In der Unterwelt

Wenn der Freund und ich ein Wochenende ohne die Kinder haben, weil diese ihre Papa-Zeit genie├čen, dann nutzen wir das f├╝r Dinge, die sich mit Kindern nicht oder nur schwer machen lassen. Den ganzen Tag im Bett herumliegen. Oder wir begeben uns, wie gestern, in die Unterwelt.

Ja, wir waren gestern in der Unterwelt. Genau genommen in den Berliner Unterwelten (https://www.berliner-unterwelten.de/ )und haben an der F├╝hrung M „Unterirdisch in die Freiheit“ teilgenommen. Ich als „Ossi“ und er als „Wessi“ hatten ganz andere Blickwinkel auf die Geschichte meines „Heimatlandes“ (also dem Staat, in denen ich geboren wurde).

Wir begaben uns also in der unterirdische Berlin und erfuhren nicht nur etwas ├╝ber die eigentlichen Fluchten durch die U-Bahn, Abwasserkan├Ąle oder selbst gegrabenen Tunnel. Wir erfuhren vor allem etwas ├╝ber den Staat, der es als letztes Mittel gegen die „Flucht der Elite“ sah, seine Bev├Âlkerung einzusperren. Der seine Grenzsoldaten am „antifaschistischen Schutzwall“ nicht etwa mit dem Blick zu den „b├Âsen Kapitalisten“, sondern mit Blick auf die eigenen Landsleute postierte. Wir lernten so viel mehr ├╝ber die Teilung des Landes und vor allem dieser Stadt, als ich das in der Schule getan habe. Dort war mit Bau der Mauer Schluss, weil „pl├Âtzlich“ das Abi vor der T├╝r stand.

Es ist immer noch erschreckend, wie bedr├╝ckend auch die neuere deutsche Geschichte ist. Eine Geschichte, die meine Eltern noch hautnah miterlebt haben. Wer jedenfalls einmal in Berlin ist, dem sei der Verein „Berliner Unterwelten e.V.“ ans Herz gelegt. Es gibt so viel mehr in der Hauptstadt zu sehen und zu erleben als den Fernsehturm und das Brandenburger Tor.

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