Es wird niemals gut. Vermutlich.

Es ist Nacht. Irgendwann zwischen drei und vier. Wir sitzen mal wieder vor der Haustür auf den Stufen. Für November ist es erstaunlich warm und doch ist da diese Kälte zwischen uns. Wir reden mal wieder über das „wir“. Und darüber, warum wir einfach nicht von einander loskommen.

Vor neun Monaten waren wir schon einmal soweit. Da saßen wir auf einer Veranda in Katoomba, Australien. Das gleiche Thema und die gleichen miesen Aussichten. Es klappt einfach nicht. Wir schaffen es nicht, uns in einander zu verlieben. Zumindest nie gleichzeitig. Egal ob hier oder am anderen Ende der Welt.

Er sagt, ich sei immer so stark und wirke so unverletzlich. Dabei dreht sich mir der Magen um. Ich versuche meine Unsicherheit mit Sprüchen zu überspielen, aber er merkt sicher, dass das nur Tarnung ist. Zwischen uns ist mehr als Verliebtheit. Mehr als Freundschaft. Aber eben auch keine Liebe. Er will mir nicht wehtun und ich will mir nicht mehr wehtun lassen.

Es tut aber weh. Nicht den „Geliebten“ zu verlieren. Aber den Freund. Denn Freunde sein, das klappt nicht. Das haben wir nun weiß Gott bewiesen.

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