Das verstehe ich nicht.

Gestern gab es bei S*ternTV einen Beitrag über Kinder, die durch Alkohol in der Schwangerschaft teils schwer geschädigt wurden. Das ganze nennt sich Fetales Alkoholsyndrom – kurz FAS – und ist traurigerweise gar nicht so selten, wie man zuerst denkt. Klar hört man immer wieder, dass Alkohol in der Schwangerschaft tabu ist. Mit steigendem Alter und damit steigender Anzahl von Schwangeren in meiner Umgebung, musste ich jedoch feststellen, dass manche das ganze auch sehr locker sehen. In dem Bericht fielen Zahlen wie „nur 20 Prozent aller Schwangeren verzichten während der Schwangerschaft komplett auf Alkohol“. Ich kann das nicht glauben. Ich will das nicht glauben.

Nun gehöre ich ja mittlerweile selbst zu besagten Zielgruppe. Und natürlich waren für mich sofort Alkohol, Sushi und Rohmilchkäse (als würde ich sowas essen, pah!) Tabu. Ich habe auch nicht wirklich ein Problem damit, auf Sekt und Cocktails zu verzichten. Natürlich guckt man sehnsüchtig, wenn andere damit anstoßen. Aber ehrlich, das sind keine großen Entbehrungen. Es ist ja nicht so, als müsste ich auf Salz oder Kohlenhydrate verzichten. Warum also sollte ich, auch wenn man keine bestimmte Menge benennen kann, die definitiv „zu viel ist“, die Gesundheit des Kindes auf’s Spiel setzen? Stecken diese Mütter dem Baby nach der Geburt auch direkt eine Kippe in den Mund? Oder füttern es mit R*attengift? Ich verstehe das nicht. Und es macht mich traurig.

3 thoughts on “Das verstehe ich nicht.

  1. Diese Zahlen fand ich auch seeehr erstaunlich. Aber es gibt ja auch immer wieder Leute in Foren, die erzählen, dass sie nicht aufgehört haben zu Rauchen und die Kinder trotzdem gesund zur Welt kamen. Es scheint da einen ganzen Haufen Mütter zu geben, die sich nicht groß drum scheren, welche Giftstoffe ihr Kind abbegekommt.
    Ich glaube auch, dass gerade dieser Punkt mit den Giftstoffen das Problem ist: Bei rohem Fleisch/Fisch etc. ist jedem klar, dass von den evtl. enthaltenen Bakterien krank werden kann und das Kind dann auch dementsprechend krank wird. Giftstoffe wie Nikotin, Alkohol oder in größeren Mengen auch Koffein haben auf einen selbst allerdings ja nicht so direkte negative Auswirkungen, dass es – vermute ich – vielen schwer fällt zu realisieren, dass die Folgen für das Kind ganz eklatant sein können.

  2. Wobei jeder, der mal richtig betrunken war, durchaus wissen sollte, welche Auswirkungen Alkohol auf den eigenen Organismus hat… Aber klar, Zigaretten und Alk werden (leider) immer noch als sehr harmlos angesehen.

    Und ich finde die Bedrohung durch ein Mettbrötchen leider viel abstrakter, als die durch eine Falsche Tequila. Und das nicht nur, weil wir hier im Web ständig von Mettbrötchen schwärmen. 😉

  3. Hey,

    mich verwundert das gar nicht. Wie oft sehe ich hier in dieser Stadt (und in anderen Orten der Region) Frauen, den Kinderwagen schiebend, daneben mind. ein zweites Kind laufend und in der Hand ne Kippe. Dann schön über das Baby gebäugt und dabei den Rauch ausatmend. Dann denke ich immer, wie hat diese Mutter diese Kinder verdient? Denn die Gesundheit ihrer Kinder scheint ihr offensichlich egal. Ich habe sogar eine Bekannte, die in der Medizinbranche arbeitet, ihr Mann ebenfalls und sie hat im 7. Monat wieder angefangen zu rauchen. Da sei das Kind ja voll ausgebildet und es passiere da doch nichts mehr – meinte sie. Ich musste echt an mich halten, als ich das hörte. Denn entweder entscheidet man sich bewusst, Verantwortung für ein anderes Leben zu übernehmen und auf Alk, Drogen, Kippen und rasantes Fahren usw. zu verzichten oder man will das alles, dann aber ist man bestimmt noch nicht bereit für ein Kind und schadet dem Würmchen mehr als das man ihm nützt.

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