Das Bisschen Haushalt…

… macht sich von allein?

Heute hatten der Prinz und ich Besuch von S. und ihrem Sohn M. Gemeinsam besuchten wir heute das Elterncafé, welches sich in meinem Stadtteil befindet. Während wir Mamas unseren Kaffee bzw. die LemonAid genossen, setzten sich zwei weitere Mamas mit ihren Kindern zu uns in die Spielecke. Alle Babies waren so sieben bis neun Monate (korrigiert) alt und „spielten“ auf der Matte. Natürlich kam die Frage der Fragen „Na, wie alt ist denn der Kleine?“. Um mich nicht mehr erklären zu müssen, nenne ich nur noch das korrigierte Alter des Prinzen. Wenn ich jetzt mit „fast einem Jahr“ geantwortet hätte, wären wieder ungläubige Blicke inkl. des Kommentars, dass der dafür aber sehr klein/ noch nicht weit genug entwickelt etc wirkt. Deshalb ist der Sohn eben knapp neun Monate. Nicht fast 12.

Wir saßen also da und unterhielten uns über die Dinge, die die Kleinen so lernen. Also das Robben, Krabbeln (das anwesende Mädchen von sieben Monaten krabbelte als einzige), etc. Irgendwann sagte ihre Mama – halb im Scherz – das sie sie auch immer schön bei der Hausarbeit zusehen darf. In der Hoffnung, sie könnte dann die eine oder andere Aufgabe übernehmen, denn: „Wir Frauen sind ja für den Haushalt zuständig!“

Ähem. Was?!

Ich sagte darauf zum Prinz, dass wir das ganz anders sehen würde und der Hauptfreund auch kräftig mit im Haushalt anpacken dürfte (und es tut!). Darauf erwiderte die besagte Mutter nur, dass sie von ihrem Mann keine Hausarbeit verlangen würde, wenn er nach zehn Stunden arbeit nach Hause käme. Sie wäre ja den ganzen Tag zu Hause.

Ähem. Was?!

Darauf konnte ich nur antworten, dass ich ja aber auch nicht den ganzen Tag nur rumliegen würde und Urlaub sich schon anders anfühlen würde, als dass was ich jetzt jeden Tag habe. S. merkte sofort, dass mich das Thema leicht anpisste und fragte gleich, ob wir nicht los wollten. Und das wollten wir ja tatsächlich, da der Prinz müde wurde und ich hoffte, er würde im Kinderwagen schlafen.

Aber ähem. Was?!

Ich verlange nicht, dass der Hauptfreund nach der Arbeit unsere Wohnung putzt. Aber manche Dinge kann ich können wir im Haushalt erst machen, wenn der Prinz im Bett ist. Bügeln, Abwaschen, etc. zum Beispiel. Andere Dinge kann ich nur in Ruhe machen, wenn ich weiß, dass der Prinz beschäftigt und jemand in der Nähe ist, der sich um ihn kümmern kann. Fenster putzen, Staub wischen zum Beispiel. Und genau diese Sachen teilen wir uns eben. Weil wir uns zwar für das traditionelle Modell – also dass Mama ein Jahr zu Hause bleibt – entschieden habe, ich dafür doch aber nicht 100%ig die Hausfrau mache! Der Hauptfreund stellt die Waschmaschine genauso an, wie ich. Der Hauptfreund kocht uns genauso etwas zum Abendessen, wie ich. Ich schieße doch nicht die gesamte Emanzipation in den Wind, nur weil wir jetzt ein Kind haben.

Aber jetzt im Nachhinein muss ich doch ein bisschen schmunzeln. Und an das Lied denken, welches sich meine Eltern öfters mal vorsangen. Denn bei uns gab es schon immer geteilte Haushaltsaufgaben und mein Vater kochte viel besser als meine Mutter. 😉

Johanna von Kocian – Das bisschen Haushalt [bei YouTube]

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