Bücher 2011 – Teil II

Das zweite Buch in diesem Jahr was „Und im Zweifel für dich selbst“ von Elisabeth Rank, welches @sachark auf Twitter empfohlen hat. Ich las den Klappentext und dachte: Passt, los bestellen.

Worum geht es?

Es geht um die Freundschaft, die Liebe und den Tod: Lene und ihre Freundin Tonia begeben sich auf einen Roadtrip, um Berlin und den dort wartenden Erinnerungen zu entfliehen. Lenes Freund Tim wurde nämlich von einem Laster überfahren (das macht die Sache irgendwie ungewollt komisch, ist aber eine schöne Alternative zu schlimmen Krankheiten und macht es plötzlich und unplanbar). Lene hält es verständlicherweise in Berlin, wo sie jede Straßenecke an Tim erinnert, nicht mehr aus. Sie setzt sich ins Auto, schnappt sich ihre Freundin und sie fahren los. Irgendwo hin. Egal wo. An die Ostsee.

Meine Meinung:

Ich mag das Buch. Auch wenn mir diese betont „neu-modische“ Schreibe schnell auf den Keks gegangen ist. Auch wenn ich diese Roadtripgeschichten schon immer doof fand. Bei den Spritpreisen fährt man nicht einfach durch die Weltgeschichte. Vor allem, weil man nicht weglaufen kann. Aber das merken die beiden am Ende des Buches auch und dann erkennen sie, was jeder erkennt, der einen wichtigen Menschen im Leben verliert: Das Leben geht weiter. Einfach so.

Dennoch beschreibt die Autorin das Gefühl erschreckend genau. Diese Leere, das nicht glauben und vor allem die Angst vor dem Morgen. Man weiß gleich, dass das Leben weiter gehen muss. Aber wie? Ohne diesen Menschen? Man versteht Tonia, die Freundin, die Lene bei diesem Verlust nicht helfen kann. Die nur zusehen kann, wie ihre Freundin versucht diese Dinge in ihrem Kopf zu ordnen. Die nichts sagen kann, weil es nichts gibt, was die Sache nur einwenig erträglicher machen kann. Und dennoch steht das Thema „Tod“ nicht im Vordergrund. Eigentlich geht es um Freundschaft. Um Liebe.

Es wird besser, aber niemals gut. Vermutlich.

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