Ein Hoch auf die Gleichberechtigung

Heute ist #Weltfrauentag und das Internet ist voll mit Infografiken wie „Frauen machen viel mehr im Haushalt“, „Frauen investieren mehr Zeit in unbezahlte Sozialaufgaben“ blablabla… Aber ganz ehrlich? Es geht doch auch anders? Warum redet da denn keiner dr├╝ber?

Ich bin ja kein Freund von „die einen sind viel besser als die anderen“. Und schon gar nicht bin ich ein Freund von „Frauen geh├Âren an den Herd“. Nun habe ich das Gl├╝ck in einer gleichberechtigten Beziehung zu leben. Also in einer richtig gleichberechtigten.

Wir haben beide einen Vollzeitjob. Deshalb teilen wir uns alles, was sonst noch gemacht werden muss: Ich ├╝bernehme morgens die Kinder und bringe sie zu Kita, der Hauptfreund holt sie daf├╝r jeden Tag p├╝nktlich ab. Wir teilen uns in die Kinderkrankentage und in Elternabende. Er kauft meistens in der Mittagspause ein. Daf├╝r gehe ich am Freitag auf dem Heimweg am Wochenmarkt vorbei oder schnippse noch schnell in den Drogeriemarkt des Vertrauens. Meine Aufgabe ist das Besorgen von Geburtstagsgeschenken, daf├╝r muss der Mann aber s├Ąmtliche Bastelsachen ├╝bernehmen.

Okay – die W├Ąsche ist tats├Ąchlich mein Ding. Aber auch nur, weil er sie einfach nicht so aufh├Ąngt, wie ich das mache. Ihr wisst, was ich meine, oder? Daf├╝r teilen wir uns das Kochen, putzen, aufr├Ąumen. Ich ├╝berlasse ihm gern handwerkliche Sachen und er steht am Wochenende viel h├Ąufiger fr├╝her auf, um sich um die Kinder zu k├╝mmern.

Apropos Kinder: Auch hier hat der Hauptfreund bisher nur eine einzige Sache allein mir ├╝berlassen. Aber das ging auch nicht anders, weil er das Stillen echt schlecht hinbekommen h├Ątte.

Wenn ich jetzt aufrechnen w├╝rde, h├Ątte der Mann wahrscheinlich sogar den gr├Â├čeren Anteil an der Kinderbetreuung. Einmal in der Woche verabschiede ich mich schlie├člich f├╝r knapp zwei Stunden zum Yoga – zwei Stunden nur f├╝r mich allein.

Ich wei├č, dass wir nicht zum Durchschnitt geh├Âren. Dass es in vielen Familien normal ist, dass Papa lange arbeitet und Mama daf├╝r zu Hause ist. Ich will das gar nicht be- oder verurteilen. Jeder soll sein Leben so leben, wie es ihm oder ihr gef├Ąllt. Ich freue mich aber, dass der Mann und ich da ziemlich gleich ticken. Und wir unseren Kindern zeigen, dass es auch gleichberechtigt geht. So haben es meine Eltern gemacht und so machen es┬á – vielleicht, wenn sie es wollen – auch unsere Kinder. Ein Hoch auf die Gleichberechtigung!

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