Swing low, swing chariot

Nachdem ich bei Smoew diesen Beitrag gelesen habe, will ich mich nun endlich mal hinsetzen und das tun, was mir schon seit zwei Wochen durch den Kopf geht. [Ich hatte es wirklich schon die ganze Zeit vor. Echt.]

Seit drei Wochen swingen wir nämlich. Nein, nicht im Club, sondern unser Chariot swingt low. Und carried uns home.

Wir haben uns also einen Fahrradkinderanhänger der Firma Chariot Carriers zugelegt und ich muss sagen: Ich liebe das Teil. Nicht nur, weil ich endlich wieder Rad fahren kann (dies tue ich eh nur, weil wir hier auf dem platten Land wohnen), sondern auch weil er den Alltag so prima erleichtert. Als das Osterkind geboren wurde haben wir uns bewusst gegen einen Zwillingswagen entschieden. Wir wussten, dass der Prinz bald seine ersten Schritte machen würde. Uns war natürlich klar, dass er dann trotzdem noch viel im Wagen sitzen wird, aber eben nicht nur. Da ich eh vor hatte, das Osterkind viel zu tragen, kauften wir also einen Buggy und liehen uns ein Tragetuch. Einkaufen mit Buggy ist aber eher doof (weil weniger Ladefläche) und die Verabschiedung des Prinzen in der Kita war auch eher unbefriedigend. Dazu kam der Wunsch endlich, endlich mal wieder Fahrrad zu fahren.
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Ein Kinderanhänger sollte also her. Leichter gesagt als getan. Es gibt nämlich gefühlt 800 verschiedene Anbieter. Wir befragten also Bekannte, die Twittertimeline und auch Google. Am Ende war ich mir sicher, dass man sich auch zu Tode googlen kann… Wir drehten uns im Kreis, Croozer, Chariot, was ganz anderes? Sehr schnell waren wir uns aber einig, dass der Anhänger gefedert sein soll. Da das Osterkind gerade erst vier Monate alt ist, wollte ich diese zierliche Wirbelsäule nicht gleich bei jeder Fahrt durchrütteln. Und schon wird die Auswahl an Anhängern sehr klein, denn der Croozer z.B. ist gänzlich ungefedert. Wir entschieden uns also für den Chariot. Eben wegen der Blattfederung und nahmen den sehr stolzen Preis (erstmal kein neues Laptop oder gar Tablet für Mama!) in Kauf. Mir ist erst auf dem Fahrrad aufgefallen, dass vermeintlich tolle Radwege doch die einen oder anderen Huckel haben. Und so habe ich ein besseres Gefühl, dass meine Kinder nicht komplett durchgerüttelt werden.

Der Chariot Corsaire 2 ist sehr geräumig und der Innenraum ist bequem. Die Sitzflächen sind mit Becken- und Hosenträgergurten (die sehen so ähnlich wie die Bügel in der Achterbahn aus) ausgestattet. Wir haben die einfache Kupplung und bisher kann ich nicht meckern. Die Buggyräder sind leicht zu montieren (es sind 2, nicht wie bei vielen anderen Anhängern nur 1) und können bei Bedarf (ich spreche aus Erfahrung) auch einzeln nachgekauft werden. Der Anhänger passt durch gängige Haustüren und so auch in unseren Keller und die Eingangstür vom A*ldi. Für das Osterkind haben wir die Babyhängermatte gekauft, in der sie schön abhängen (ist so ja nochmal gefedert) und doch alles beobachten kann. Wir haben uns für den Corsaire entschieden, weil dieser einen „Kofferraum“ hat, in dem man locker 2 Sixpacks 1,5l Wasser transportieren kann. So kann ich auf dem Rückweg von der Kita gleich einen Abstecher zum Einkaufen machen. Außerdem ist der Chariot sehr gut durchdacht, so kann man die obere Kofferraumklappe nach vorn ziehen und so ein Sonnensegel für die Kids installieren. Sehr, sehr praktisch! Die Verarbeitung ist toll und man merkt an vielen Teilen (vorallem Kugellager etc), dass er sein Geld eben wert ist. Der Verkäufer im Fachgeschäft meinte, der Croozer sei der Dacia unter den Fahrradkinderanhängern. Der Chariot der Mercedes.

Die Kids sind begeistert. Auf der ersten Fahrt hat der Prinz die ganze Zeit die Hand des Osterkinds gehalten. Herzschmelz deluxe! Schlafen können beide im Anhänger auch ganz prima.

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Heute waren wir dann das erste mal zu viert unterwegs. Papa durfte den Anhänger ziehen, ich fuhr hinterher. Lange Radtouren sind zwar (noch) nicht drin (dafür ist der Prinz zu ungeduldig), aber vornehmlich soll uns der Chariot ja auch den Alltag erleichtern. Und das tut er.

[Dies ist kein gesponsorter Beitrag.Und auch der Ohrwurm ist gratis. Bittedanke.]

One thought on “Swing low, swing chariot

  1. Glückwunsch zum Hänger! Wir hatten n Croozer, ich bin sehr gern damit unterwegs gewesen. Das eine Buggyrad war aber wirklich manchmal nervig, ich würd im nächsten Leben auch einen Hänger mit zwei Rädern nehmen. Jo fand es immer super damit durch die Gegend gekutscht zu werden, egal ob hinter meinem Rad oder geschoben. Und ich finde den Preis nicht soooo schlimm. Ein Kiwa kostet neu auch ein Vermögen und kann gewiss nicht so lange und ausgiebig genutzt werden. Wir haben dank Hänger ganz auf den Buggy verzichtet. Ich hab es nicht vermisst.
    Ich wünsch euch gaaanz viel Spaß!!! 🙂

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