Was’n heute los?

Etwas mehr Selbstvertrauen, bitte.

Da bekomme ich schon mal ne tolle Aufgabe von meinem Chef. Eine nette Reportage schreiben. Super. Mit Interview. Und schon steht mir der Angstschweiß auf der Stirn und das „P“ in den Augen. Ich schaff das nicht. Ich versaue das.

Klingt ja nicht gerade nach „Superjournalistin“. Was soll das nur werden, wenn ich damit mein Geld verdienen MUSS? Ach, Scheiße. So wird das nie was.

Hab mir erstmal Blumen gekauft. Zur Aufmunterung. Vielleicht hilft es ja. Hoffentlich.

Am Luisenplatz hüpft dann so ne „Öko-Weltverbesserungstussi“ auf mich zu.

Öko: „Wollen sie auch ne Broschüre über Hartz IV?“
ich: „Nee.“
Öko: „Keine Angst davor?“
ich: (genervt) „Is‘ doch besser als gar nichts…“
Öko: „Das ist doch fast gar nichts! Das kann man doch niemandem zumuten!“
ich: „Es gibt Länder, da haben die Menschen keine Sozialhilfe.“
Öko: „Ja, gucken Sie doch mal nach Brasilien. Da spielen die Kinder auf Müllkippen.“

Wenn ich sarkastisch wär, hätte ich geantwortet: „Und es gibt Kinder auf der Welt, die haben gar kein Spielzeug.“ Bin ich aber nicht. Zum Glück.

Dazu fiel mir auch nur eins ein:

„Dies ist ein Protestsong gegen Protestsongs, ich kann’s nicht mehr hören.
Ständig dieses Geheule, nur weil ein Paar Kerle den Dschungel zerstörn

Das Ozonloch geht mir am Arsch vorbei
Doch überall verfolgt mich euer Hippiegeschrei
Meine armen Ohren, sie können sich nicht wehren
Ich höre längst kein Radio mehr und seh auch nicht fern
Doch als Retter der Welt liegt ihr voll im Trend
Ihr malträtiert euer Instrument und ihr flennt…“

(Grotesksong, Die Ärzte)

Im Bus dann noch ein besoffener, der vor sich hin brabbelt, sich ständig kratzen muss und mich dann auch noch mit „Ciao, Bella.“ verabschiedet. Ihgitt!

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