Betriebshofbesichtigung mal anders

Wie der eine oder andere von euch schon „recherchiert“ hat, arbeite ich ja seit ca 9 Monaten bei der üstra, dem Verkehrsunternehmen hier in Hannover. Da ich schon immer eher Stadtbahn als Auto gefahren bin, hat sich mein Verkehrsmittelnutzungsverhalten auch nicht groß geändert. Im Gegenteil. Ich fahre jetzt immer noch täglich – früher zur Kita, heute zur Arbeit. Und weil mir heute etwas außergewöhnliches passiert ist, meine Kollegin aber meint, dass das auf dem üstra Blog nix zu suchen hat, weil es nur mich und die 150 anderen Leute in der Bahn interessiert, poste ich das jetzt hier. Weil hier brauch ich ja nicht fragen. Hihi.

Ich stieg heute – nachdem ich den Megastau durch eine Abkürzung über den Parkplatz meines Ex-Arbeitgebers umfahren habe – um 8.20 Uhr in die Linie 3 Richtung Innenstadt. Das ist meine „Heimatbahn“ und eigentlich die, die ich jeden Morgen erreiche. Da ich die Strecke bis zum Kröpcke schon im Schlaf herbeten kann, zückte ich gleich das iPad und las die Tageszeitung. Doch plötzlich bog meine Bahn ab – und das war nicht der normale Fahrweg. Ich also, Augen nach draußen und – tada, gleich erkannt – wir fahren zu unserem Minibetriebshof. Aber warum? War die Weiche falsch gestellt? Hat sich der Fahrer verfahren?

Auf dem Betriebshof angekommen, hielt die Bahn und wir wurden aufgefordert vom ersten Wagen in den hinteren umzusteigen. Dann drehten wir noch eine Runde und der Fahrer klärte uns auf, dass hier so ca. 20 Bahnen stehen können. Halt wirklich ein Minibetriebshof. (Wirklich viele Bahnen schlafen hier in Hannover nämlich zum Beispiel auf Glocksee. Das weiß sogar schon der Prinz!) Dann bogen wir wieder auf die Podbi ab und fuhren ganz normal in die Stadt.

Da ich nun aber Connections habe, erhielt ich vom Chef das ok zu recherchieren und fand heraus, dass der erste Wagen wirklich ein Problem hatte. Die Kollegen entschieden sich aber gegen ein „Sorry, alle aussteigen, diese Bahn fällt komplett aus.“ und nahmen lieber 5 Minuten Verspätung in Kauf. Wir Fahrgäste kamen zwar etwas später am Ziel an, mussten aber nicht alle raus und in eine evtl. überfüllte Folgebahn umsteigen. Find ich ziemlich dufte! Und ne Betriebshofbesichtigung gabs oben drauf. I like.

One thought on “Betriebshofbesichtigung mal anders

  1. Glück gehabt. Ich saß hier in Bielefeld schon drei Mal in Bahnen von mobiel, die ebenfalls ein Problem hatten, meist irgendwo auf der Strecke. Die Fahrgäste, also auch ich, wurden dann gebeten auszusteigen und den restlichen Weg, wenn möglich, zu Fuss zurück zu legen, da es etwas länger dauern würde, die defekte Bahn von den Schienen zu bekommen…

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