Keine Zeit. Keine Zeit.

Seit Wochen nehme ich mir vor, abends mal wieder zu bloggen. Oder zu stricken. Oder mal ganz in Ruhe mit dem Hauptfreund auf dem Sofa abzuhängen und Paarzeit zu verbringen. Stattdessen pendle ich zwischen Sofa und Schlafzimmer und stille immer wieder das Osterkind in den Schlaf. Ja, wir stillen. Seit 14 Monaten.

Und dann lese ich heute auf Nestling.org „Warum Kleinkinder nicht durchschlafen„. In teilweise epischer Länge – sorry – aber meiner derzeitigen Situation sehr ähnlich, beschreibt die Autorin die „Schlafprobleme“ ihrer Tochter. Ich komme immer noch abends zu nichts. Keine 30 Minuten kann ich auf dem Sofa sitzen, dann werde ich wieder ins Schlafzimmer gerufen. Ich traue mich nicht, das Strickzeug auszupacken, weil ich nach drei Reihen eh unterbrechen muss. Ich schaue ungern den Tatort im richtigen TV (und nicht über die Mediathek), weil ich immer wieder raus bin und dann die Geschichte nicht checke. Und ich komme eben auch nicht richtig zum bloggen. Weil ich nie zum Punkt komme, immer wieder unterbrochen werde. Also lasse ich es.

Aber dennoch hat der Artikel mir Mut gemacht. Denn auch ich glaube an mein Bauchgefühl und dass sich das Schlafverhalten des Osterkinds eines Tages bessern, ändern wird. Irgendwann ruft sie nicht mehr halbstündlich nach mir. Irgendwann will sie dann wahrscheinlich auch nicht mehr in meinem Bett schlafen.

Und bis dahin habe ich eine tolle Lösung gefunden. Seit in den Kindle Paperwhite habe, ist das stundenlange Stillen (und damit das frühe zu Bett gehen, obwohl ich noch nicht müde bin) keine verlorene Zeit mehr. Derzeit lese ich pro Woche durchschnittlich ein Buch. Der Kindle macht mich arm, aber entführt mich endlich wieder in Fantasiewelten. Ich liebe Bücher und habe das Lesen in den letzten beiden Jahren schmerzlich vermisst. Und jetzt habe ich so viel Lesezeit, eben weil mein Kleinkind (noch nicht) durchschläft.

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