Die kleinen Unterschiede

Niemals hätte ich gedacht, dass man schon nach sechs Wochen einen Unterschied zwischen den Geschwistern erkennen kann. Aber doch. Wir merken sehr genau, dass wir zwei unterschiedliche Kinder haben. Obwohl sie aus dem gleichen Genpool stammen.

Das Osterkind ist jetzt knapp sieben Wochen alt, kann aber sehr deutlich zeigen, was sie mag und was nicht. Liegen auf dem Bauch – am liebsten auf einem Menschen – ist toll. Liegen auf dem Rücken, am schlimmsten noch beim Wickeln, geht gar nicht. Da brüllt dieses kleine zarte Meedchen gern mal die ganze Wohnung zusammen, sodass auch der Prinz lieber das Zimmer verlässt. (Obwohl er sonst immer sehr interessiert ist, was die kleine Schwester denn hat und mich sogar ‚holt‘, wenn sie weint.) Das Brüllen wurde in den letzten Tagen zu einem Kreischen, was die Sache nicht gerade erleichtert.
Auch das Einschlafen ist beim Osterkind so ganz anders als beim Prinz. Madame schläft nicht allein ein. Nicht im Bett und nicht in der Nonomo. Madame schläft nach längerem Hin und Her im Arm, ganz sicher aber im Tragetuch ein. Das führt dazu, dass sich das Osterkind gefühlte 20 Stunden am Tag im Tuch befindet. Ich finde das nicht schlimm, aber manchmal wäre es schon praktisch, wenn sie einfach in der Nonomo wegpennen würde.

Das alles kennen wir vom Prinz so nicht. Ich kann mich erinnern, dass er Wickeln in den ersten Wochen auch nicht so toll fand. Aber so deutlich war seine Ablehnung dann doch nicht. Und auch das Schlafen war beim Prinz irgendwie „leichter“ – er schlief eigentlich immer und überall.

Nun kann das daran liegen, dass meine beiden Kinder eben unterschiedliche Charaktere haben. Das ist völlig okay. Ich muss das Osterkind jetzt halt kennenlernen. Oder es liegt eben daran, dass der Prinz eben schon einige Dinge lernen musste, bevor er bei uns einzog. Natürlich schlief der Prinz auf dem Rücken und ohne Körperkontakt. Und klar, dass er auch ganz einfach wegpennte. Das musste er in den ersten zweieinhalb Monaten nach seiner Geburt eben auch. Ich will gar nicht wissen, wie oft er in seinem Bettchen motzte, aber keiner da war, um ihn zu kuscheln. Und das ist es, was mir das Herz zerreißt. Und das ist es, was mir im Kopf herum geht, wenn das Osterkind (wie jetzt gerade) auf mir schläft.

Eins haben die beiden aber gemeinsam: Auch das Osterkind hasst Autofahren und brüllt sich in der Babyschale heiser.

2 thoughts on “Die kleinen Unterschiede

  1. Das erinnert mich sehr an unsere zweite Tochter – jetzt sechs Monate alt. Ich fand dieses Verhalten nicht normal und zudem war/ist sie ein extremes Speihkind. Wir sind irgendwann beim Ostheopaten gelandet „kann ja nicht schaden“. Sie war schon nach der ersten Behandlung (zwei waren nötig) wie ausgewechselt und deutlich glücklicher. Alleine oder in der Nonomo schlafen ging danach allerdings trotzdem nicht – sie schläft tagsüber immer noch ausschließlich im Tragetuch.
    Übrigens übernehmen die Krankenkassen 80% der Kosten. Probier es doch einfach mal aus. Alles Gute! H.

  2. Unsere Mia schläft auch nur auf dem Arm, auf dem Schoß oder im Elternbett eingekuschelt ein – es ist ganz normal, dass manche Babys das brauchen 🙂

    ich wünsche noch eine schöne Kennenlern-Zeit!

    Liebe Grüße vom Mamamulle-Blog (:

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