Ganz, ganz schlecht

Ganz, ganz schlecht wird mir, wenn ich von Kommilitoninnen erfahren muss, was sie schon alles für’s Diplom gemacht haben. Ganz, ganz schlecht wird mir, wenn ich auf dem Blog einer anderen Mitstudierenden lesen muss, sie hätte schon 20 Seiten geschrieben. Dabei haben wir noch 2,5 Monate- und ich hab noch nicht mal eine Gliederung. Ganz, ganz schlecht wird mir auch, wenn ich daran denke, das ich es diese Woche hab echt schleifen lassen. Das kann daran liegen, dass meine Interviewpartner nicht erreichtbar sind oder angeblich nichts von mir wissen. Das kann aber auch daran liegen, dass ich diese Woche lieber etwas für meinen Kontostand getan habe.

Ich will gar nicht wissen, wie weit die anderen sind. Und ich will auch gar nicht darüber nachdenken, wie das weitergehen soll. Ich werde weiter über meinen Büchern hocken und mich erstmal einlesen. Und dabei frage ich mich dann, warum ich mir das eigentlich antue. Hätte ich nicht einfach was richtiges lernen können? Etwas, wo man am Ende keine Diplomarbeit schreiben muss? Ich weiß, man wächst an seinen Prüfungen. Aber ich will gar nicht wachsen. Ich mag meine Größe.

Hat jemand vielleicht ein gutes Rezept zur Selbstmotivation?

5 thoughts on “Ganz, ganz schlecht

  1. Hi Schatzi,

    also ich finde, es ist doch besser alles langsam anzugehen als etwas zu überstürzen. Also klingt Einlesen doch gar nichtso schlecht 😉

    Ansonsten geniess doch erstmal die Osterfeiertage und tank etwas auf! Dann kannst Du kommende Woche so richtig loslegen. Du packst das schon!

    Die Motivation die Du brauchst kommt dann schon, wenn Du erstmal angefangen hast. Nico sitzt auch gerade hinter mir und meint, Du sollst jetzt schön durchhalten! Hey, und wenns nur noch zweieinhalb Monate sind, dann bist Du doch zu unserer Hochzeit schon fertig mit allem und kannst erst recht so richtig ausgelassen feiern!

    Liebe Grüße erstmal und weiterhin frohe Ostern (auch von Tommy!!)

  2. keine panik. ich habe mein diplom erst im mai angefangen (fünf wochen vor deadline). alle motivationstipps bringen eh nichts. es gibt keine bessere motivation als extremen zeitdruck. die letzten 20 seiten habe ich am 3. und am 2. tag vor abgabe geschrieben.

    wichtig ist nur, dass es keine überraschungen mehr gibt. man sollte relativ frühzeitig (bei mir leider auch erst anfang mai) das thema und die DETAILLIERTE vorgehensweise mit BEIDEN betreuern besprechen.

    entscheidend ist der hauptteil: was untersuche ich überhaupt? was untersuche ich genau? was mache ich wirklich? brauche ich dafür kategorien, deren ableitung ich mit einem wissenschaftlichen buch begründen muss? untersuche ich einen text und notiere ich, wie oft bestimmte wörter vorkommen? und was mache ich dann mit denen hinterher? und kann ich damit überhaupt am ende eine aussage treffen?

    das sind beispielhafte fragen, die geklärt sein müssen. sonst kann man zwar sein thema nennen und sagen, was man so machen möchte, weiß aber nicht, wie man denn dann irgendwann wirklich anfangen soll.

    und da hilft auch kein blödsinniges exposé. mit zeitplan. das ist nur ne formalie, die abgehakt wird.

    wichtig ist viel mehr, noch ein, aspekte aus den profs rauszukitzeln, an die man gar nicht gedacht hat. war bei mir auch so. aaaach sowas hätte ich auch noch machen können. ja, das wäre gut gewesen. da haben sie recht.

    ps: der spon-text ist super. genau so ist es richtig. schön locker bleiben und oft feiern. habe selten so gechillt wie in den ersten acht diplomwochen. nur aus wikipedia sollte man nicht abschreiben. wikipedia darf überhaupt nicht zitiert werden. wenn man lexika-einträge braucht, dann brockhaus oder encyclopædia britannica nehmen.

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