Ja.

Manch einer hat es sicher schon mitbekommen: Am Freitag, den 6. Juli 2012, haben sich der Hauptfreund und ich gegen 8.40Uhr ins Trauzimmer des Standesamt Hannover begeben und – wie es die bezaubernde Pjaupe einmal ausdrückte – „an einer taktisch klugen Stelle ‚Ja‘ gesagt“. Wir haben geheiratet. Ganz still und leise. Ohne Familie. Einfach so.

Obwohl. Einfach so war es nicht. Denn die Hochzeit war zwar spontan, aber nicht unüberlegt. Der Gedanke wuchs in uns. Schon als ich in der MHH lag, war es ein Thema. Damals aber vor allem, weil so das Sorgerecht für den Prinz geklärt wäre. [Nachdem ich das Infoblatt für den Kaiserschnitt gelesen hatten, wurde mir schon anders.] Wir haben uns dann aber doch gegen eine Hochzeit auf dem Klinikgelände entschieden. Aber diese Monate schweißten uns noch mehr zusammen. Dann kam der Prinz nach Hause und der Gedanke keimte wieder auf, als der erste Stress vorbei war. Das Leben mit Baby ordnete sich und wir dachten daran, nun auch offiziell eine „Familie“ zu werden.

Uns war aber klar, dass wir keine pompöse Hochzeitsfeier möchten. Immer schon sprachen wir davon, dass wir meinen und den hauptfreund’schen Bruder fragen werden, ob sie unsere Trauzeugen sein möchten. Aber eine große Familienfeier – wo sich unsere Familien ja noch nicht einmal wirklich kennen! – sollte es aus verschiedenen Gründen nicht wirklich geben. Ich bin nicht der Prinzessinnen-Hochzeitstyp und die Vorbereitungen… Nee, danke. Wir forderten also irgendwann Anfang Juni die nötigen Papiere an, gingen am 29. Juni zum Standesamt und bekamen einen Termin für den 06. Juli. Und so entschieden wir uns für eine kleine, heimliche Heirat: Mit meinem Bruder als Trauzeugen (dem hauptfreund’schen Bruder war’s dann doch zu spontan) und zwei Freundinnen als Backup für den Prinz. Und einem Fotografen, der ganz zauberhafte Bilder von uns machte. Für eine richtige Feier war es nun eh zu kurzfristig.

Also heirateten wir ohne Familie. Ohne Freunde. Nur wir. Und es war perfekt, so wie es war. ♥

Foto: Sebastian Gerhard

13 thoughts on “Ja.

  1. herzlichen glückwunsch! da ihr euch beide einig wart über das „wann“ und „wie“ habt ihr es auch richtig gemacht. und darauf kommt es doch an – und nicht darauf, es anderen recht zu machen. alles gute für euch 3!

  2. Die herzlichsten Glückwünsche von einer bisher stillen Mitleserin!

    (Wir haben übrigens letztes Jahr auch einfach heimlich und alleine geheiratet, an einem wunderschönen Strand in Miami. Allerdings gibts zum 1. Hochzeitstag noch die kirchliche Trauung und eine große Hochzeitsparty für Freunde und Teile der Verwandtschaft.)

  3. Oh Tine, ich hab den Text schon auf dem Handy gelesen. Aber jetzt am Rechner kann ich erst das Foto sehen. Pfööööööööhöööön!
    Nochmal alles alles Liebe euch dreien!
    Conny

  4. Naja, wären wir das Wochenende zuvor nicht erst aus dem Urlaub zurückgekehrt, dazu schwanger und mit Kleinkind unterwegs… und hätten wirs ein wenig eher erfahren, wären wir auf jeden Fall mit dabei gewesen 🙂

    Übrigens ein sehr schönes Foto. Wir sind schon auf weitere Bilder gespannt 🙂 – Willkommen in der Familie 🙂

  5. @Orangina Naja eher ging halt nicht. Haben es ja selbst erst am 29. erfahren und es euch am 30., weil ihr da wieder aus dem Urlaub zurück wart, gesagt. Also ich finde das sehr zeitig. 😉 Kann schon verstehen, dass es für euch schwieriger war… War trotzdem schade, dass es nicht geklappt hat. Aber is jetzt auch nicht mehr zu ändern.

  6. ganz ehrlich. ich bin ja sonst nich so. aber dieses foto da, das treibt mir nu doch das wasser in die augen.

    von herzen aller♥lichsten glückwunsch, liebe!! (und dem hauptfreund … äh … erstmann natürlich auch!)

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