Einmal MD und zurück

Eine Woche frei und viel Zeit, Freunde zu besuchen. Und weil Australien immer näher kommt und man sich vorher nochmal gesehen haben sollte (auch wenn wir den Teufel nicht an die Wand malen wollen…), stand heute ein Besuch bei meiner Freundin in Magdeburg auf dem Programm.

12.48 Uhr

Ich stehe am Schalter. „Einmal Magdeburg und zurück und ich hab da nen Gutschein.“ Als ich den ratlosen Blick des Schaltermenschen sah, wusste ich, dass das heute nichts wird. Haben nämlich keine Ahnung die Schaltermenschen in meinem Heimatkaff. Das letzte Mal hat die Dame 20 Minuten gebraucht, um mir einen neuen (nach Abzug des zu zahlenden Betrags) auszustellen. Also zücke ich die EC-Karte und stecke den Gutschein weg.

13.03 Uhr

Abfahrt in WSF. Doch nein, es kommt nämlich kein Zug. 10 Minuten stehen wir da in der winterlichen Kälte und nicht mal ein „Buh“ aus dem Lautsprecher. Irgendwann verwies man uns dann darauf, dass der Zug „wegen Bauarbeiten 20 Minuten Verspätung hat“. Da war es wieder, das böse V-Wort.

13.35 Uhr

Eigentlich sollten wir jetzt da sein. Stattdessen stehen wir in der Pampa und warten auf den IC hinter uns. Nochmal 10 Minuten. Die halbe Stunde ist voll und mein Anschlusszug so was von weg.

Ich: „Hallo, Süße. Komme ne Stunde später. Zug verspätet und nun muss ich auf den nächsten warten.“
Freundin: „Mmmhh, da fährt noch ein IC nach MD. Erzähl dem Schaffner einfach, dass du ganz dringend nach MD musst, vielleicht nehmen sie dich ja auch ohne gültiges Ticket mit.“ (Ich hatte ja ein Ticket, aber nicht für den IC.)

14.08 Uhr

Ich: „Entschuldigung, ich muss dringend nach MD und weil mein Zug 30 Minuten zu spät war, ist der Anschluss weg und nun… Kann ich auch den nehmen?“ (auf den IC zeigend)
Schaffnerin: „Mmmhh, was haben sie denn für ein Ticket?“
Ich: „Regionalbahn.“
Schaffnerin schaut mich an, wie „Tja, Kleine. Da hast du wohl Pech gehabt.“
Ich: „Aber ich muss da so schnell wie möglich hin. Mein Freund hat angerufen und gesagt, dass unser Kind Fieber hat!“
Schaffnerin fängt an zu lächeln und sagt: „Na dann los.“

Tja, dank meines nicht-vorhandenen Freundes und unserem imaginären Kind war ich dann doch noch pünktlich in MD. Danke Schatz. 😉

Wenigstens hat es sich gelohnt. Entspanntes Kaffeetrinken, ein Baby, dass auf meinem Arm einschläft und nette Frauengespräche. Das müssen wir unbedingt nochmal machen.

2 thoughts on “Einmal MD und zurück

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