03/30: Beschreibe die Rolle, die du im täglichen Leben spielst.

Ganz spontan würde ich ja sagen, ich spiele nicht eine, ich spiele mindestens drei  vier Rollen. Ich bin Mutter. Ich bin Ehefrau. Ich bin Kollegin. Und dann bin ich ja auch immer noch ich. Wobei „ich“ derzeit ein wenig zu kurz kommt. Aber das wird sich hoffentlich auch mal wieder ändern.

Keiner von uns spielt immer nur eine Rolle. Sind die Kinder in der Nähe bin ich ganz anders, als wenn es nicht so ist. Obwohl ich natürlich immer an sie denke, mich frage, was sie gerade mache und wahrscheinlich grenzdebil grinse, wenn der Hauptfreund mich auf der Arbeit anruft und der Prinz „aaagn“ ins Telefon flüstert. Wenn ich im Büro sitze bin ich logischerweise ganz anders als zu Hause. Nicht komplett anders, aber eben nicht das Privat-Ich. Gegenüber dem Mann kann ich schon fast ganz „Ich“ sein. Aber genau dieses komplette „Ich“ vermisse ich gerade ein bisschen. Die Zeit abends, die ich nun zum Bloggen nutze, ist die wenige Exklusivzeit, die ich habe. Jetzt kann ich nur ich sein. Muss nicht für andere entscheiden, mein Leben nach ihnen ausrichten, springen wenn sie es wünschen. Das tut gut, ist aber wie gesagt gerade kommt das etwas zu kurz.

Dabei fällt mir gerade auf, dass ich noch so viele Rollen vergessen habe. Schwester. Tante. Tochter. Nur so als Beispiel.

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