Wie unsere Babysachen auszogen

Seit einiger Zeit habe ich mir schon vorgenommen, die Babysachen im Keller endlich mal zu sortieren und dann auch wegzugeben. Unser Keller platzt aus allen Nähten und die Sachen werden ja nicht besser, wenn sie noch ein paar Jahre in Kisten im Keller stehen.

Nun, da ein drittes Kind immer theoretischer wird und in weite Ferne rückt, kann ich mich auch endlich von den Babyklamöttchen der Kinder lösen. Schon beim Osterkind habe ich gemerkt, dass das Weitergeben der Sachen ja auch eher theoretischer Natur ist. Ein Kind, welches im Januar geboren hätte werden sollen und eins aus dem März macht das Weitergeben eher schwierig. Egal ob kurze oder lange Sachen, die überschneidende Tragedauer war immer nur kurz. Und deshalb macht es einfach keinen Sinn, diesen Balast wegen einem „eventuell“ und „vielleicht“ immer noch mitzuschleppen.

Doch wohin damit? Alles fotografieren, beschreiben, ins Internet stellen? Dafür sind die Sachen nicht „gut“ genug. Aber 10 Kisten in die Altkleidercontainer stopfen? Wird eher auch nicht klappen. Und dann dachte ich immer wieder an „Sandalen im Schnee“ von Daily Pia. Daran, dass es auch hier in Deutschland mittlerweile viele Kinder gibt, die die Sachen gebrauchen könnten. Die aus Kriegsgebieten flüchten mussten und nun hier gelandet sind. Und ich erinnerte mich an einen Facebookpost von Freunden, die auch schon ihre Kindersachen spendeten.

  
Ich sortierte am Wochenende 15 Kisten – Babysachen, Umstandssachen, Spielzeug. Fünf bleiben bei uns. Zehn brachten wir heute weg, um syrischen Kindern zu helfen. Fühlt sich gut an.

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