich also auf meine prall gefüllte Reisetasche und träumte von den letzten Tagen, lecker Eis und das ich bald ankommen würde. Tja, da war die Welt auch noch in Ordnung.

Irgendwann kam es dann, wie es kommen musste. Ich landete in Babenhausen und hörte mit erschrecken die Durchsage:

„Der Zug Richtung Wiesbaden über Darmstadt verspätet sich um ca. fünf Minuten!“

Es war passiert! Vier Mal musste ich bis jetzt umsteigen. Vier Mal hatte ich ausreichend Zeit. Vier Mal waren alle Züge pünktlich. Und jetzt, wenn ich nur fünf Minuten Zeit habe, um die Bus zu erreichen, kommt der Zug natürlich genau diese fünf Minuten zu spät. *grml*kotz*nerv* In Dieburg am Bahnhof sah ich dann noch den Bus abfahren. Ohne mich im Schlepptau. Na ja, was machen?

Wer die Weltstadt Dieburg kennt, kann meinen Unmut nun nachvollziehen. Keine Kneipe, kein Buchladen… einfach: NICHTS! In einer Dreiviertelstunde fährt der nächste Bus. Also, warten. Ich lege mich auf eine Bank, zähle Schäfchenwolken, höre mir die frisch runtergeladenen Klingeltöne der „krassen Checker“ neben mir an und frage mich innerlich:

„Warum immer ich?!“

Aber das Leben ist hart und ich habe endlich mal wieder ein bisschen Zeit an der frischen Luft verbracht. Hat ja auch was. 😉

4 thoughts on “Zu spät, zu spät…

  1. ruf das nächste mal doch einfach an, ich fahr dich rüber, ist ja keine strecke nach groß-zimmern. sonntag nachmittag bin ich sogar meistens wach, je nach nachtschichten-verteilung..

  2. Ja warum gerade ich? Das dachte ich mir heute auch als ich mehr oder weniger froh gelaunt Richtung FH aufbrach. Und dann auf der Autobahn kam es wie es kommen musste und mein Auto kochte über, wie der nette Mann in der Werkstatt es nannte. Also bei 30 Grad Celsius in der Mittagssonne auf einem Autobahnrastplatz zu sitzen und darauf zu warten abgeschleppt zu werden ist auch nicht so schön.
    Aber es trifft ja bekanntlich immer die Falschen, nur das eine kleine Zugverspätung bestimmt billiger ist, als meine Reparaturkosten. ;-)))
    Aber ich habe mit Mitleid mit dir und hoffe, dass der nächste Zug nach Hause pünktlich ist, damit wir wieder mal wieder ausgiebig quatschen können.

  3. REPLY:
    Tja… das wär eine Möglichkeit gewesen, aber 1. da bräuchte ich erstmal deine Nummer und 2. was soll ich denn dann noch bloggen?? 😉

  4. REPLY:
    Nr. ist bei K|P|D hinterlegt, bloggen könntest du dann „Überleben in einem Ford Fiesta: auf dem Weg von Dieburg nach Groß-Zimmern“ oder so ähnlich 😉

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