8 Wochen to go

Und plötzlich befinden wir uns auf der Zielgeraden, das Osterkind und ich. Das Ende meiner Elternzeit ist in Sicht, viel früher als gedacht und schneller, als ich es begreifen kann. Heute in acht Wochen habe ich meinen ersten Arbeitstag. In einer neuen Firma. Aber immer noch in dem Bereich, in dem ich immer arbeiten wollte.

Die Zusage überraschte mich in einer Zeit, in der ich müde war. Nicht müde, weil ich nachts nicht schlafen durfte, sondern müde vom „nur Mama sein“. Der Prinz war bereits seit vier Wochen fast durchgängig zu Hause, weil er immer wieder einen Infekt hatte. Das Osterkind zahnte und bereitete sich aufs Drehen vor. Mit allem, was dazu gehört. Der Hauptfreund arbeitete viel, ich war den ganzen Tag mit den Kindern zu Hause. Weil man im Winter auch nicht viel raus kann, will. Und ja, ich hatte das Hausfrauen- und Mamadasein satt. Nicht die Kinder, nicht die Zeit, die ich mit ihnen verbringen kann. Aber den Haushalt, die Verantwortung, 24/7. Und dann kam der Anruf: Sie haben den Job! Und ich freute mich. So sehr.

Das alles ist jetzt über einen Monat her. Der neue Vertrag unterschrieben, der alte gekündigt. Die Elternzeit vom Hauptfreund (ja, er wird die letzten sechs Monate, bis wir hoffentlich einen Krippenplatz haben, mit dem Osterkind zu Hause bleiben) beantragt. Das alles wird langsam real. Ich realisiere, dass mein Baby heute in acht Wochen schon eins ist. Und das ich wieder arbeite. Vollzeit. Und obwohl ich auch ein wenig wehmütig auf das Ende meiner Elternzeit blicke, freue ich mich doch sehr. Auf die neue Aufgabe, die neuen Kollegen, das wieder arbeiten. Mir ist klar, dass es hart wird. Vor allem, wenn auch der Hauptfreund wieder Vollzeit einsteigen wird. Aber es wird klappen. Es muss klappen. Denn so sehr ich die letzten zweieinhalb Jahre, die ich erst mit dem Prinz und dann mit ihm und dem Osterkind verbringen durfte, genossen habe, so sehr freue ich mich auch wieder darauf, arbeiten zu gehen. An etwas anderes als Einkauf, Haushalt, Kinder zu denken.

Bis dahin genieße ich jede Minute doppelt. Genieße das Kuscheln und Spielen und kann wieder viel gelassener in den Alltag zu Hause gehen, weil ich weiß, dass es auch wieder anders wird.

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