Vom Anstrengendheitsgrad zweier Kinder

Wenn ich mit dem Prinz und dem Osterkind unterwegs bin, werde ich immer wieder angesprochen. „Oh, das ist sicher schwer bei dem kurzen Altersunterschied.“ „Da haben Sie sicher ganz schön was zu tun.“ Und immer wieder antworte ich, dass es so anstrengend gar nicht ist. Klar gibt es Abende, an denen ich todmüde ins Bett falle und glaube nie wieder aufstehen zu können. Aber die hatte ich als 1-Kind-Mama auch und sie sind auch nicht öfter geworden. Natürlich gibt es Zeiten, an denen am Ende der Nerven noch viel Tag übrig ist. Und ja, es gibt auch Momente an denen ich nicht so reagiere, wie ich es mir eigentlich wünschen würde. Wo ich nicht konsequent genug oder einfach nur genervt bin und dann unfair werde. Aber all diese Dinge gab es auch, als ich nur die Mama vom Prinz war. Das hat nichts mit einem oder zwei Kindern zu tun.

Aber dennoch gibt es einen Punkt, an den ich mich gewöhnen und an dem ich arbeiten muss. Ich kann jetzt nicht mehr jedem Kind immer 100% meiner Aufmerksamkeit schenken. Eben weil es da auch ein zweites gibt. Und das ist für mich ein weitaus größeres „Problem“ als mehr Krach, mehr Aufpassen, mehr Windeln wechseln. Dieses Abwägen, wer mich gerade dringender braucht und das Aushalten, dass der/die andere dann eben motzt. Das ist die wirkliche Herausforderung. Für mich.

Aber egal, wie anstrengend die Tage und Nächte auch sein mögen. Ich möchte um nichts in der Welt diese Liebe eintauschen. Es ist unbeschreiblich, was da jetzt schon zwischen den Geschwistern ist und jeder blöde Moment wird durch das Kuscheln der beiden miteinander und mit uns Eltern aufgewogen. Denn obwohl ich meine Aufmerksamkeit teilen muss, so hat sich die Liebe einfach verdoppelt.

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