JFMM

Jede Woche nehme ich mir aufs neue vor, bei den JFMM von Mama Miez mitzumachen. Und jede Woche erkenne ich aufs neue, dass ich keine hatte. Also, wenn man mal die paar Minuten allein im Bad oder in der Bahn morgens und abends herausnimmt.

Das macht mich derzeit sehr traurig und unzufrieden. Ich genieße die Zeit mit den Kindern sehr. Ich mag meine Arbeit. Aber das alles frisst meinen Tag und dann kommt ja noch der Haushalt. Ich habe das Gefühl, allem irgendwie hinterher zu rennen, nichts 100%ig zu machen, für nichts wirklich Zeit zu haben.

Das letzte Wochenende sind wir zum Beispiel spontan zu meiner Schwester gefahren. Kurzurlaub mit Übernachtung sozusagen. Bevor wir los wollten, holte ich noch ein Spielzeug unter unserem Bett hervor und sah die Wollmäuse, die da unten seit einer Woche eine fette Party feiern. Und sofort dachte ich: Eigentlich können wir nicht zwei Tage wegfahren. Eigentlich müsste ich zu Hause bleiben und putzen. Das ganze holten wir dann gestern – zum Teil – nach. Die Kinder schliefen nämlich gestern auf dem Heimweg ein und zogen nach unserer Ankunft nur schnell in die Betten um. Aber anstatt einen ruhigen Sonntagabend zu verleben auch mal wieder „Paar“ zu sein, putzte ich das Bad und belud die Waschmaschine, während der Hauptfreund endlich die Laternen für den heutigen Laternenumzug bastelte.

Das sind sie nämlich, unsere Abende: Haushalt, organisatorisch wichtiges (wobei davon auch viel zu viel liegen bleibt), schnell duschen und dann ins Bett. Zwischendurch darf ich evtl. noch den einen oder anderen Stillstopp einlegen, was das Ganze nicht einfacher macht. Hmpf.

Seit Wochen nehme ich mir vor, mal wieder ein paar Runden zu Stricken. Oder mal wieder zu bloggen. Oder zu lesen. Oder einfach mal nur mit dem Hauptfreund auf dem Sofa liegen und einen Film gucken. Seit Wochen liegen hier aber auch noch Anträge für Kitaplätze, die ausgefüllt und verschickt werden wollen. Die Adventskalendertütchen für Mann und Kinder wollen gefüllt werden.

Ich stecke im Hamsterrad. Meine, mich besser organisieren zu müssen, bekomme es aber nicht hin. Und dann ist es – wie jeden Abend – plötzlich schon wieder viel zu spät und ich gehe ins Bett. Unzufrieden und mit weiteren To-Do-Listen im Kopf. Wie soll man denn noch weiter Paar bleiben, wenn man für nichts mehr Zeit hat? Wie soll man denn noch ein „Leben“ haben, neben Job und Haushalt? Gibt’s da n Geheimrezept?

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