Protected

Ich hab es also doch getan. Nach wochenlangem Hin- und Herüberlegen habe ich gerade mein Twitterprofil geschützt. Warum? Tja, das will ich gern erklären.

Ich halte eigentlich nichts von geschützten Accounts bei Twitter. Also, ich will hier keinen angreifen, jeder hat seine Gründe, aber für mich ist das nicht der Grundgedanke von Social Media. Für mich haben geschützte Accounts etwas von: Ich gehe auf eine Party, will aber nur mit den Leuten im VIP-Bereich reden. Alle anderen werden „ausgesperrt“. Desweiteren haben geschützte Accounts ein paar Nachteile, die ich eigentlich ätzend finde – bspw. dass man keine @-Replies von Nutzern bekommt, die einem nicht folgen etc.

Warum habe ich mich nun aber doch für diese Variante entschieden? Ich bin derzeit in Elternzeit und twittere mittlerweile zu 95 Prozent nur Mutti-Content. Das liegt vor allem daran, dass ich im Moment eben nicht viele andere Sachen erlebe. Der Prinz is nun mal überall dabei und ich finde es vollkommen okay, dass ich ihm in diesen 18 Monaten meine Aufmerksamkeit voll und ganz widme. So ist das nun mal. Nun habe ich aber erfahren, dass es Menschen gibt, die sich jeden Morgen die Mühe machen auf meine Twitterseite (also diese twitter.com/username) zu surfen, um zu gucken, ob ich wohl etwas kritisches o.ä. über sie getwittert habe. Das finde ich, gelinde gesagt, sehr paranoid. Wenn diese Menschen Social Media im Ansatz verstanden hätten, würden sie mir ganz normal folgen und ggf. auf diese „kritischen“ Tweets per @-Replie reagieren. Tun sie aber nicht. Das alles wird hinter meinem Rücken gelesen und dann im persönlichen Gespräch – offline – ausgepackt. Das ich es hasse, wenn mein Onlineleben offline kommentiert wird, habe ich ja hier schon einmal erwähnt. Wenn wir bei dem Bild der Party bleiben, sind das dann die Leute, die Gespräche belauschen und danach ankommen mit: Hast du eben wirklich das und das gesagt?!

Mir ist bewusst, dass diese besagten Menschen hier auf dem Blog noch mitlesen könnten. Dann ist das eben so. Aber alles, was mir wichtig und schützenswert ist, bekommt ja jetzt auch hier ein Passwort. (das ich auf Anfrage gern herausgebe – aber eben selbstbestimmt)

Meine Meinung. Basta.

2 thoughts on “Protected

  1. Ist zwar traurig, dass es soweit kommen musste, aber die richtige Entscheidung. Vielleicht wird ja dann jetzt auch offline diskutiert warum dein Account nun geschützt ist. Einfach nur albern…

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