Fitnessbahn, äh …wahn

Langsam überlege ich, ob ich den Werbeslogan von McDonald’s einfach für meine Bahnfahrten übernehmen sollte. „Ich liebe es“ hab ich gestern auch die ganze Zeit gedacht.

18.00Uhr, Frankfurt Hauptbahnhof

Ich betrete den Bahnhof. Noch acht Minuten, dann fährt mein Zug. Ein Routinecheck der Anzeigetafel… Gleis 11 oder 13? Hä? Was ist das? Gleis 1a? Mmmhhh, na ja, okay.

18.03 Uhr, Frankfurt Hauptbahnhof

Warum laufen Menschen nur so langsam? Zeit ist Geld und das ist bekanntlich knapp. Also: nicht stehen bleiben, bewegen sie ihren Arsch, verdammt!

18.05 Uhr, Gleis 1

Da steht ein Schild: Gleis 1a, RB nach Heidelberg. Super, dann bin ich ja richtig. Kleiner Blick nach rechts. Toll, da steht die Bahn. Also ganz schnell rein und ab nach Hause.

18.11Uhr, Regionalbahn

„Ich begrüße sie in unserer Regionalbahn. Für alle Reisenden nach Darmstadt: Dieser Zug fährt nach Limburg. Gleis 1a wäre noch ein Stück weiter hinten links gewesen. Für alle Reisenden nach Limburg: Sie sind richtig.“

Was? Hä? Das darf doch wohl nicht wahr sein. Warum schildern die das am Bahnhof nicht aus? Ich checke im Kopf schnell noch die möglichen Busverbindungen nach Big Roomin. Als nächstes sollen wir alle in FFM/ Höchst aussteigen und wieder zurück zum Hauptbahnhof fahren. Hoffentlich schaffe ich die RB um 18.33Uhr, dann bin ich „nur“ eine dreiviertel Stunde später zu Hause.

„Als nächstes erreichen wir Frankfurt-Höchst. Ihre Anschlüsse nach FFM Hauptbahnhof fahren von Gleis 1 und 2. Wir fahren weiter nach Limburg.“

Merci.

18.15Uhr, Frankfurt Höchst

Schnell das Gleis wechseln und hoffen, dass ich 18.33Uhr in der richtigen RB sitze.

18.30Uhr, Ankunft FFM Hauptbahnhof, Gleis 1

Wieder am Bahnhof- doch nur drei Minuten zum Umsteigen. Erstmal vom Gleis runter, prüfender Blick an die Anzeigetafel. Die RB nach DA fährt von Gleis 20. Na ja, dann heißt es wohl rennen. Vor ein paar Wochen habe ich noch ernsthaft über eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio nachgedacht. Aber das brauche ich ja nicht. Es gibt ja die deutsche Bahn. Und mit der können „Killer Sports“ und Co. eh nicht mithalten. Da stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Den Zug habe ich trotz meiner nichtvorhandenen Kondition bekommen. Hatte zwar das Gefühl zu ersticken, aber egal. Und das wir rennen können, haben wir ja schon einmal bewiesen.

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