Still ist es geworden.

Lieblingskollegin K. hat mich heute gefragt, ob ich eigentlich nur am Wochenende bloggen w├╝rde und da ist mir aufgefallen, dass es in letzter Zeit verdammt ruhig geworden ist, in meiner kleinen La-Wendel-Welt. Also hier, virtuell. Offline tut sich eine Menge, es geht hin und her, hoch und runter. Ich zweifle, verzweifle, sch├Âpfe Hoffnung, frage mich „Warum?“, finde keine Antwort und stehe dann wieder am Anfang.

Seit sich mein Lebensmittelpunkt nach Hannover verlegt hat, hat sich nicht nur mein Job und die Stadt ge├Ąndert. Die beste Freundin wohnt pl├Âtzlich nicht mehr 500 Meter, sondern 500 Kilometer weit weg. Die anderen M├Ądels wohnen auch nicht wirklich n├Ąher an mir dran. Das Besuchen dieser lieben Menschen erschwert sich, weil sich das Hasenkind ja nicht immer einfach einpacken l├Ąsst. Wenigstens wohnt das Schwesterherz samt Lieblingsnichte und Lieblingsneffe in der N├Ąhe – jetzt kann ich endlich die Zeit aufholen, die wir nicht nutzen konnten, als meine Heimat noch Hessen war. Dennoch macht mich Hannover irgendwie einsamer. Keine Ahnung, warum.

Die Arbeit ist auch anders – nicht schlechter oder besser, anders eben. Vor einem Jahr wollte ich endlich als Festangestellte in einem Unternehmen arbeiten, dazu geh├Âren, mehr Verantwortung ├╝bernehmen. Jetzt denke ich mir manchmal, dass das Dasein als Freelancer auch Vorteile hatte. Zur├╝ck geht nicht und ich will es auch nicht. „Stillstand ist der Tod“ scheint das Motto des Tages zu sein [kleiner Insider aus der Mittagspause].

Aber dennoch sollte ich langsam anfangen mein Leben zu ordnen. Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ├Ąndern kann und allem endlich Zeit zu geben, sich zu entwickeln. Es ist Weihnachten – Zeit, sich einmal auszuruhen, ein Resum├ęe zu ziehen und die Stille zu genie├čen. Vielleicht wird es hier dann auch wieder etwas lauter.

5 thoughts on “Still ist es geworden.

  1. Ich bin ja eine geborene Hannoveranerin und habe schon ├Âfter mitbekommen, dass es Zugezogenen zuerst recht schwer f├Ąllt, sich hier einzuleben. Und das Gef├╝hl f├╝r die Stadt zu bekommen, sich hier wohlzuf├╝hlen. Ich glaube, man muss auf Hannoveraner einfach zugehen, dann wird das schon :). Wir sind alle ganz lieb ­čÖé

    Wir k├Ânnen auch gerne mal einen Kaffee trinken gehen oder einen Gl├╝hwein auf dem Weihnachtsmarkt, wenn du magst ­čÖé

  2. Ich hab ja nicht gesagt, dass ihr nicht lieb seid. Hab mich ja auch bewu├čt f├╝r Hannover entschieden, aber irgendwie isses komisch Menschen kennenzulernen, wenn man kein Student mehr is. ­čśë Zu nem Gl├╝hwein sag ich ├╝brigens nie Nein, als lass uns das mal machen. Okay?

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