Blog dein Wissen #1: Babyschlaf im 1. Lebensjahr

Auf dem Blog von Mama Miez habe ich gestern von der Aktion gelesen und dachte sofort: Ey, da machste mit. Auch wenn dann aus meinem Blog langsam aber sicher ein Muttiblog wird. Egal. Das Thema Mama und vor allem der kleine Prinz dominieren nun einmal derzeit mein Leben, also warum soll es auch nicht hier stattfinden?!

Bei der Aktion mitmachen wollte ich jedoch aus einem anderen Grund: Wie der Zufall so will, googlete ich nämlich gerade gestern, kurz bevor ich den Beitrag von Mama Miez las, etwas bzgl. des Schlafverhaltens des kleinen Prinz. Diese Frage werde ich nun  einfach in diesen Beitrag mit einfügen. Die geneigten Mama-Experten können mir gern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Bevor ich jedoch beginne, möchte ich noch einmal klarstellen, dass der kleine Prinz mein erstes Kind ist. Das er auch gerade sechs Monate geworden ist, wovon er jedoch erst knapp vier Monate bei uns zu Hause lebt. Meine empirische Studie bezieht sich also auf diese und nur in rudimentären Fragmenten auf die Zeit in der MHH. 1. weil der Prinz in der MHH -12 Wochen alt war und deshalb mehr oder weniger immer schlief und 2. weil ich eben noch nicht über sein erstes Lebensjahr, höchstens über sein erstes Lebenshalbjahr, sprechen kann. Soviel dazu. Jetzt kann’s also losgehen.

Schon in der MHH zeichnete sich ab, dass wir ein Puck-Kind haben. Und als der kleine Prinz dann nach Hause kam bewahrheitete es sich: Pucken half immer! Sobald der Prinz nicht in den Schlaf finden konnte und auch alles Schuckeln und Kuscheln nichts brachte, holten wir die Babydecke/ ein Handtuch und puckten den Babyschatz. Dann noch 2 Minuten schuckeln und wahlweise „Pinky und Brain“ oder „Chip und Chap“ singen und der Prinz weilte im Traumland. Ablegen ging dann aber nicht mehr. Der Prinz schlief tagsüber nur auf Menschen! Während er nachts friedlich in seinem Bettchen (das in unserem Schlafzimmer ca. 15 cm neben meinem steht) schlummerte, gab es tagsüber da keine Diskussion. So schlief der Prinz auf Papas Arm, während dieser von zu Hause aus arbeitete oder auf meinem, während ich nichts tuend auf dem Sofa saß und das kleine Wunder in meinem Arm betrachtete.

Irgendwann wurde das Ganze aber unpraktisch, denn den halben Vormittag nur auf dem Sofa sitzen und das Baby ansehen ist zwar schön, aber hilft im Haushalt etc. nicht weiter. Das Tragetuch fand seinen Auftritt und nachdem sich der Prinz und auch ich daran gewöhnt hatten (die ersten Male waren für ihn und mich ein echter Machtkampf), war es die Rettung. Ich konnte staubsaugen/ Wäsche aufhängen/ den Müll runter bringen und der Prinz konnte, eng an Mama gekuschelt, schlafen. Irgendwann ließ ich mir von meinen Mädels dann die Manduca schenken, die derzeit das Tragetuch ersetzt. Das liegt aber nur daran, dass der Prinz schneller in der Manduca steckt, als ich das TT gebunden habe.

