U7a mit SEV

Letzte Woche ist der kleine Prinz klamm heimlich drei Jahre alt geworden. Und deshalb stand auch wieder einmal eine U-Untersuchung an. Nachdem der Hauptfreund und ich am Donnerstagabend noch schnell unsere Wohnung auf den Kopf gestellt hatten, weil wir die Postkarte vom Landesministerium (die vom Kinderarzt ausgefüllt und zurück geschickt werden muss) suchten, stand dieser dann am Freitag auch nichts im Wege.

Wir begaben uns also alle am Freitag in die Praxis. Der Hauptfreund unterbrach dafür kurz seine Arbeit, damit einer von uns das Osterkind bespaßen konnte. Der Prinz fand das ganze Theater aber erstmal nur zum Brüllen. Nein, sich ausziehen (lassen) will er nicht. Abhören und allgemein untersuchen schon gar nicht. Die Seh-Tests machte er noch ganz gut mit. Den Rest erschloss sich der Arzt aus dem Fragebogen, den ich zuvor ausgefüllt hatte.

Und dann kam sie — die Frage, wie zufrieden wir mit der Entwicklung unseres Sohnes sind. Und ehrlich, mein erster Gedanke war: Super zufrieden. Wir haben uns in den ersten Wochen seines Lebens so viele Sorgen gemacht, da macht mir seine derzeitige Entwicklung gar keine Gedanken! So in etwa sagte ich das dem Arzt auch, der darauf hin grinste und wissend nickte. Ganz am Ende fragte er noch, ob ich noch etwas wissen will. Und ja, dann stellte ich die Frage nach der prinz’schen Sprachentwicklung. Denn diese ist eben nicht ganz altersgerecht. Er spricht zwar, aber eben nur wenige 3-Wort-Sätze. Vieles sind nur einzelne Worte. Aber ich sehe eine Entwicklung. Es wird jeden Tag mehr. Er spricht jedes neue Wort nach und zieht sogar schon logische Schlüsse (und erklärt uns damit die Welt).

Im gelben U-Heft steht nun aber doch „SEV“ — Sprachentwicklungsverzögerug. Eben weil es nicht der Sprache eines „normalen“ 3-jährigem Kindes entspricht. Aber wie soll das auch gehen? Fange ich heute mit einem Chinesisch-Sprachkurs an ist doch auch klar, dass alle die schon ein Vierteljahr dabei sind, weiter sind als ich. Und der Prinz würde eben erst in diesem Vierteljahr 3. Nur weil er im Oktober 2011 geboren wurde, musste er ja doch erstmal alles das „lernen“, was er eigentlich im Bauch bis Ende Januar hätte üben sollen. Jedes verdammte Jahr frage ich mich, warum die U-Untersuchungen bei Frühchen nicht einfach an den korrigierten Termin gebunden werden. Es ist und bleibt ein Rätsel.

Wofür ich unseren (neuen) Kinderarzt aber sehr mag, war seine Antwort: „Ja, die Sprachentwicklung vom Prinz ist verzögert. Aber er hat soviel durchgemacht, da geben wir ihm nun mal die Zeit, die er braucht.“ <3

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