Damals, war’s…

Kaum bloggt jemand ├╝ber etwas, das jeder von uns erlebt hat und was schon lange, lange her ist, schon kommt nostalgische Stimmung auf… Bei Pia habe ich von der Einschulung ihrer Nichten (Ist doch richtig, oder?) gelesen und musste unweigerlich an meine eigene denken.

Damals, es war im September 1990. Ich hatte einen Jeansrock und eine Jeansjacke an. Dieses war mit rosa Bl├╝mchen bestickt, dazu kamen (Nagel-) Lackschuhe (kleiner Insider in meiner Familie… Kindermund halt. ­čśë ). Mein Ranzen war ein ├ťberbleibsel aus DDR-Zeiten, diese waren ja auch gerade erst am ausklingen. Rot und Gelb, aber f├╝r die gro├čen und schweren „West“-B├╝cher viel zu klein. Deshalb bekam ich in der zweiten Klasse auch einen neuen. Mit ganz vielen Herzchen. Diesen behielt ich bis zur Vierten, ab der F├╝nften gab es fast jedes Jahr einen neuen Ranzen. Ja, ich bin ich ein Material-Girl….

Meine Einschulung war ansich auch ganz toll. Leider bekam ich an diesem Tag aber auch mein Kindheitstrauma. Damals guckte man als pflichtbewusstes Kind ja noch den Sandmann. Und da kommen ja immer kleine Gute-Nacht-Geschichten. Manchmal mit Pitti, Schnattchen und Moppi, manchmal aber auch mit Plums. Ich konnte Plums nie leiden. Er ist ein… Ach, was wei├č ich! Jedenfalls ist er klein, hat blaue Strubbelhaare und ist doof. Er ist vollkommen unvern├╝nftig und sau fies zu dem K├╝cken, das sein „Freund“ sein soll. Ich konnte den nie leiden, auch weil er sich in einen Gummiball verwandeln kann. Wer kann das schon? Das kann ja nix gutes hei├čen…

Jedenfalls hatte ich immer eine gewisse Antipathie gegen ihn. Meine Mutter sollte das wissen, dachte ich. Schlie├člich ist sie die Person, die einem Kind am n├Ąchsten steht. Oder? Na ja, als ich meine Zuckert├╝te sah, wusste ich, dass das nicht so ist. Sie wusste gar nichts! Auf meiner Zuckert├╝te grinste mich erstmal fett Plums an. Toll! Wenn ich einen am Tag meiner Einschulug nicht sehen wollte, dann ihn. Ganz toll, Mama. Danke.

Mittlerweile habe ich mein Verh├Ąltnis zu Plums einigerma├čen im Griff. Das liegt auch daran, dass mich meine Freunde damals ins Sandm├Ąnnchenmuseum geschleppt und mich direkt vor die Vitrine mit Plums gestellt haben. Ich konnte nicht weg – aber er war ja eingesperrt und nur eine Puppe. ­čśë

Wenn ich jetzt jedoch daran denke, dass Lieblingsneffe P. in drei bis vier Jahren auch schon wieder in die Schule kommt. Mensch, wie die Zeit vergeht!

3 thoughts on “Damals, war’s…

  1. tsts, kaum wieder im Osten l├Ąsst die Rechtschreibung nach ­čśÇ

    und Ostranzen waren cool, die waren aus Leder und ham noch was ausgehalten. Das West-Zeugs war ja nur noch Plastik ­čśë *giggle* … obwohl ich nach der Wende auch recht schnell einen Scout-Ranzen hatte – mit coolem Gewichtsanzeige-Griff, damit man gegenseitig damit prahlen kann, wer wieviel Kilo auf dem R├╝cken schleppt. In den Medien ging dagegen damals die Angst um das wir alle bucklige Gl├Âckner werden weil die Schulranzen von Sch├╝lern ja viel zu schwer w├Ąren f├╝r das Alter etc. pp. ;D

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht ver├Âffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hiermit nehme ich die Datenschutzbedingungen dieses Blogs an.