Kinderwagen ging eigentlich auch immer. Kaum lag der kleine Prinz in der Tragetasche und der Wagen bewegte sich aus dem Keller in Richtung Straße, gingen die Äuglein zu und das Baby schlummerte wie ein Stein. Das war auch immer die letzte Rettung, denn tagsüber im Bett schlafen ging ja gar nicht. Also machten wir Mittags immer einen ausgedehnten Spaziergang, was mich zwar nicht schlafen ließ, aber der Prinz konnte so Kraft tanken. Das ging gut, bis letzte Woche. Jetzt schläft der Prinz max. eine halbe Stunde am Stück im Wagen. Dann gehen die Augen auf und weil er nicht viel sieht (Tragetasche und liegen ist doooof!), meckert er solange, bis ich ihn auf den Arm nehme. Deshalb kommte die Manduca jetzt auf jeden Spaziergang mit und ich schiebe mindestens die halbe Strecke einen leeren Kinderwagen vor mir her. Immer öfter entscheide ich mich deshalb nur für die Manduca und der Kinderwagen bleibt im Keller. Zum Glück haben wir uns für einen gebrauchten Emmaljunga entschieden, sonst würde ich mich sicher richtig ärgern!

Da das Schlafen im Kinderwagen jetzt nicht mehr klappt und er auf meinem Arm sehr schnell wach wird (ich brauch mich nur mal bewegen o.ä.), trainieren wir gerade den Mittagsschlaf im Bett. Derzeit ist es noch ein Kampf und ich schuckle ihn mehrere Minuten „Ich war noch niemals in New York“-singend durchs Schlafzimmer. Aber irgendwann schläft er dann und ich kann in vorsichtig ablegen. Ich hoffe, dass er so etwas länger und ausgeruhter schläft, sodass wir fröhlich in den Nachmittag starten können.

Abends im Bett schlafen ist nämlich gar kein Problem. Gegen 18 – 18.30Uhr gehts hier ab ins Bett: Stillen, Schlafanzug und -sack an und ab in die Heia. Noch trölfmal über den Kopf streicheln, vom Tag reden, küssen, „Ich liebe dich so sehr, mein Sohn“ sagen und zack: Schlafen! Manchmal verlasse ich das Schlafzimmer und der Prinz erzählt sich noch einen. Meist muss ich auch den Nucki (Ja, wir haben so ein Ding. Aber uns blieb auch nix anderes übrig: Frühchen bekommen alle einen Nucki, um den Saugreflex zu trainieren.) noch eine Million Mal reinstecken. Aber meist ist nach einer halben Stunde Ruhe und Tiefschlaf angesagt. Dieses Vorgehen hat sich für den Prinz, aber auch für mich sehr bewährt: Es kommt gar nicht erst zur „Schreistunde“ (die war bei uns zwischen 19 und 20 Uhr) und ich habe dann auch mal Zeit, mir was zu Essen zu machen. 😉

Nun aber zu meiner Google-Anfrage bzgl. des Prinz’schen Schlafverhaltens: Tagsüber (vor allem vormittags) macht der kleine Prinz noch zwei kleine Schläfchen. Diese meist auf meinem Arm, während ich lese oder Filme schaue. Dann schläft er in meinem Arm und alles ist gut. Irgendwann öffnet er leicht die Augen, seine Atmung wird schneller und er fängt an zu weinen. So wird er in letzter Zeit immer wach. Während er schläft ist alles gut, sodass ich nicht davon ausgehe, dass er schlecht träumt. Außerdem ist er ja immer noch auf meinem Arm, kann mich fühlen und riechen. Wieso wacht er dann immer mit weinen auf? Nachts macht er das nämlich nicht. Da meckert er nur, weil er Hunger hat. Kann mir das vielleicht einer erklären? Danke.

