Urlaubsmodus: Fun with Bahnen!

Gestern machten wir den kleinen (und den gro├čen) Bahnfan unserer Familie sehr gl├╝cklich und fuhren mit dem „tren de S├│ller„.Daf├╝r mussten wir aber erstmal nach Palma kommen.

Die Tour startete um 7.35 Uhr, als wir in den ├ťberlandbus stiegen. Wie wollten bewusst den „normalen“ Linienbus nutzen und nicht einer der s├╝ndhaft teuren Touren direkt nach Palma buchen. Wenn wir unterwegs sind, wollen wir ja auch immer ein bisschen den ├ľPNV testen. Berufsschaden, sozusagen.

Nach knapp zwei Stunden waren wir dann endlich in Palma. Es war nicht nur f├╝r die Kinder ├Ątzend, aber ein Mietwagen war keine Option. Weniger wegen der Kosten, eher der Umwelt wegen.

Aber all die Anstrengung hat sich gelohnt, wartete doch bereits der „tren de S├│ller“ auf uns. An einem Bahnhof, der auch locker die Abfahrthalle nach Hogwarts h├Ątte sein k├Ânnen, kauften wir unsere Tickets und bestiegen um 10.50 Uhr unseren Zug. Die Fahrt konnte losgehen!

In einem historischen Holzzug machten wir uns auf unsere kleine Zeitreise ins Jahr 1912, in S├│ller sollten wir dann wieder im Jetzt ankommen. Aber es war nicht nur eine Reise durch die Zeit, sondern auch durch die verschiedenen Vegetationen auf Mallorca. Es ist fantastisch, wie sich die Landschaft in den Bergen ├Ąndert. Sie ist so anders als hier am Meer. Wir zeigten den Kindern Zitronen- und Olivenb├Ąume und bewunderten die Berge.

In S├│ller trennten sich erstmal unsere Wege. Das Osterkind hatte nun endg├╝ltig genug vom „fahren“ und weigerte sich standhaft nun auch in die Stra├čenbahn nach „Porte de S├│ller“ einzusteigen. Also machten sich der Hauptfreund und der Prinz allein auf den Weg, dem Hafen mit der historischen Stra├čenbahn zu erkunden. Mein Herz blutete zwar auch ein wenig (Wir alten Pufferk├╝sser!), aber hier soll keiner gezwungen werden.

Das Osterkind und ich schlenderten also durch die Gassen S├│llers, gingen so ziemlich jedem Hund aus dem Weg (Es ist kompliziert!) und versorgten die Familie am Ende mit reichlich Kuchen aus einer kleinen B├Ąckerei.

Dann ging es such schon wieder zur├╝ck nach Palma. Dass die Reise bis dahin schon ausreichend anstrengend, aber auch echt sch├Ân, war, zeigten uns die Kinder direkt: Beide schliefen auf der R├╝ckfahrt mit einem L├Ącheln auf den Lippen ein.

In Palma ├╝berbr├╝ckten wir die 2 Stunden Wartezeit auf unseren Bus, in dem wir auch hier noch einmal durch die engen Gassen schlenderten. (Und bei McD noch schnell einen oder zwei Hamburger verdr├╝ckten.)

Nach 12 Stunden erreichten wir wieder unser Hotel. Die Kids nat├╝rlich ausgeschlafen und fit, wir Eltern echt geschafft. Aber drei Stunden Busfahren haben sich gelohnt: Die Reise nach S├│ller ist jede Anstrengung wert!

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