Nicht fair.

Wenn man ein Kind auf der Baby-Intensivstation der MHH hat – und davor noch einige Wochen in der Frauenklinik lag – lernt man viele Menschen kennen. Ihre Geschichten. Ihre Schicksale.

Zwei Dinge habe ich gelernt: Erstens, Schwangerschaften sind unkontrollierbar. Keiner kann sagen, warum es klappt, warum nicht. Warum Kinder gesund oder krank geboren werden. Warum Kinder zu früh oder zu spät kommen. Es passiert. Einfach so. Zweitens, das Schicksal ist ein A*rschl*och.

Vielleicht sollten einige werdende Mütter die eigene Situation mal reflektieren und dankbar sein, dass Kreislauf und nicht durchschlafen können die einzigen Probleme sind.

[Sorry, aber das musste jetzt mal raus.]

3 thoughts on “Nicht fair.

  1. (Sorry, es wird jetzt lang)

    Zum einen laute Zustimmung: Nicht umsonst spricht man vom „Wunder des Lebens“ – eben weil so viel und völlig grundlos schief gehen kann auf dem Weg zu diesem Wunder. Ich freue mich jeden Tag über den Wahnsinn, der da in meinem Bauch wächst, über den Herzschlag, über die Bewegungen. Ich bin mir bewusst, wieviel Glück und Zufall nötig war die passenden biologischen Prozesse in Gang zu setzen und am Laufen zu halten. Und ich bin mir auch bewusst, dass sich das bis zum letzten Tag vor der Geburt ändern kann – genauso wie das an jedem Tag des Lebens der Fall sein kann. Das Schicksal ist ein A****loch, manchmal gaukelt einem die Statistik nur eine trügerische Sicherheit vor. Die Kunst ist, nicht immer daran zu denken, sondern daran, dass man genau jetzt eben dieses grandiose Wunder erleben darf.

    Zum anderen ganz leise: Ich pseudo-jammere lieber jetzt über die nicht so schlimmen Beschwerden. Denn immer im Leben wenn es richtig hart auf hart kommt, ist Jammern eh keine Option mehr.

  2. Ich stimme dir vollkommen zu. Auch ich habe nie daran gedacht, was alles passieren könnte. Was auch daran lag, dass ich vieles von dem, was ich nun weiß, nicht wusste.

    Ich finde es nur so ermüdend, wenn über „einmal die Nacht aufwachen“ geklagt wird…

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