PS. Das hat übrigens nicht wirklich geholfen. 😉

5 thoughts on “Blog dein Wissen #1: Babyschlaf im 1. Lebensjahr

  1. Ui, da gibt’s aber viele Parallelen!
    Ich hab nach der Aktion von Mamamiez gerade nochmal schnell gegoogelt weil ich die Themen der kommenden Wochen suchen wollte. Und da bin ich über deinen Beitrag gestolpert.
    Mein Purzel war oder ist auch Frühchen (34+0) und Pucken ist bei uns auch die Lösung gewesen! In der Nacht hat er schon immer ohne Probleme geschlafen, aber Tag wie deiner auch nur auf dem Arm. Aber weil er auch immer weinen aufgewacht ist, hab ich das Gefühl gehabt dass der Arm-Schlaf nicht erholend sein kann. Er war danach trotzdem nicht gut gelaunt. Also hab ich mit im geübt, auch tagsüber im Bett zu schlafen. War ein ziemlicher Kampf und tagelang hab ich nichts anderes gemacht als rein ins Bett, wieder rein ins Bett, nochmal rein ins Bett.
    Und dann dachte ich mir: wenn schon denn schon… ich werde nicht schuckeln, nicht singen, nicht streicheln oder tätscheln. Das mach ich den ganzen Tag wenn er wach ist. Einschlafen soll er aber alleine können. Also hab ich das auch gleich noch in Angriff genommen.
    Sprich, hingelegt, Schnuller gegeben, raus gegangen. Er hat zu weinen angefangen. Ich also wieder rein, Schnuller gegeben, wieder rausgegangen. Immer wieder.
    Und so machen wir das auch jetzt noch.
    Wenn man Glück hat muss man nach dem Hinlegen nur noch ein- oder zweimal zu ihm rein, wenn man Pech hat, dauert’s bissl länger. Aber langfristig tut man sich mit der Schuckelei und Tragerei, glaube ich, keinen Gefallen.
    Weil er jetzt 7 Monate als ist nehme ich demnächst das Entpucken in Angriff. Ich kann ihn ja schlecht bis zu Einschulung einwickeln 😉

    Du schreibst, dein Kleiner war erst nach den ersten zwei Monaten bei euch daheim. War er denn 8 Wochen nach der Geburt noch im Krankenhaus? Ich glaub, ich muss deinen Blog mal genauer unter die Lupe nehmen 🙂

    Purzel war auch vier Wochen nach der Geburt noch im Krankenhaus. Wir hatten einen nicht ganz einfachen Start. Aber vielleicht magst du bei mir auf dem Blog mal vorbeischauen.

    lg, conny

  2. Okay… ich fang grad an zu lesen.
    Wir HABEN einiges gemeinsam bzw. dein Prinz und mein Purzel.
    Auf meinem Blog ist unsere Geschichte nicht so ausführlich weil ich erst nach der Entlassung zu bloggen angefangen habe. Du bist ja schon „alter Bloghase“ 😉

    Ich lese dann einfach mal weiter. Und hoffe dass ich am Ende, in der Gegenwart lesen darf dass es deinem Prinz gut geht.

  3. Hallo Conny,

    das ist ja witzig, dass unsere Kinder sich doch so ähneln. Der Prinz ist bei 27+6 geboren und war 70 Tage (also bis ca. drei Wochen vor ET) im Krankenhaus. Natürlich hätten wir es zu Hause ausnutzen können, dass er an das alleine schlafen bereits gewöhnt war, aber da wollten wir ihn ja puscheln und kuscheln und all das nachholen, was wir nicht hatten… Naja. Im Prinzip mach ich das mit dem Einschlafen wie du: Ins Bett, noch ein bisschen singen und erzählen, aber irgendwann gehen. Das Tragen und Schuckeln gibts nur in Ausnahmesituationen, wie heute zum Beispiel: Der Prinz hat gerade nen Schub und ließ sich gar nicht anders beruhigen. Und dann schuckel ich lieber, als dass er sich heißer brüllt. 😉 Und jetzt guck ich mir mal dein Blog an. 🙂

  4. Häufig kann ich dies auch bei meinen Leserinnen beobachten. Viele gute Erfahrungen habe ich mit Schmusetücher/decken bzw. Kuscheltiere für Babys gemacht. Es ist ein vertrautes Objekt und vorallem in fremder Umgebung ein hilfreiches Mittel zum Einschlafen.
    Auch ein Lammfell kann ich sehr empfehlen. Für die Babys sehr angenehm und gemütlich mit einem hohen Wiedererkennungswert.
    Ein häufiger Grund für das Aufwachen kann auch eine zu hohe Zimmertemperatur sein. Zwischen 16-18 Grad Celsius ist ideal.

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