Hilflos.

Wenn man im allgemeinen an das Mamasein denkt, kommt man früher oder später immer zu ein und demselben Punkt: Mama macht alles wieder gut. Egal, wie schrecklich die Welt da draußen ist, Mama wird es wieder richten.

Gestern habe ich die schmerzliche Erfahrung machen müssen, dass ich jetzt zwar Mama bin, dem kleinen Prinz aber in so vielen Sachen nicht helfen, ihm Schmerzen nicht abnehmen kann. Es hat mir fast der Herz zerrissen, als er gestern in seinem Inkubator lag, den Kopf drehte und dabei schrecklich meckerte, weil das Drehen aufgrund der Atemhilfe einfach nicht möglich war. Es schmerzt gar bitterlich, wenn man sich vorstellt, wie unangenehm die ganze Sache für diesen kleinen Menschen sein muss und dass ich ihm das nicht abnehmen kann. Ihn nicht einfach auf den Arm und ihn in den Schlaf wiegen kann. Wo ist da bitte die Gerechtigkeit?!

Womit wir wieder bei dieser Sache mit „Gott“ wären. Ich bin kein gläubiger Mensch. Zum einen, weil ich Dinge bewiesen haben will. Zum anderen, weil ich meinem Leben regelmäßig Dinge geschehen, die mich an der Existenz einer „gütigen und allmächtigen Kraft“ zweifeln lassen. Ich halte mich im tiefsten Inneren für einen guten Menschen. Ich lüge nicht, ich habe nie einen anderen absichtlich körperlich oder seelisch verletzt. Und dennoch stehe ich regelmäßig vor Aufgaben, die mich schier zerreißen wollen. Doch jetzt frage ich mich wirklich: Wenn das eine Prüfung für mich ist, warum muss der kleine Prinz das dann durchmachen? Kann mir das bitte mal jemand erklären?!

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